Startschuss für eigene Anrainer-Parkplätze in Wien

  • Erkennbar sind die reservierten Stellplätze durch Halte- und Parkverbotsschilder.
    foto: apa/guenter r. artinger

    Erkennbar sind die reservierten Stellplätze durch Halte- und Parkverbotsschilder.

Projekt beginnt in den Bezirken Mariahilf, Neubau und Josefstadt - Pilotversuch vorerst für ein Jahr

Wien - Parkplatzsuchen ohne Ende trotz Parkpickerls: Das soll sich in den Wiener Bezirken Mariahilf, Neubau und Josefstadt ändern. Der Startschuss für dieses Vorhaben fiel am Montag mittels des Pilotprojekts "Parkplätze für Anrainer" durch Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Ziel sei es, die Stellplatzsituation in den zentralen Lagen für die Bezirksbewohner spürbar zu verbessern, hieß es. Für diese werden nun pro Bezirk rund zehn Prozent der Parkflächen durch eigene Verkehrsschilder reserviert.

"Gerade in Gegenden in der Nähe von Theatern oder anderen großen Veranstaltungsstätten sind Anrainer sehr leidgeplagt, vor allem abends einen Parkplatz zu finden", erklärte Vassilakou. Gemeinsam mit den Bezirksvorstehern des sechsten, siebenten und achten Gemeindebezirks habe man daher in den vergangenen Wochen eine Lösung ausgearbeitet, die sich nun im Pilotversuch wiederfinde.

Halte- und Parkverbotsschilder

Das Projekt sei zunächst in den drei Gemeindebezirken auf besonders stark frequentierte Gebiete, die zuvor von der Magistratsabteilung MA 65 für Verkehrsangelegenheiten erhoben wurden, auf die Dauer eines Jahres beschränkt: "Gegen Ende dieser Laufzeit werden wir evaluieren, ob sich die Parkplatzsituation für die Anrainer verbessert hat. Wenn es sich bewährt, dann werden wir auch auf andere Bezirke ausdehnen", kündigte die Verkehrsstadträtin an.

Erkennbar sind die reservierten Stellplätze durch Halte- und Parkverbotsschilder: Durch eine Zusatztafel werden Anrainer des jeweiligen Bezirks (sowie behinderte Menschen, Anm.) von dieser Regelung ausgenommen. Wobei Anrainer konkret bedeutet, dass diese im Besitz eines Parkpickerls sein müssen, also einer Ausnahmeregelung für die flächendeckende Kurzparkzone.

Strafe trotz Kurzparkscheins

In Mariahilf stehen zum Beispiel 60 Parkplätze rund um das Raimundtheater nur mehr für die Bezirksbewohner zur Verfügung. Im benachbarten Neubau ist vor allem das Gebiet rund um den Spittelberg betroffen. In der Josefstadt befinden sich die meisten Anrainerparkplätze in der Lammgasse, Lange Gasse und Piaristengasse aufgrund der Nähe zum dortigen Theater.

Wer künftig ohne entsprechendes Parkpickerl in einer solchen Zone parkt, zahlt Strafe - auch wenn ein Kurzparkschein korrekt ausgefüllt wurde. Zudem werden auch für Motorräder eigene Abstellplätze geschaffen, hieß es. So soll beispielsweise im Bereich der Strohmayergasse 11 im sechsten Bezirk auf einer Länge von 15 Metern eine solche Parkzone entstehen. (APA, 25.6.2012)

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