Österreicher geben mehr für Urlaub aus

26. Juni 2012, 10:51

Die Österreicher planen heuer für ihren Sommerurlaub Ausgaben von 1.100 Euro - um zehn Prozent mehr als im Vorjahr

Wien - Die Österreicher planen heuer für ihren Sommerurlaub Ausgaben von 1.100 Euro - um zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Gut die Hälfte der Österreicher (52 Prozent) werden verreisen, wobei Griechenland in der Hitliste der Destinationen von Platz vier auf Platz zehn zurückgefallen ist, geht aus einer im Mai unter 500 Österreichern durchgeführten Integral-Umfrage im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen hervor.

Am liebsten daheim

Österreich bleibt das beliebteste Reiseziel der Österreicher. Die Ausgaben der Österreicher für den Sommerurlaub dürften sich damit auf 4,1 Mrd. Euro summieren. Gezahlt wird weiter am liebsten mit Bargeld, erst dahinter kommen Kreditkarte und Bankomatkarte. Reiseschecks sind inzwischen eine "Rarität", auf die nur mehr 1 Prozent der Österreicher zurückgreift. Die Bank empfiehlt, sich vor dem Wechsel von Geld genau zu informieren.

Österreichs Touristiker zuversichtlich

Der Osten Österreichs startet übrigens dieses Wochenende in die Sommerferien. Ungeachtet der Euro-Krise und des wirtschaftlichen Bebens, das durch Europa zu gehen droht, sehen die heimischen Touristiker den entscheidenden Monaten der bereits angelaufenen Saison - Juli und August - mit einem guten Gefühl und verhaltenem Optimismus entgegen. "Wir blicken einmal nicht so negativ und angstgeschwängert in diese Sommersaison, weil auch der Mai sehr gut gebucht war", sagte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn. Kostendruck und Wettbewerb hätten sich aber verschärft.

Die Hoteliers müssen den Angaben zufolge mit weniger Umsätzen auskommen. Zum einen blieben die Zimmerpreise laut Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, trotz höherer Energie- und Lebensmittelkosten weitgehend unverändert; zum anderen "sparen die Gäste nach wie vor bei den Nebenausgaben vor Ort".

Von der Zahl der Nächtigungen her sollte der Sommer 2012 "ganz gut" werden. Jedenfalls dürfte hier das Vorjahresniveau erreicht werden, ergab ein Rundruf in der Branche. In Kärnten, der Steiermark und in Wien rechnen die Touristiker sogar mit einem Plus - vorbehaltlich Unsicherheitsfaktoren wie Wetter und wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtumfeldes. Die Stimmung und die Buchungslage sind gut. Kärnten hat in wichtigen ausländischen Herkunftsmärkten wie Deutschland und Holland eine forcierte Werbeoffensive mit TV-Spots und Zeitungsbeilagen laufen.

Daheim sparen

Wer noch bei der Urlaubsplanung ist, könnte folgende Tipps beherzigen: Geld für den Urlaub freimachen kann man auch, wenn man daheim Strom spart, erinnert die Umweltorganisation Global 2000. Daheim Stromfresser ausschalten kann die Jahreskosten um bis zu 270 Euro senken - und die Umwelt schonen, heißt es in einer Aussendung. So sollte man bei Geräten, die sonst im Standby-Modus laufen, den Stecker ziehen, das gelte vom Fernseher über den Router bis zur Mikrowelle. Der Kühlschrank sollte abgetaut und ausgeschaltet werden, denn Kühl- und Gefriergeräte gehörten mit einem Verbrauch von rund einer Kilowattstunde am Tag zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Ein Grad wärmere Zimmertemperatur bedeute dabei sechs Prozent höheren Stromverbrauch. Auch der Elektroboiler für Warmwasser gehört vor der Urlaubsreise ausgeschaltet. Nach dem Urlaub empfiehlt es sich, den Boiler einmal richtig aufzuheizen, um Keime abzutöten. (APA, 26.6.2012)

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