Startschuss für eigene Anrainer-Parkplätze in Wien

25. Juni 2012, 13:39
  • Erkennbar sind die reservierten Stellplätze durch Halte- und Parkverbotsschilder.
    foto: apa/guenter r. artinger

    Erkennbar sind die reservierten Stellplätze durch Halte- und Parkverbotsschilder.

Projekt beginnt in den Bezirken Mariahilf, Neubau und Josefstadt - Pilotversuch vorerst für ein Jahr

Wien - Parkplatzsuchen ohne Ende trotz Parkpickerls: Das soll sich in den Wiener Bezirken Mariahilf, Neubau und Josefstadt ändern. Der Startschuss für dieses Vorhaben fiel am Montag mittels des Pilotprojekts "Parkplätze für Anrainer" durch Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Ziel sei es, die Stellplatzsituation in den zentralen Lagen für die Bezirksbewohner spürbar zu verbessern, hieß es. Für diese werden nun pro Bezirk rund zehn Prozent der Parkflächen durch eigene Verkehrsschilder reserviert.

"Gerade in Gegenden in der Nähe von Theatern oder anderen großen Veranstaltungsstätten sind Anrainer sehr leidgeplagt, vor allem abends einen Parkplatz zu finden", erklärte Vassilakou. Gemeinsam mit den Bezirksvorstehern des sechsten, siebenten und achten Gemeindebezirks habe man daher in den vergangenen Wochen eine Lösung ausgearbeitet, die sich nun im Pilotversuch wiederfinde.

Halte- und Parkverbotsschilder

Das Projekt sei zunächst in den drei Gemeindebezirken auf besonders stark frequentierte Gebiete, die zuvor von der Magistratsabteilung MA 65 für Verkehrsangelegenheiten erhoben wurden, auf die Dauer eines Jahres beschränkt: "Gegen Ende dieser Laufzeit werden wir evaluieren, ob sich die Parkplatzsituation für die Anrainer verbessert hat. Wenn es sich bewährt, dann werden wir auch auf andere Bezirke ausdehnen", kündigte die Verkehrsstadträtin an.

Erkennbar sind die reservierten Stellplätze durch Halte- und Parkverbotsschilder: Durch eine Zusatztafel werden Anrainer des jeweiligen Bezirks (sowie behinderte Menschen, Anm.) von dieser Regelung ausgenommen. Wobei Anrainer konkret bedeutet, dass diese im Besitz eines Parkpickerls sein müssen, also einer Ausnahmeregelung für die flächendeckende Kurzparkzone.

Strafe trotz Kurzparkscheins

In Mariahilf stehen zum Beispiel 60 Parkplätze rund um das Raimundtheater nur mehr für die Bezirksbewohner zur Verfügung. Im benachbarten Neubau ist vor allem das Gebiet rund um den Spittelberg betroffen. In der Josefstadt befinden sich die meisten Anrainerparkplätze in der Lammgasse, Lange Gasse und Piaristengasse aufgrund der Nähe zum dortigen Theater.

Wer künftig ohne entsprechendes Parkpickerl in einer solchen Zone parkt, zahlt Strafe - auch wenn ein Kurzparkschein korrekt ausgefüllt wurde. Zudem werden auch für Motorräder eigene Abstellplätze geschaffen, hieß es. So soll beispielsweise im Bereich der Strohmayergasse 11 im sechsten Bezirk auf einer Länge von 15 Metern eine solche Parkzone entstehen. (APA, 25.6.2012)

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Parkplätze verhindern den Lückenschluss:
http://alturl.com/yoc67

Dabei gibt es jede Menge freie Parkplätze in Parkgaragen. Steuergelder wurden verwendet, um diese zu bauen. Nützen tut sie kaum ein Autofahrer!!!

warum nicht mit der person statt dem KFZ verbinden?

ausweis-chip mit holo, wie parkschein zu deponieren.
pro wohnadresse nur ein ausweis. familien mit 2 autos müssen sich garage leisten.

andererseits:
mehrfachadressen sind zu gestatten, zb wochenendhaus, oder pendler mit stadtwohnung. unternehmer mit filialen, die sie bereisen müssen. in dem fall steht das auto ja nicht 3x herum sondern abwechselnd.

die hobbits wirken gar nicht so zwanghaft...

