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Mit zunehmenden Alter der aktuellen Konsolengeneration rund um Xbox 360 und PS3 lässt sich der technologische Fortschritt von PCs nicht mehr länger verbergen. Doch schönere Grafik ist nicht der Grund, weshalb seit geraumer Zeit Stimmen laut werden, die einen Untergang oder vielleicht etwas realistischer eine Verkleinerung des Spielkonsolenmarktes beschwören. Es sind das veränderte Konsumverhalten, neue Plattformen und frische Geschäftsmodelle, die Konsolen zunehmend Konkurrenz bescheren, schreibt unter anderem gamesindustry international.
PC im Aufschwung
Vor wenigen Jahren hieß es noch, die Tage des PCs als Spieleplattform seien gezählt. Heute bescheren Blockbuster wie "Diablo 3" dem Markt Rekordverkäufe und neue Formen wie Web-Games und Social-Games und massentaugliche Geschäftsmodelle vom Schlage "Free2Play" sorgen für einen explosiven Anstieg Nutzerzahlen. Wenngleich klassische Großproduktionen wie ein "Call of Duty" oder "Grand Theft Auto" am PC nur einen Bruchteil dessen verkaufen, was sie auf Spielkonsolen absetzen, bringen Facebook und Online-Games zahlreiche neue Spieler. "Farmville" wird zum Zeitvertreib in der Mittagspause und "World of Tanks" oder "League of Legends" erlauben sogar den kostenlosen Einstieg in tiefgehende Spielerlebnisse.
Das Wachstum lässt sich Schwarz auf Weiß in Zahlen festhalten. Laut Studie der PC Gaming Alliance wuchs der Umsatz mit PC-Spielen von 2010 auf 2011 um 15 Prozent auf 18,6 Milliarden US-Dollar - ein neuer Branchenrekord.
Ungebunden
Gleichzeitig etablieren sich Modelle, die Games unabhängig von der Plattform spielbar machen. WedbushMorgan Securities-Analyst Michael Pachter erwartet, dass PC-Spiele auch aufgrund von Streaming-Angeboten wie Gaikai oder OnLive wachsen werden. "Mit der Etablierung von Diensten, die es erlauben, Spiele in der Cloud zu spielen, werden mehr und mehr Leute Werke konsumieren, die als PC-Spiele kategorisiert werden.", so Pachter.
Hinzu kommt, dass Spiele dank Smartphones, Tablets und jüngst auch Smart-TVs heutzutage auf wesentlich mehr Systemen verfügbar sind, als noch vor fünf Jahren. Die Plattformabhängigkeit ist nicht mehr derart stark gegeben. Als erstes bekamen das dedizierte Gaming-Handhelds zu spüren. Weder Nintendo noch Sony rechnen, dass 3DS und PS Vita an die Erfolge der Vorgänger-Konsolen anknüpfen werden können. Anstelle dessen versucht man sich auf die jeweilige, potentiell lukrative Nische zu fokussieren.
Wachstum auf wessen Kosten?
Einer Studie von DFC Intelligence zufolge, wird der Umsatz mit PC-Spielen die Einnahmen durch Konsolen-Spiele bereits 2014 überholt haben. Doch bedeutet dies, dass die Tage von Spielkonsolen gezählt sind? "Der PC-Markt steht vor einer Wachstumsperiode. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das auf Kosten des Konsolenmarktes geht.", sagt Pachter. "Ich glaube, dass diese Trends einfach zu einer Expansion des gesamten Videospielmarktes beitragen. Der Grund dafür ist, dass zahlreiche dieser PC-Spiele (wie Social-Games, Online-Games) während der Arbeitszeit gespielt werden. Und in der Arbeit stehen nun einmal PCs und keine Konsolen.", sagt Pachter.
Der Gesamtmarkt wird DFC Intelligence nach bis 2016 auf 81 Milliarden US-Dollar anwachsen. 2010 setzte die Branche weltweit 66 Milliarden Dollar um. Der größte Wachstumtreiber seien aus derzeitiger Sicht klar Online-Games.
Aufteilung
Betrachtet man die aktuelle Umsatzverteilung bei Videospielen, zeichnet sich ebenfalls weniger ein Verdrängungsmuster ab. Wie eine Erhebung des Marktforschungsunternehmens Statista zeigt, teilen sich die Plattformen die Zielgruppen auf. Während Mobile- und Web-Games wie "Angry Birds" zwar hunderte Millionen Spieler für sich gewinnen können, sorgen die Konsolen-Blockbuster nach wie vor für den Großteil der Umsätze. Das erfolgreichste Smartphone-Game aller Zeiten lukrierte 2011 106,3 Millionen Dollar, "Call of Duty: Modern Warfare 3" spielte in den ersten 16 Tagen eine Milliarde Dollar ein.
