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Wien - Für Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) hat die EU trotz "alarmierender Arbeitslosenzahlen viel zu lange zugesehen". "Das ist ein explosiver Stoff für den gesellschaftlichen Zusammenhalt des europäischen Projekts", sagte Schieder am Montag bei einer Konferenz in Wien. Es sei höchste Zeit, Perspektiven für diese Menschen zu schaffen. Er erwarte vom kommenden EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel "entscheidende Weichenstellungen". Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien haben im Vorfeld des Gipfels ein 130-Milliarden-Euro-Paket für mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa vorgeschlagen.
Die höchsten Arbeitslosenraten meldeten zuletzt für April Spanien (24,3 Prozent), Griechenland (21,7 Prozent) sowie Lettland und Portugal (je 15,2 Prozent). Österreich verzeichnete laut Eurostat-Zahlen von allen EU-Staaten wieder mit Abstand die niedrigste Quote, nämlich 3,9 Prozent. Dahinter folgen Luxemburg und die Niederlande (je 5,2 Prozent). Die Jugendarbeitslosenquote lag im April in der EU bei 22,4 Prozent. Am höchsten war sie in Griechenland (52,7 Prozent) und Spanien (51,5 Prozent). Die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit verzeichneten Deutschland (7,9 Prozent) und Österreich (8,9 Prozent).
Langsamer Umdenkprozess
ÖGB-Chef Erich Foglar betonte, dass Massenarbeitslosigkeit und Massenelend in der Vergangenheit zu "totalitären Entwicklungen" geführt hätten. Die Wachstumsziele der EU-Strategie "Europa 2020" seien "absolut richtig", aber die praktische Politik sehe "genau anders aus", sagte Foglar bei der Konferenz "Wege zur Vollbeschäftigung - ein neuer Wachstumspfad für Europa". Das sei "wie links blinken und rechts abbiegen." Er wünsche sich "mehr EU, aber nicht in dieser Form". Mit "Kaputtsparen" werde man die Krise nicht lösen können, sondern nur mit Wirtschaftswachstum. Foglar ortet einen leichten Umdenkprozess in Europa nach der Wahl des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande in Frankreich. Der Sprachgebrauch habe sich zumindest verändert. Die EU-Eliten würden nun "Wachstum und Beschäftigung wieder in den Mund nehmen".
Die ehemalige Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), Gertrude Tumpel-Gugerell, ließ offen, ob die geplanten 130 Mrd. Euro an Konjunkturmaßnahmen ausreichen. Wichtig sei es, dass es eine politische Einigung über den wirtschaftspolitischen Kurs gebe. Durch eine Kapitalaufstockung um zehn Mrd. Euro soll die Europäische Investitionsbank (EIB) nach Schätzungen der EU-Kommission in den kommenden vier Jahren jeweils 15 Mrd. Euro an zusätzlichen Krediten gewähren können. Für Tumpel-Gugerell sollten die EU-Staaten die Potenziale im Bereich Bildung und Forschung und Entwicklung sowie Umwelt und Energie heben, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Weil der genaue Kurs der EU nicht klar sei, verzeichne man eine Investitionszurückhaltung. Außerdem sollten Frauen viel stärker in den Arbeitsmarkt integriert werden.
"Weiter Weg zur Vollbeschäftigung"
OeNB-Chefökonom Peter Mooslechner sieht einen "weiten Weg zur Vollbeschäftigung" in Europa. Die EU habe "ein bisschen zu spät" auf die Krise reagiert. "Die bisherige Maßnahmen waren zu sehr auf die mittlere und lange Frist fixiert." Es müsste mehr getan werden "in der kurzen Frist", sonst werde sich die konjunkturelle Krise verstärken, warnte Mooslechner. Eine kleine Gruppe von EU-Staaten - inklusive Österreich - sei "recht gut durch die Krise gekommen". Diese Länder würden aber auch nur niedrige Wachstumsraten im historischen Vergleich verzeichnen. (APA, 25.6.2012)
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Vollbeschäftigung ist mittel und langfristig nur mit Hartwährungspolitik zu erreichen. Sämtliche Länder mit Weichwährungspolitik und hohen Staats- und Leistungsbilanzdefiziten erreichen Unterbeschäftigung, Deindustrialisierung und folglich hohe Arbeitslosigkeit.
