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Fort Meade - In der Affäre um die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten im Internet soll der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning Zugang zu Beweismitteln erhalten. Das Militärgericht auf dem Stützpunkt Fort Meade im Bundesstaat Maryland gab am Montag (Ortszeit) einem entsprechenden Antrag der Verteidigung Mannings statt. Die Anwälte hatten beanstandet, dass die Staatsanwaltschaft ihnen Informationen vorenthalte, die Manning helfen könnten.
Die Verteidiger versuchen seit Monaten, Berichten von Regierungsbehörden wie CIA, Außenministerium und FBI einzusehen, in denen der mutmaßliche "Schaden" bewertet wird, den Manning verursacht haben soll. Laut den Anwälten des 24-Jährigen könnten die Berichte beweisen, dass die mutmaßliche Weitergabe von US-Geheimdokumenten durch Manning keine entscheidende Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellte.
Anklage muss sich erklären
Richterin Denise Lind ordnete nun an, dass die Staatsanwalt die angeforderten Berichte der Verteidigung übermitteln müsse. Zudem soll die Anklage bis zum 25. Juli erklären, welche Dokumente ihr zur Einsicht vorlagen und warum diese bisher nicht der Verteidigung zur Verfügung gestellt wurden.
Manning soll Geheimdokumente des US-Militärs zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie rund 260.000 vertrauliche Depeschen der US-Diplomatie an die Enthüllungswebseite Wikileaks weitergegeben haben. Der 24-Jährige war Ende Februar offiziell angeklagt worden, bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Am schwersten wiegt der Vorwurf der Unterstützung des Feindes. Derzeit läuft in Fort Meade das Vorverfahren. Bisher hat Manning nicht mitgeteilt, ob er sich schuldig oder unschuldig erklären werde. (APA, 26.6.2012)
Die US-Regierung geht seit 2009 rigide gegen die Weitergabe von Geheiminformationen vor
Angeklagter vertraute sich Computerexperten im Mai 2010 an
Wie zu erwarten, kam es vor dem Militärprozess gegen den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning zu Protesten. Ihm droht nach dem auf zwölf Wochen angesetzten Prozess lebenslange Haft.
Sollte im März beginnen, Start nun frühestens am 3. Juni
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Dokumente aus den Jahren 1973 bis 1976 sind allerdings nicht geheim, sondern stammen aus US-Archiven
Wollte "öffentliche Debatte" über Krieg im Irak anstoßen - Lebenslange Haftstrafe wegen Geheimnisverrats droht
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Kein Zugang zum Garten, Essen aus dem Pub und erst seit kurzem ein Bett statt einer Luftmatratze.
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hohe tier in washington rückgrat hätte, es würde ihm äußerst gut zu gesicht stehen, schleunigst den canossagang nach fort meade anzutreten, um mit einer widmung des ihm verliehenen friedensnobelpreises herrn manning zu würdigen - verdient hätte dieser ihn sich allemal mehr...
.. über Wikileaks veröffentlicht? Die Staaten China, Israel, Nordkorea, Russland, Simbabwe und Thailand haben Wikileaks sperren lassen. In den USA selbst sind die Veröffentlichungen gar nicht strafbar (siehe Pentagon Papers) und sogar erwünscht. Die freie Meinungsäusserung hat dort einen weit höheren Stellenwert als in Europa. Es gibt aber nahezu bei allen Journalisten der freien Welt auch eine Art Ethik dies es z.b. nicht erlaubt Informanten zu nennen oder sonst Personen in irgendeiner Form zu gefährden. Das wurde bei Wikileaks auch intern kritisiert und momentan siehts so aus, als ob man sich dort nur noch ums Geld streitet. Jedenfalls haben sich schon einige abgesetzt oder von Assange distanziert.
Seit wann ist das amerikanische Volk der Feind? Oder haben die einfach nur keinen Anspruch darauf zu erfahren was für Dreck das Militär in seinem Namen weltweit veranstaltet?
Wenn ich mich recht entsinne, hat Manning diesen Menschen tatsächlich mit der Aktion geholfen und vielen von ihnen die Augen geöffnet … (°!°)
... nicht, dass ich das nicht auch so sehen würde, aber das US Militär und die US Regierung sind hier anderer Ansicht. Jede Negativmeldung über das publik gewordene Fehlverhalten von GIs fällt auf die ganze Truppe zurück. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Taliban. Schlagzeilen über Fehlverhalten der US Besatzer stehen in direkter Korrelation mit Vergeltungsanschlägen und den daraus resultierenden erhöhten Opferzahlen. Darüber hinaus wurden auch US Kollaborateure denunziert, indem ihr Name bekannt wurde. Allerdings ist es absolut überzogen Manning als Staatsfeind anzuprangern. Wenn das Pentagon ein derartig unsicheres globales Computernetzwerk aufweist, dann ist das nicht die Schuld des Hackers. Manning ist eher das Bauernopfer.
Das ich nicht lache! "DER" typische US-Amerikaner ist noch immer der Meinung, daß in Afghanistan oder im Irak ein gerechter Krieg geführt wird und daß für Demokratie und Freiheit ALLE Mittel recht sind... und jene, die diese Mittel kritisieren sind eben keine Patrioten!
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