Wie sehr diese neuen Trends das klassische Konsolengeschäft beeinträchtigen oder beflügeln, wird nicht zuletzt von der Flexibilität der Konsolenhersteller selbst abhängen. "Free2Play"-Spiele oder Social-Games sind zumindest theoretisch Modelle, die auf jeder Plattform greifen können. Die Vernetzung von mobilen Systemen mit Xbox und PlayStation ist ebenfalls bereits in Arbeit. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 26.6.2012)
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"Der Grund dafür ist, dass zahlreiche dieser PC-Spiele (wie Social-Games, Online-Games) während der Arbeitszeit gespielt werden. Und in der Arbeit stehen nun einmal PCs und keine Konsolen"
Bitte wo geht denn das? Ich höre doch immer, wie extrem stressig die Jobs sind und alle sooooo viel zu Hackeln haben ...
"Das erfolgreichste Smartphone-Game aller Zeiten lukrierte 2011 106,3 Millionen Dollar, "Call of Duty: Modern Warfare 3" spielte in den ersten 16 Tagen eine Milliarde Dollar ein."
Die Milliarde war aber auch teuer erkauft...ich geh davon aus, dass der erwirtschaftete Gewinn wesentlich näher beieinander.
Warum keine Konsole? Was ist der "Vorteil" des PC?
Ganz einfach: Der einfach gewordene Vertrieb über Steam oder Origin u.a.! Die "Raubkopie" ist fast unmöglich weil sich viele Daten nur am Server befinden, man kann den ganzen Umsatz einstreifen (weil kein lästiger Händler was verdienen möchte) und technisch ist der Spieler-PC meist besser bestückt als eine 2 Jahre alte Konsole.
Dazu kommt das dicke Geld über DLC und Ingame-Börsen. Alles am PC einfacher zu realisieren als auf der Konsole...
Sorry, aber "alles ist einfacher" ist absoluter Quatsch. Eine Konsole hat für mehrere Jahre die gleiche Hardware - man kann als Entwickler sich also viel besser darauf einstellen. Steam und Origin sind natürlich der absolute Segen für die PC-Spieler - klar ;-)
Einfacher im Sinne von plattformunabhängiger. Die vielen Java-Spiel sind hier nur mitgemeint. Man kann auf 32bit und 64bit-Systemen spielen. Man kann auf einem Dell,Sony oder weiß ich was PC spielen. Der kann nagelneu oder 3 Jahre alt sein. Alles kein Problem... Die Konsole war stark gepusht wegen der Raubkopiegeschichte. die ist jetzt (Fast) vornei.
bei einem 3 Jahre alten PC stehen die Chancen schon mal ganz gut, dass man für das neueste Spiel aufrüsten muss! ich gebe zu ich weiß nicht wie das heute ist, aber vor rund 10 Jahren war es unmöglich ein neues Spiel auf einem 3 Jahren alten PC zu spielen bzw. muss man generell mal 900 Euro zahlen für einen "Gaming-PC".
der Vorteil einer Konsole für mich ist einfach: kauf das Ding und du kannst es rund 10 Jahre nutzen ohne dass du daran irgend etwas ändern musst. selbst die neuesten Spiele gehen auf dem Gerät. Das ist für mich das einfache daran. hab die PS3 jetzt seit 5 Jahren und ich weiß, dass auch das neueste Spiel nächstes Jahr darauf läuft ohne Probleme.
Die Konsole kann auch 6 Jahre alt sein - auch alles kein Problem - siehe Xbox360. Außerdem wird dort vieles via Xbox-Live vertrieben, was ja mit Steam gleich zu setzen ist.
Die angebliche Überlegenheit der PC-Spieler war ja schon fast unerträglich, aber nun habt ihr offenbar Rückenwind bekommen und seid jetzt im 7. Himmel? Ich hoffe ja, dass man mit PC UND Xbox360/720 genug Geld macht, damit beide Systeme überleben und gedeihen. Man hat somit die Wahl und kann aussuchen.
das es einfacher zu realisieren ist am PC glaub ich gar ned. Die Konsolen habens einfach nur noch ned (ausreichend) umgesetzt. Ich wunder mich schon seit Jahren warum sie nicht - zumindest zusätzlich zum herkömmlichen Vertrieb - auch jedes Spiel online vertreiben. Aber mit der nächsten Generation ists ja angeblich soweit...
Diablo 3 ist sicher eine Ausnahmen aber ansonsten sind die Verkäufe "herkömmlicher" Videospiele am PC unter ferner liefen, da ist fast das ganze Geschäft auf den Konsolen.
Was glaube die Analysten eigentlich? Dass die Kids jetzt von der Wohnzimmercouch wieder in Papas Arbeitszimmer wandern um dort zu tocken weil die Grafik am PC jetzt ein bischen besser ist? Da muss Papa aber noch eine Grafikkarte um den Preis einer Konsole springen lassen...
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