Europa ohne Euro wäre massiver Rückschritt

25. Juni 2012, 19:33

OenB-Chef Nowtony meint, eine Wirtschaftsunion funktioniere mit einheitlicher Währung besser

Wien - Ein Europa ohne Euro wäre sowohl politisch als auch ökonomisch ein "massiver Rückschritt für ganz Europa", betonte Notenbank-Chef Ewald Nowotny in einem "Kurier"-Interview (Dienstagausgabe). Erste Bank-Chef Andreas Treichl hatte zuletzt gemeint, es könne ein Europa ohne den Euro geben. Nowotny befürchtet zudem eine Verzögerung beim in Kraft treten des neuen Euro-Rettungsschirms ESM. Die EZB wolle ihr Programm, Staatsanleihen aufzukaufen, nicht fortsetzen.

Ein Zerfall des Euro wäre kein isoliertes Vorgehen und würde eine "ökonomische Explosion" in der EU bedeuten. "Die Auswirkungen auf Beschäftigung, die Wirtschaftsentwicklung, die Exporte und die Banken sind nicht exakt auszumachen - und man sollte sie jedenfalls nicht bagatellisieren", so Nowotny.

Währungsunion logische Folge

Die Weiterentwicklung der Wirtschaftsunion zu einer Währungsunion sei nicht nur logisch, sondern auch positiv. Eine Wirtschaftsunion funktioniere besser mit einheitlicher Währung. Eine Währungsunion erfordere aber Disziplin der Mitglieder. "Hier hat es Fehler gegeben. Deswegen muss es jetzt Reformen geben, um die Währungsunion auch fiskalpolitisch zu stabilisieren", so der OeNB-Gouverneur.

Eurobonds könnten erst eingeführt werden, wenn es eine Fiskalunion gebe. Bis dahin seien Zwischenschritte möglich, wie die Stärkung des ESM. Dessen Inkrafttreten könnte sich allerdings verzögern, befürchtet Nowotny.

Keine Hilfe ohne Bedingungen

Die EZB habe die Möglichkeit des EFSF begrüßt, am Sekundärmarkt Staatsanleihen zu kaufen, so das EZB-Ratsmitglied weiter, weil sie selbst ihr Programm zum Staatsanleihenaufkauf nicht fortsetzen wolle. Das Anliegen des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti, die Euro-Rettungsfonds könnten Staatsanleihen von unter Druck stehenden Euroländern aufkaufen, ist laut Nowotny derzeit rechtlich nicht geregelt.

"Das Prinzip der Rettungsschirme liegt darin, dass es keine Hilfe ohne Bedingungen gibt", so Nowotny. Hilfe zur Selbsthilfe sei das richtige Prinzip. "Es gibt keine Transferunion", betonte der Notenbanker. Es könne sich dabei um keine permanente Hilfe handeln. "Es gibt keinen europäischen Finanzausgleich." (APA, 25.6.2012)

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EU undemokratisch

Die Bürger werden nicht einmal gefragt, ob sie auch eine Fiskalunion wollen!!!
Jedenfalls stellt sowas bereits einen gewaltigen Einschnitt in die Souveränität eines Landes dar.

Blödsinn. Der Umstieg vom ATS zum EURO

war auch kein Rückschritt.

Der Übergang muss einfach nur geordnet von statten gehen, dann funktioniert das auch für Griechenland. Und die Abwertung täte Griechenlands-Export Wirtschaft sehr gut, um seine wettbewerbsfähigkeit zu stärken!!!

Teufel oder Beelzebub

Europa ohne Euro wäre massiver Rückschritt und Europa mit Euro endet in einem massiven Finanzcrash.

