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Hannover - Das Phänomen wird "widowhood-Effekt" genannt: Nach dem Tod des Partners werden Hinterbliebene krank, manche sterben sogar. Andere Hinterbliebene bleiben jedoch von vom "widowhood-Effekt" verschont. Ein Wissenschaftlerteam hat nun nachgewiesen, dass der Verteilung des Phänomens eine Genveränderung bei den Trauernden zu Grunde liegen könnte, teilt die Medizinische Hochschule Hannover in einer Aussendung mit. Die Studie wurde im Fachjournal „Brain, Behavior and Immunity" veröffentlicht.
Psychischer Stress, wie zum Beispiel das unvorbereitete Halten einer Rede vor großem Publikum, führt kurzzeitig zu erhöhten Markern im Blut, die Entzündungen im Körper anzeigen. Hält der Stress an, wie zum Beispiel bei Menschen, die einen schwerkranken Familienangehörigen pflegen, liegen diese Entzündungsmarker häufig dauerhaft erhöht vor. Dies kann in der Folge zu Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Das internationale Wissenschaftlerteam, bestehend aus deutschen und US-amerikanischen Forschern, konnte diese Reaktion des Immunsystems auf Stress nun erstmals auch für Trauer zeigen.
Erhöhte Entzündungswerte
An der Studie nahmen 64 Menschen teil, die durchschnittlich 73 Jahre alt waren. 36 von ihnen hatten ihren Partner in den vergangenen zwei Jahren durch den Tod verloren. Bei ihnen konnten die Forscher vermehrt IL-6 im Blut nachweisen - einen Stoff, der Entzündungen fördert. Doch in der genauen Analyse sahen sie, dass nur jeder zweite Trauernde diese Erhöhung des Entzündungswertes hatte.
Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass eine Veränderung des Gens IL-6 dies verursachte. "Die Genvariante im IL-6 Gen führt dazu, dass das Gen trotz Trauerstress nicht vermehrt abgelesen werden kann", erklärte Studienautor Christian Schultze-Florey. Die Trauernden ohne die schützende Genvariante zeigten hingegen deutlich erhöhte Entzündungswerte. Bei diesen Menschen sieht Schultze-Florey erhöhten Handlungsbedarf: "Insbesondere bei Trauernden mit einem Genotyp, der nicht vor den Folgen des Trauerstress auf das Immunsystem schützt, sollte das kardiovaskuläre Risiko regelmäßig kontrolliert werden. Für den Erhalt der Gesundheit sind Maßnahmen denkbar, die Trauerstress reduzieren - zum Beispiel die Teilnahme an Selbsthilfegruppen zur Trauerverarbeitung oder bei Bedarf auch die Betreuung durch Seelsorger, Psychologen oder Psychotherapeuten", so Schultze-Florey. (red, derStandard, 25.6.2012)
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"Insbesondere bei Trauernden mit einem Genotyp, der nicht vor den Folgen des Trauerstress auf das Immunsystem schützt, sollte das kardiovaskuläre Risiko regelmäßig kontrolliert werden"
Und nun sollten also alle Trauernden zum Arzt rennen und sich auf Genotyp und Herz untersuchen lassen? sicher finden sich dabei andere "Probleme" wie hoher Blutdruck, Cholesterin, die sich mit Medikamenten behandeln lassen ...
Und, übrigens: Krebs ist eine der großen Folgen von Dauernegativstress bzw. Schock (1-11/2 Jahre zurückliegend). Dazu empfiehlt es sich, die Bücher von O.C. Simonton zu lesen ("Wieder gesund werden", "Auf dem Wege der Besserung").
OC Simonton starb 66jährig. Er hat es nur zu einer einzigen Publikation in peer-reviewed Journals gebracht (1981). Seine Thesen zur lebensverlängernden Wirkung von supportiver Gruppenpsychotherapie bei Krebs sollten Sie mal in jüngeren Studien überprüfen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17647221
und
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17385190
Ich finds toll wie Sie Sätze, die schon im Original keinen Sinn ergeben hernehmen und dann Ihren noch sinnloseren Quatsch drübergießen.
Leute, die sich zu oft erschrecken, kriegen also nach 18 Monaten vermehrt Krebs? Wie lang muss auf jemanden eingeprügelt werden bis man so was wirklich glaubt?
Tatsächlich kann eine schwere Krankheit als Folge eines Schocks auftreten; Simonton fand diesen genannten Zeitraum heraus. Bei 3 (!) Personen in meiner eigenen Familie, die alle an Krebs erkrankten und starben, ging so ein Schockzustand voraus.
"Schock" bedeutet: einen schweren emotionellen Schlag zu erleiden, ohne dass man in diesem Moment eine Hilfestellung hat. Ganz allein.
Wenn Sie so etwas nicht glauben, sollten Sie nicht polemisieren, sondern sich informieren.
"Emotionaler Stress". Die Verwendung des Wortes "Schock" ist immer ein klarer Hinweis drauf, dass man ahnungslos ist - was bei Ihnen ja nicht neu wäre.
Das ganze Konzept hat mit der Tumorentstehung übrigens absolut nichts zu tun.
"...Die Verwendung des Wortes "Schock" ist immer ein klarer Hinweis drauf, dass man ahnungslos ist ..."
mit verlaub! ahnungslos ist man vielleicht wenn man noch nie einen schock erlebt hat. sie?
wenn man eines tages (so wie jeden tag) von der arbeit heimkommt und den partner gibt es plötzlich nicht mehr. dann ist das sehrwohl ein schock.
ich helfe ihnen gerne weiter :o)
http://de.wikipedia.org/wiki/O._C... l_Simonton
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