...im gegensatz zu ihnen... abweichende selbst und fremdwahrnehmung ist selten ein gutes zeichen....

Hinweis für NÖ

ohne Kennzeichen nach Wien fahren und hier ohne Papiere um Asyl ansuchen.
Zumindest bis zum Verwaltungsgerichs-Urteil wird man ein Aufenthaltsrecht mit kostenlosen Parkpickerl bekommen - VON DEN GRÜNEN

haha fail ;)

Wobei Anrainer konkret bedeutet, dass diese im Besitz eines Parkpickerls sein müssen, also einer Ausnahmeregelung für die flächendeckende Kurzparkzone

'
Der Witz an dieser ganzen Anrainerregelung ist ja, dass man dafür ein eigenes Auto benötigt.

Wenn man wie wir aufs eigene Kfz verzichtet und nur bei Bedarf ein Auto mietet, hat man keine Chance auf ein Parkpickerl und darf den ganzen Tag vor der eigenen Haustür Parkgebühren berappen! Und muss mit der neuen Regelung noch dazu mit weniger Stellplätzen auskommen.

Mit car2go zahlen sie keine Parkgebühren.
Wie es mit den anderen Car Sharing Firmen funktioniert, weiß ich nicht.

ad Motorräder...

na ich bin gespannt welche Ideen da noch kommen werden nachdem man keine Parkscheine befestigen kann...

- Pauschal Parkpickerl fürs Motorrad ?
- eigene Parkzonen, alles außerhalb dieser Zonen wird bestraft ? (das könnte ja schon ein erster Test sein !?)

Fortsetzung folgt...

Das "Pickerl" der techn Überprüfung hat ja auch Platz am Motorradl - da findet sich schon einer fürs Parkpickerl.

Wär schon ziemlich angebracht,

in die technische Prüfung eine Lärmmessung der Antriebsgeräusche einzubeziehen und den Bikern echte Grenzen zu setzen. So aber rasen viele mit Überlautstärke gemeingefährlich durch Einbahnen und über Kreuzungen und überholen rechts und links in den Busspuren und niemand will offenbar dagegen etwas unternehmen. Hoffentlich versteht eine stadtbekannte ärztliche Direktorin etwas von HNO und denkt beim Biken gleich einmal live über krank machenden Verkehrslärm und den Begriff gesundheitsschädliche Emission in seiner vollen umweltrelevanten Bedeutung nach. Wär für eine Sozialdemokratin ja einmal ganz angebracht nach den vielen Jahren verfehlter Verkehrspolitik in Wien.

wiener kennzeichen parken in ganz wien umsonst, alle anderen müssen zahlen.
oder die lukrativere rotgrün-variante: alle wiener zahlen für ein parkpickerl welches in ganz wien gültig ist, alle anderen zahlen auch - nur das vierfache.

Eh und die Wiener zahlen in NÖ und Restösterreich auch das Vierfache. Schliesslich: Schuster bleib bei Deinen Leisten.....

wenn schon müssten alle außer die niederösterreicher das 4x zahlen. naja, wenn es dort eingeführt würde, wäre das eben so. aber eine pendler- und parkplatzproblematik gibts so nun mal nur in wien, und nicht in hintertupfing. von daher wird es wohl nichts werden mit ihrer revanche-gebühr für die wiener.

Ich hab´s...

Warum machen wir´s nicht alle so wie Fr. Vassilaku: Einfach einen Privatchauffeur nehmen und den im Kreis rumfahren lassen... ;-) Asso, moment mal, den müssten WIR ja selbst bezahlen... Doch keine gute Idee...

