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vergrößern 645x364Laut Bericht liegt Österreich im Mittelfeld der EU-25, unter den EU-15 allerdings nur an 13. Stelle.
Wien/Brüssel - Österreich hat sein offizielles Ziel beim Bereitstellen von Entwicklungshilfe klar verfehlt: 2011 wurden nur 769 Millionen Euro oder 0,27 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) ausgegeben, bereits 2010 hätten es aber schon 0,51 sein sollen. Bis 2015 haben sich alle EU-Länder verpflichtet, diesen Anteil auf 0,7 Prozent zu steigern.
"Österreichs Beitrag zur Entwicklungshilfe ist selbst mit einer Lupe schwer aufspürbar", kommentierte das Michael Obrovsky von der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung. Gemeinsam mit anderen NGO-Vertretern präsentierte er am Montag den EU-weiten Aid-Watch-Bericht, in dem die Entwicklungshilfeleistungen aller EU-Länder untersucht und verglichen werden.
Österreich im Mittelfeld
Laut Bericht liegt Österreich im Mittelfeld der EU-25, unter den EU-15 allerdings nur an 13. Stelle (siehe Grafik). Wirklich schlecht schneidet Österreich ab, wenn man Pflichtzahlungen wie etwa für die EU-Entwicklungshilfe oder an die Weltbank abzieht: Nur neun Prozent der österreichischen Entwicklungshilfe fließen in Country Programmable Aid (CPA), also Zahlungen, die direkt vom Geberland in Projekte im Empfängerland investiert werden. Damit liegt Österreich EU-weit an letzter Stelle.
Hier soll zudem weiter gekürzt werden: Bis 2014 soll die Austrian Development Agency, die 80 Prozent der CPA verwaltet, nur mehr über 53 Millionen Euro an operativen Mitteln verfügen. 2008 waren es noch 93 Millionen. Das Außenministerium soll zudem insgesamt sechs Prozent seines Budgets einsparen, NGO-Vertreter befürchten, dass dies ebenfalls auf Kosten der Entwicklungszusammenarbeit gehen wird.
Hilfe sinkt EU-weit
Auch EU-weit sanken die Beiträge erstmals seit 2007. Die Studienautoren warnen, dass die EU Hilfsgelder verstärkt nur mehr dort investiert, wo sie selbst profitiert - also etwa in Nordafrika oder für Flüchtlinge im EU-Inland.
"Zu uns sagt das österreichische Außenministerium oft, es würde gern mehr geben, aber es könne nicht", sagt Ruth Picker, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung. "Es fällt mir schwer das zu glauben." Es gebe Länder, die trotz Wirtschaftskrise ihre Ausgaben steigern konnten, etwa Malta (um 44 Prozent), Litauen und Rumänien (37 Prozent).
Starke Schwankungen
Die Entwicklungshilfe unterliege eben sehr starken Schwankungen, heißt es dazu aus dem Außenministerium. So habe ihr Anteil am BNE 2007 noch 0, 5 Prozent betragen, 2012 soll sie wieder höher liegen als die derzeitigen 0,27 Prozent. Die großen Unterschiede hätten auch damit zu tun, dass Österreich auf große Teile wie etwa Schuldenerlasse keinen Einfluss habe. Das Ziel von 0,7 Prozent sei weiterhin aufrecht, es werde aber bis 2015 nicht erreicht werden.
Entwicklungsforscher Obrovsky bezweifelt, ob der Anteil wirklich steigen wird: "1985 lag er bei 0,26 Prozent. Damals hieß es, bis 1990 sind wir bei 0,7." (Tobias Müller, DER STANDARD, 26.6.2012)
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darauf kommt es an. Aus irgendeinem Grund scherrt sich nach Zahlung der Geldgeber nicht mehr. Korruption ist auch ein Thema, was aber die nicht-Empfänger auch nicht rettet. Almosen helfen ja niemand. Karl Heinz Böhm zeigt es vor. Er lebt großteils vorort, hat eigene Kontakte für die Projektauswahl und -begleitung. Also warum sorgt Österreich nicht für ein adäquat ausgebildetes Personal mit Niederlassungen vorort und Kontrolle durch das Aussenamt???