--> Nicht der Euro ist das Problem sondern die
ungezügelte Finanzindustrie. Ergo ein stures
festhalten und unterstützen des jetzigen Systems
bzw. des Euros endet genauso im Desaster.

also wenn ich mich so erinnere an die zeit vor dem euro... schlechter ist es uns damals sicher nicht gegangen...

aber den griechen und spaniern, den italienern und

angelsachsen.

wir hätten genau dasselbe wachstum gehabt wie ohne euro, aber ein paar fehlinvestitionen nicht getätigt.
wir hätten nach rumänien, russland, brasilien und andorra genausoviel exportiert wie mitohne euro, der nur eine "verwaltungs-organsationsvereinfachung" war und jetzt nicht mehr ist. aber gut.

verteidigen wir ihn trotzdem, aber nicht in der form.
ein paar werden freiwillig neu anfangen. und wenn sie nicht wollen, werden sie müssen.

its the business stupid, governor - kein wunschkonzert (dann wär nie wer pleite).

ajo: der dollar bröckelt massivst, im herbst spätestens. jetzt kommens selber drauf die amis.

dabei könntens wir relativ einfach schaffen, alle miteinander, selbst mit griecherln - mit merkel, ohne nazikommis.

Heute gibt es offensichtlich eine abgestimmte Aktion in allen Printmedien des Landes (Standard, Kurier, OE,..) in der uns nochmal Horrorszenarien fuer einen Euroraum-Zerfall vorgestellt werden. Die Medien in Europa sind gleichgeschaltet und willige Propagandisten der Eliten, deren internationalistisches Projekt in der entscheidenden Phase ist. "Jetzt
brauchen wir eine Fiskalunion/Bankenunion/Eurobonds/ESM). Immer andere Konstrukte, um Mitteleuropaeer fuer die Schulden des Suedens zahlen zu lassen und den Bankiers ihr Risiko abzunehmen. Endziel ist ein undemokratisches globales Konstrukt, beherrtscht von einer internationalen Bankerkaste, wie tv in Rockrfellers Memoires beschrieben.

Eurobonds müssen eben unbedingt jetzt und schon vor einer

wie auch immer gearteten Fiskalunion eingefürhrt werden, denn momentan erfüllt versteckt und klammheimlich die EZB diese gigantische Aufgabe und das ohne ohne dass für die Kreditnehmer auch nur irgendwie geartete Auflagen und Verpflichtungen entstehen. Eurobonds sind deshalb hier unbedingt notwendig, damit unter Aufsicht eines europäischen Superfinanzministers, neue Kredite mur mit verbindlichen Auflagen verbunden werden können. Wiedereinmal wird hier die Wahrheit völlig auf den Kopf gestellt, und das Gegenteil behauptet von dem was Sache ist um billigste Propaganda zu verbreiten!
Wann haben die Bürger dieses erbärmliche Spiel endlich satt?!

neue Kredite mur mit verbindlichen Auflagen verbunden

Wie 'verbindlich' diese Auflagen in der Wirklichkeit sind sieht man ja am Paradebeispiel Griechenland sehr deutlich.

Und das Drucken von Geld im Ausmaß von hunderten Milliarden?

Etwas unverbindlicheres gibt es wohl kaum! Auf Dauer werden das wohl auch die Deutschen einsehen müssen, dass man den gigantischen permanenten Finanzbedarf der Schuldnerländer nicht das das unverbindliche Drucken von Geld decken kann, ohne den für sie heiligen Wert der Währung zu gefährden. Dann werden sie wieder einmal den Schwanz einziehen, und das unvermeidliche tun und Eurobonds zustimmen. Wie immer haben sie dann alles zu wenig und viel zu spät gemacht! Erbärmliche Performance!

Eurobonds verstoßen gegen das Grundgesetz. Träumen Sie also weiter.

Eurobonds sind kein Traum sondern eine beinharte Notwendigkeit,

auch die letzten Realitätsverweigerer werden das einsehen müssen. Leider sind aber nichteinmal Eurobonds eine nachhaltige Lösung des Problems, denn trotz dieser Bonds würden die Schuldengebirge weiterhin extrrem schnell anwachsen, sodaß bald einmal nichteinmal mehr den Deutschen zugetraut wird diese Schulden jemals zu stemmen, und dann gute Nacht! Wirklich helfen würde nur die Aufspaltung des Euros in verschiedene Währungen, aber um das Einzusehen werden die Deutschen noch viel länger brauchen als für die Notwendigkeit der Eurobonds beim beibehalten des Euros. All diese Masßnahmen würden ihnen die Droge Export entziehen und ihre Wirtschaft auch noch zum zusammenbrechen bringen.

jetzt ist es amtlich ... denn wenn der Nowotny

das so sagt, kann man davon ausgehen, dass genau das Gegenteil der Fall ist ......