Staaten mit hohen Beschäftigunsquoten, hohen Industrialisierungsgrad, nachhaltig hohes reales Wirtschaftwachstum und dauerhaft niedrige Arbeitslosenquote verfolgten allesamt eine konsequente Hartwährungspolitik. (Die im Falle Österreichs übrigens dank des ÖGB und gegen den Willen der Industriellenvereinigung lange durchgehalten wurde.)
bedeutet ja nichts anderes, als das 2020 einheitlich in allen Ländern 20% Arbeitslosigkeit herrschen sollen?
Für alle Arbeitslosen werden im Jobcenter Titytainment-Stationen eingerichtet, wo sie künstlich ernährt werden und mit Unterhaltungsprogrammen ihre Zeit totgeschlagen wird. Die Experten sind der Meinung das diese Vorgangsweise die humanste Umsetzung der Strategie "Europa 2020" darstellt.
wieder so eine taktik der Eu dem volk angst einzujagen um von denn wahren Problemen abzulenken, immer wenn jemand was kluges vorschlägt , kommen die und sagen europa braucht wachstum eu braucht wettbewerbsfähigkeit Eu muss die banken retten sonst wird es noch teurer !! ja mit angst konnte man schon immer die massen manipulieren !! staatdessen mal was ordentlich umzusetzen machen die so weiter als wäre nichts geschehen !!
Den Russen und Arabern müssen wir für unsere notwendige Energie WAREN liefern, die besser und oder billiger sind als die aus China etc. Also gehts nicht ohne Wettbewerb, den uns ja die anderen aufzwingen.
Die dafür notwendigen Fabriken und Fachleute fallen aber nicht vom Himmel. Es wird Jahre dauern um die Sanierung (Investitionen !) zu schaffen.
Ohne "harte" Notprogramme gehts nicht !
Oder kann man Wunder herbeiwählen ?
wollen sie wettbewerb mit einem land china was unmengen von arbeitskräften hat die um ein apfel und ein ei arbeiten heheh, solll ich ihnen sagen wann sie diesen wettbewerb gewinnen,solange sie nicht ein reales lohnniveau erreichen,das sehr viel näher bei ländern wie Brasilien oder Russland liegt können wir nicht konkurenzfähig bleiben !! Deshalb ist ihr vorschlag von vorherein zum scheitern verurteilt !!
Die gesamte Versicherungswirtschaft würde zusammenbrechen. Angst ums Auto, Angst ums Haus, Angst um die Gesundheit, Angst um die Erwerbsfähigkeit. Angst ums Geld hält, neben anderen Gaunereien, die Banken mit ihren Tresoren und Schließfächern am Leben.
Angst nicht in den Himmel zu kommen hält fast alle Religionen am Leben.
Angst um die Gesundheit hält das Geschäft mit der Vorsorgemedizin am Laufen. Die Impf-Fanatiker mit der Angst vor Zecken und anderem, halten die Pharmaindustrie am Laufen.
Das wäre alles nicht verwerflich und ich unterstelle ALLEN hohen Ziele. Das Problem ist nur das alle 5 bis6 % Wachstum brauchen und keiner die darin versteckte Exponentialfunktion bedenkt. Und genau das bringt das System zum Kollabieren?
ich möchte jetzt nicht ins detail gehen, aber solange unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem eindeutig jenen Teil der Bevölkerung begünstigt,der bereits über einen größeren oder gar großen Reichtum verfügt wird es noch schlimmer.Dieser ohnehin priviliegierte Teil erhält auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Chance,seinen Reichtum nicht nur zu erhalten,sondern stark zu vermehren und zwar auf Kosten der Schlechtergestellten !
Das ist doch eine Definitonsfrage? Was verstehst Du unter reich? Ist jemand reich wenn er arbeitslos auf seiner Luxusjacht in Nizza sitzt und sich den ganzen Tag bedienen läßt.
Oder ist er nicht gleich "reich" wie ich, wenn ich abends mit Freunden beinander sitze und wir ein paar Kotelett am Griller liegen haben und eine Riesengaudi haben?
