Besucherzahlen bei Theatern und Museen rückläufig

26. Juni 2012, 13:24

Kulturbudget 2011 durch Auflösung von Rücklagen aufgebessert - Bundestheater-Evaluierung fertig, aber unveröffentlicht

Wien - Mit beinahe unverändertem Kulturbudget und nur geringfügigen Rückgängen bei den Kulturbesuchern gegenüber 2010 geht das Kulturjahr 2011 in die Annalen ein. Im am Dienstag dem Ministerrat vorgelegten Kunst- und Kulturbericht bilanziert Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) erfreut, "dass es trotz wirtschaftlich angespannter Zeiten gelungen ist, das Kulturbudget auf dem Niveau der Vorjahre zu halten". Durch die Auflösung von Rückstellungen konnten außerdem zusätzliche Mittel vergeben werden: Diese rund 27,3 Mio. Euro kamen baulichen Projekten der Bundesmuseen zugute. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben im Kunst- und Kulturbereich auf 438,7 Mio. Euro.

Verstärkt Bauvorhaben finanziert

Der Löwenanteil dieses Betrags fließt in Bundesmuseen und Bundestheater. Neben den Basisabgeltungen (Museen: 105,1 Mio. Euro; Theater: 144,4 Mio. Euro) wurden 2011 verstärkt Bauvorhaben finanziert, so flossen etwa 7,9 Mio. Euro an das Kunsthistorische Museum (KHM) für die Kunstkammer-Generalsanierung und das neue Zentraldepot, das Belvedere durfte zusätzliche 14,14 Mio. Euro in das 21er Haus investieren, das mumok 2,6 Mio. Euro in die "Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit". Adaptierungen wurden auch im Technischen und im Naturhistorischen Museum vorgenommen (1,24 Mio. bzw. 754.500 Euro), etwa 300.000 Euro gaben Albertina und MAK für Sicherheit und Sanierungen aus.

Die Gesamtbesucherzahl in den Bundesmuseen 2011 (inklusive Pathologisch-Anatomischem Museum) betrug 4.013.773 Eintritte, was einen Rückgang von 4,22 Prozent zu 2010 bedeutet. Der starke Rückgang im mumok (minus 37,6 Prozent) wird von Schmied auf die dreimonatige Schließung während der Umbauphase zurückgeführt, im MAK (minus 18,5 Prozent) seien sie "auf die Umbruchsituation zurückzuführen, in der sich das MAK nach dem vorzeitigen Abgang von Direktor Peter Noever" befand. Im Belvedere wurde dagegen die größte Besuchermenge seit der Ausgliederung gezählt (888.633, plus 9,37 Prozent). Insgesamt zurückgegangen ist der Anteil der Besucher unter 19 Jahren, die seit 2010 gratis ins Museum kommen. Wurden im ersten Jahr noch 921.823 Kinder und Jugendliche gezählt, waren es 2011 nur mehr 857.951 (minus 6,9 Prozent).

Bei den Bundestheatern, deren Basisabgeltung gegenüber 2010 leicht erhöht wurde (von 142,1 auf 144,4 Mio. Euro), war ebenfalls ein leichter Besucherrückgang zu verzeichnen (von 1,3 auf 1,28 Millionen) - wobei der Rückgang in der Volksoper mit 3,72 Prozent zu Buche schlug, während Staatsoper (minus 0,62) und Burgtheater (plus 0,67) ihre Zahlen annähernd stabil hielten.

Evaluierung der Bundestheater

Abgeschlossen wurde 2011 die seit 2008 gelaufene Evaluierung der Bundestheater. Ein auf Basis ihrer Ergebnisse erarbeiteter Maßnahmenkatalog sehe ein Einsparungspotenzial von 12,4 Mio. Euro über den Zeitraum von fünf Jahren vor. Trotz mittlerweile zahlreicher durchgesickerter Details und Kritik der Opposition soll der Evaluierungsbericht durch das Ministerium allerdings nicht öffentlich zugänglich gemacht werden.

Im Kunstbereich, also den Ausgaben für etwa Bildende Kunst, Architektur, Design, Musik, darstellende Kunst, Film, Literatur und Regionale Kulturinitiativen scheint für 2011 ein Budgetrückgang von 87,78 auf 85,28 Mio. Euro auf - der allerdings auf die Auflösung des "Republikvertrages" mit den Wiener Philharmonikern und die stattdessen gestiegene Basisförderung für die Staatsoper zurückzuführen ist. Für Förderungen im Bereich der Bildenden Kunst, Architektur etc. wurden 10,41 Mio. Euro aufgewendet, für Musik und darstellende Kunst 34,8 Mio. Euro, für Film 22,89 Mio. Euro, für Literatur 11,73 Mio. Euro. Ein Schwerpunkt werde im Bereich der Nachwuchsförderung gesetzt - etwa mit den insgesamt 90 Startstipendien zu je 6.600 Euro quer durch alle Sparten. (APA, 26.6.2012)

Was ist denn das für ein Nicht-Artikel? Unter der Überschrift "Besucherzahlen rückläuftig" wird berichtet, dass die Burg mehr Zuschauer hatte? Und dort wo weniger Zuschauer sind - was hat das für Gründe? Wurde vielleicht Anspruchsvolleres geboten, das nicht die Massen anzieht? Wie sieht das Programm aus? So lerne ich daraus genau GAR NICHTS. Leider ... Ist aber halt auch eine APA Meldung, da hätte sich ja vielleicht noch ein Journalist dran setzen müssen ...

Insgesamt zurückgegangen ist der Anteil der Besucher unter 19 Jahren

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