LANGWEILIG

pfoah, die täglichen, verzweifeloten apelle und durchhalteparolen sind nur mehr ätzend.

das letzte rundumschlagen vorm untergang.

die lobbyabhängige verallgemeinerung der länder und wirtschaften ist gescheitert.

es ist nur konkursverschleppung....jeder tag, jede zahlung reißt nur mehr gesunde wirtschaften mit.

ein gemeinsamer haushalt eines multimilliardärs und eines clochard funkt nicht

die gemeinsame währung von GR, p, irl, ita, zyp, spa einerseits und
be ne lux, fr, DE at
hat positiv bewiesen, dass das nicht geht.

wer es selbst jetzt noch nicht behirnt hat, ist für enstcheidungsträgerposten nicht geeignet und lügt sich nur selber in die tasche.

Europa ohne Euro wäre massiver Rückschritt????????????

Ich würde eher sagen: Der €, wie er sich zeigt, entwickelt hat und wohin er führen wird, ist der totale Rückschritt.
Ohne € müssten wir Steuerzahler nicht griechische, portugiesische, spanische, italienische, französische und deutsche Banken retten.
Der € ist eine Totgenburt, der die Europäer in die totale Armut führen wird. Der € ist der Rückschritt in die 30ger Jahre, hoffentlich nicht mit dem selben Ende, nämlich einem WK...

Auch wenn jedes Land seine Banken selbst retten müsste, wäre das immer noch prinzipiell falsch.

Eine Bankenrettung ist die absolute Perversion des freien Marktwirtschaft!

Nicht der Euro ist der Rückschritt in die 30er, sondern die derzeit vorherrschende wirtschaftspolitische Denkrichtung. Der Euro an sich kann da relativ wenig dafür.

Der Euro an sich kann da relativ wenig dafür.

Der Euro ist Teil des ganzen Schlamassls. Die Griechen, Spanier etc. haetten NIE so viel Geld zu so 'guenstigen' Zinssaetzen bekommen wenn sie nicht dem Euro beigetreten waeren. Der Euro ist VOLL schuld an der jetzigen Situation.

von einem europa ohne euro

redet ja auch keiner, nicht einmal strache will das.

von einem europa ohne euro redet keiner

Ja, vielleicht. Aber ueber einen Euro ohne Griechenland, Spanien, Italien, Portugal wird sehr wohl diskutiert.

das schlimme an der gesamtsituation:

keiner von denen, die etwas dazu sagen, hat erfahrung mit einer ähnlichen situation. weil es sowas OHNE krieg noch nie gab. daher ist allen zu glauben oder niemand zu glauben. :-(((

na, da gabs durchaus friedliche

Trennungen zu Lebzeiten der meisten heute, samt Trennung der Währungen:

Tschechien-Slovakei
Teilung der UdSSR
kriegerisch: Ex-Jugoslawien

sehr interessanter gedanke...

Kriege (oder Revolutionen) haben solche situationen radikal (und schmerzvoll) gelöst...
Heute sind kriege zwischen den meisten staaten undenkbar, aber niemand weiß, wie sie richtig schreiben, wie man stattdessen den berühmten "Schnitt" machen kann, nämlich den Geldhaltern ihre Guthaben zu entwerten, die einzige Lösung aus der Spirale rauszukommen..

Findet eh schon statt. Negative Zinsen bei Staatsanleihen. Wenn man da noch die Inflation dazurechnet und das über mehrere Jahre, dann wird es recht schnell weniger.

das dauert viel zu lange...

so viel zeit haben die schuldner nicht... - deren zinsen und rückzahlungen werden in einem deflationären umfeld ja nicht weniger, sondern verhältnismäßig mehr...

Natürlich werden sie verhältnismäßig weniger. Wenn sich Preise und Löhne verdoppeln, ändert das am Kredit nichts. Der ist dann leichter zurückzuzahlen. Deshalb setzen ja manche Staaten auf Inflation, weil das die Schuldenrückzahlung erleichtert.

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