Der Jachtbesitzer muß ständig Angst haben um seine Güter, wir führen ein vergleichsweise sorgenfreies Leben?
Ich denke mir oft bei denen die sich "reich fühlen", daß ich keine Sekunde tauschen möchte. Da gehts mir deutlich besser.
Aber wenn man sich selbst als Ziel auserkoren hat, möglichst vie Bit und Byte am Konto zu haben, dann ist die Welt ungerecht. Ja.
Auch ohne ins Detail gehen zu wollen ;-)
und nicht nur diese gruppe von sozialhilfe empfängern und schlecht bezahlten arbeitern ist meine rede, sondern wie am Beispiel Griechenland zu sehen ist um einen ganzen Staat der zu grunde geht,und sie sagen na ja die anderen interessieren mich garnicht wenn die soviel reichtum anhäufen wollen dann sollen sie das tun wichtig ist das ich zufrieden bin und mit meinen Freunden grillen kann ,aber vergessen dabei das sich deren handeln auf Ihr persönliches leben auswirken wird und das ist eine mathematische sicherheit ,Griechenland war ja nur der anfang, wir sind nämlich die nächsten in diesem Spiel der Vermögenden !
Ja. Man nennt das Schicksal.
Dennoch, wenn wir das schon wissen das wir die nächsten sind, warum streiten wir uns dann hier und überlegen uns nicht was WIR besser machen können, das es INSGESAMT besser wird?
Wollen wir wirklich wie die Lemminge ins Waser springen und ersaufen, wo wir doch wissen das wir gar nicht schwimmen können und die nächsten sind?
Komische Einstellung?
warum messen sie das problem an ihrem eigenen wohlbefinden,ich weis nicht wie sie leben und was sie machen und es interessiert mich auch nicht,ich beurteile die Fakten Lage und ziehe daraus meine schlüsse, nur weil es ihnen gut geht und sie grillen und spass haben, heist es nicht das die mehrheit der bevölkerung dieses glück hat! schauen sie sich mal an wie menschen von sozialhilfe leben die 750 euro im monat haben oder wie menschen die auf der baustelle um 1000 euro im monat leben!! es gibt keine mittelschicht mehr das ist eine erfindung der medien sondern nur die oberschicht zu der das geld geht und die unterschicht die das geld erwirtschaften und erarbeiten müssen, aber davon nichts haben, ganz einfach !! um die gerechte Umverteilung
"Foglar ortet einen leichten Umdenkprozess in Europa nach der Wahl des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande in Frankreich."
Grad vor einer Sekunde hab ich hier im Standard gelesen, dass Frankreich 10 Mia sparen muss. Also doch kaputtsparen? Oder ist sparen von Merkel kaputtsparen und sparen von Hollande gesundsparen?
denn wenn die Investoren kein Vertrauen in ein Land haben, dann wird nichts Investiert. 90 % der Investoren sind Privat und so lange kein vertrauen durch die Regierungen der Länder da sind, wird es auch kein Wachstum geben. Alles rausgeschmissenes Geld.
ich glaube nicht, dass die Arbeit in Europa so schnell ausgeht: kompletter Umbau des Energiesystems und der Industrie, Ressourcenunabhängigkeit, Sozialarbeit, Überalterung der Gesellschaft (d.h. mehr Altenpflege und weniger Erwerbstätige), usw.
Ich weiß gar nicht, wo wir anfangen sollen . . .
da sprechen Sie in umsichtiger Weise große Problemlagen an, die wir bewältigen sollten...
entscheidend wird aber sein ob diese Aufgaben in Form der Lohnarbeit zu unserer Befriedigung bewältigt werden können.
Altenpflege zehrt immer am angehäuften staatlichen und privatem Vermögen, das mit sinkender Produktion auch abnehmen wird --> innerhalb des kapitalistischen Systems wird die Finanzierungsfrage virulent werden, oder: viele Alte werden nicht betreut werden.
Energieubhängigkeit verlangt einen dezentralen Produktionsmodus sowie der Umbau der Industrie in diese Richtung verlaufen sollte.
Die alten Steuerungsmechanismen Markt und Staat werden diesen Umbau nicht überleben.
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