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Rom - Der amerikanische Topanwalt John Arthur Eaves macht dem US-Konzern Carnival Corporation, Mutterkonzern der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere und Betreiber des am 13. Jänner verunglückten Schiffes Costa Concordia, das Leben schwer. Eaves ist überzeugt, dass Fehler bei der Planung der Costa Concordia begangen worden seien, sagte er in Rom. Daher sei der Luxusliner bei Lecks unter der Wasserlinie besonders instabil gewesen, wie die Havarie vor der Insel Giglio bewiesen habe. Sollten Eaves Vorwürfe vor Gericht bewiesen werden, droht der Carnival Corporation der Entzug der Schifffahrtgenehmigung, berichteten italienische Medien.
Auf Druck des US-Rechtsanwalts war im März ein Schwesterschiff der "Costa Concordia" im Hafen der texanischen Stadt Galveston beschlagnahmt worden. Demnach habe ein Richter verfügt, dass das Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph" der Gesellschaft Carnival Cruise Lines im Rahmen einer Zivilklage als Pfand für etwaige Entschädigungsleistungen festgehalten werde. Im April wurde dann eine Freigabe des Schiffes an die Bedingung geknüpft, dass Carnival zehn Millionen Dollar (7,49 Millionen Euro) als Sicherheit hinterlege.
Vertreter von 20 Passagieren
Eaves vertritt nach eigenen Angaben mehr als 20 überlebende Passagiere und Angehörige von Todesopfern des Unglücks mit der "Costa Concordia". Der Rechtsanwalt betonte, es komme ihm nicht nur auf Entschädigungen für die Hinterbliebenen und Opfer an, sondern auch darauf, dass Kreuzfahrten sicherer würden. Er verwies darauf, dass der Kapitän und die Crew der "Carnival Triumph" nach denselben Standards geschult worden seien wie der "Costa Concordia".
Eaves war schon bei der Verteidigung der Angehörigen der 20 Todesopfer des Seilbahnunglücks von Cavalese 1998 erfolgreich. Der Rechtsanwalt hatte von der US-Regierung eine hohe Entschädigung für die nicht-amerikanischen Opfer des Unglücks erhalten. Ein US-Militärflugzeug hatte am 3. Februar 1998 in den Alpen des Trentino im Tiefflug das Tragkabel einer Seilbahn durchtrennt und eine Gondel in die Tiefe gerissen. Unter den 20 Todesopfern waren auch eine gebürtige Tirolerin und ein Wiener. (APA, 26.6.2012)
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