Und vor allem müssma dann immer ein paar Gassen gehen und heimlich einsteigen ;-).

Jetzt gibt es also bald eine Pickerlzone in der Pickerlzone

Ich habe gedacht das Parkpickerl ist das Allheilmittel gegen Parkplatznot? Das wollen uns zumindest die GRÜNEN Parkpickerlfanatiker weismachen. Bevor die nächste grosse Abkassieraktion anläuft schafft man jetzt also Anrainerparkplätze. Nachdem dann niemand Ausswärtiger mehr parken kann frage ich mich was in Zukunft Handwerker, Lieferdienste in den betroffenen Grätzeln machen werden. Sollen die dann alles zu Fuss zu den Kunden tragen? Da werden die Anrainer dann aber gewaltige Wegzeitkosten für Ihren Installateur, Maurer, Spengler zu tragen haben. Na ob das durchdacht und überlegt ist???

Es gibt auch Spengler, Installateure, etc. in den jeweiligen Bezirken.

So ein Spengler kann bald nur mehr Kunden in seiner Gasse versorgen.....

Da werden aber nicht mehr viele Kunden übrigbleiben, das wird den Konkurs von manchen Handwerkerbetrieben bedeuten, wenn man seine Dienstleistung nur mehr im Grätzel anbieten kann. Ob diese Verkehrspolitik zielführend ist waage ich zu bezweifeln. Das Leben besteht laut Ansicht der GRÜNEN nur aus Spazierengehen, Flanieren , Chillen auf autolosen Strassen. Das Menschen schnell zur Arbeit kommen müssen, dass man Kinder zur Schule bringen muss, dass man einen Familieneinkauf zu erledigen hat, seine kranke Mutter ins Spital führt u.s.w. spielt im Denken der GRÜNEN keine Rolle. Nur die Allerwenigsten fahren zum Spass mit dem PKW, schon gar nicht bei den Benzinpreisen!

Wenn das so weitergeht hat zwar jeder Haushalt einen Parkplatz

Aber niemand kann sein Auto dann auch nur mehr einen Meter bewegen, weil er nirgendwo anders mehr parken kann. Da die Menschen keine Pflanzen sind, welche alle Bedürfnisse an einem Platz abdecken, wird es immer Mobilität geben müssen. In eingeschränkter Form auch für PKWs. Es ist auf Dauer nicht möglich eine Stadt komplett von aussen abzuschotten. Auch als Anrainer will man ja mal sein Grätzel verlassen und mal woanders hinfahren.

"... Zudem werden auch für Motorräder eigene Abstellplätze geschaffen ..."

Es geht schon los. Wie ich immer schon sagte; es ist nur eine Frage der Zeit, bis man auch für Mopeds - in welcher Form auch immer - zahlen muss.
Das kommt sicher irgendwann. Jede Wette.

klar beim Abkassieren

ist ROT-GRÜN wahrlich meisterlich ...

Man muss schon erwähnen, dass Wien mittlerweile eine teure und versiffte Stadt geworden ist.

Sorry an alle Romantiker, aber mit Vienna gehts bergab ...

teuer - ja, im vergleich zu früher. aber billig in vergleich zu anderen (richtigen?) metropolen.
versifft - weiß ja nicht wo sie zugegen sind, aber ich finde ganz im gegenteil wird vieles schöner und ansehnlicher. oft geht die alte romantik verloren, aber romantik die nur vom siff lebt, muss ja auch nicht unbedingt sein. wenn man das will, soll man nach italien fahren, dann freut man sich wieder über wien.

Anrainer-Parkplätze

Das ist etwas total xenophobes.
Was haben die Grünen eigentlich gegen "Auswärtige"?

Sollte denen nicht die Brickner ins Gewissen reden?

Oder die Grünen gegen sich selbst protestieren?
Mit einer Menschenkette ums Ratshaus oder einer Lichterkette?

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