Fragen nach Ursachen weshalb Entwicklungsprojekte scheitern, sind unbequem. Viel einfacher ist es mehr Geld zu fordern. Das Afrikabild wird immer mehr von Hilfswerken geprägt. Sie haben einen Sonderstatus, der scheinbar jegliche Kritik verbietet. Es ist unverständlich, wenn derartige Organisationen, die erhebliche wirtschaftliche Eigeninteressen verfolgen, sich nicht damit anfreunden können, dass das eigene Handeln kritisch hinterfragt werden darf.Die Retter der Menschheit und die nicht immer integeren Empfänger der Hilfe kennen die Klaviatur dieser Debatten sehr genau.
Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"
ist nach 60 Jahren Entwicklungshilfe zum ärmsten Kontinent geworden.
Den Afrikanern selbst und auch manchen gutbezahlten NGOs fällt nichts anderes ein als die Schuld irgendwo zu suchen. Wie wär's damit:
"Wer auf fruchtbarem Boden lebt (und das gilt für sehr viele Menschen auf diesem Kontinent) ist für seine Ernährung auch selbst verantwortlich..."
für alles die bösen Industrienationen verantwortlich zu machen. Nur glaubt diese stereotypen Märchen heute kaum noch jemand.
Wenn ein Hutu aus Ruanda einem Nachbarn von den Tutsi den Kopf abhackt, ist garantiert die Schuld in Europa zu suchen. Oder in den USA.
Als ob die Afrikaner die Verantwortung für ihr Handeln nicht selbst tragen könnten.
Dasselbe gilt auch für die Ernährung des fruchtbaren Kontinents...
http://www.haitiaction.net/News/BQ/1... _4_12.html
Haiti 2012 - Where is the Money?
wer bei uns die viel zu hoch gesteckten Vorgaben festlegt und wer in unseren Namen den meist sündteuren und schwer einhaltbaren Abmachungen zustimmt.
Vielleicht sollte man einmal die zur Verantwortung ziehen, die immer so vorschnell irgendwo irgendwas unterschreiben, was dann andere einhalten müssten?
Hat man dabei auch berücksichtigt, dass "gewisse" Länder (ja, DU, Frankreich, ebenfalls) auch gewisse "Entwicklungen" besonders förden, weil sie ihre koloniale Sichtweise nie richtig aufgegeben haben?
Da hat diese "Entwicklungshilfe" nämlich noch eine Nebenbedeutung.
Heuteist die Korruption de Eliten in diesen Länder das große Proble, dagegen sind unsere Politiker die reinsten Heiligen. Wenn man dort mit der gebildeten Schicht zusammen trifft hört man auch immer wieder, hinter vorgehaltener Hand, dass sich viele die Kolonien zurückwünschen würden. Ein alter Mann meinte einmal, die Koloniealherren haben die Einheimischen zwar wie Leute 2. Klasse behandelt, aber wenn man was von den Behörden benötigte musste man nicht jeden Beamten bestechen, damit man eine Chance hatte, dass es bearbeitet wurde.
dann liegt das vielleicht auch an den Afrikanern. Selbst in den Ländern, die ehemals Kornkammern des Britischen Empires waren (z. B. Zimbabwe, ehemals Rhodesien) herrscht Hunger.
Vielleicht gerade in diesen Ländern? Setzen Sie sich doch mal mit der Geschichte dieser Staaten und der gegenwärtigen Politik der Industriestaaten näher auseinander, bevor Sie hier so einen Schwachsinn von sich geben. Hab keine Lust, das alles noch einmal auszuführen.
Wenn die Ruandesen sich gegenseitig die Köpfe abschlagen, wenn die Äthioper sich Waffen kaufen und die fruchtbaren Länder nicht bewirtschaften, überall sollen die bösen Industrieländer schuld sein. Diesen Unsinn kann ja schon niemand mehr anhören...
1.) Das "Land Afrika" ist ein Kontinent mit ca. 60 Ländern (Staaten). Viel Glück auch dabei "den Afrikaner" bei Ihrer Ursachensuche ausfindig zu machen.
2.) Selbst in Industrieländern, z.B. den USA herrscht Hunger, heißt halt offiziell nicht so.
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