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Der Helm schützt. Nicht nur Kinder.
Wenn H. ihren Helm anschaut, ist die Frage, ob sie in Zukunft unbehelmt radeln wird, beantwortet: Nur ein bisserl Lack sei abgeschabt, erzählt die STANDARD-Redakteurin - und schaudert. Denn eine geprellte Schulter, Hämatome an Knöcheln, Unterschenkeln und Knien und eine leichte Gehirnerschütterung lassen kaum Zweifel, wie wohl (zumindest) ihre Kopfhaut aussähe, wenn ... und so weiter.
Dabei firmiert das, was H.s Rad vergangenen Freitag schrottete, ohnehin unter "glimpflich": eine Standardsituation. In die kann jeder geraten - egal, wie gut man fährt oder zu fahren glaubt.
H. war auf einer Vorrangstraße im 14. Bezirk unterwegs und wurde von einem Abbiegenden Pkw abgeschossen. Ziemlich frontal. Der Autofahrer versuchte keine Sekunde, ihr die Schuld zu geben: "Er stand zitternd da, war totenblass und hat immer nur gestammelt: 'Ich hab sie einfach übersehen.'" Ein Fehler eben. Menschen machen Fehler.
Die Folgen der Fehler anderer, betonte die "sehr fürsorgliche" Polizistin, die sich um H. kümmerte, bis die Rettung kam, kann nur die richtige Ausrüstung reduzieren helfen: "Sie sagte nur: 'Ah super, Sie haben einen Helm getragen.' Ich glaube, das war für sie auch ein Indiz dafür, dass ich keine bin, die sich Vorrang durch Frechheit erzwingt."
Das ist nicht selbstverständlich: Noch auf dem Boden liegend hörte H. nämlich die Expertise einer erst später dazugekommenen Parkraumüberwacherin der Stadt Wien. Als Amtsperson verkündete diese umgehend und lautstark, was Sache war. Und ist: "Immer des Gleiche mit die Radfahrer - die schauen einfach nie." (Thomas Rottenberg, DER STANDARD, 22.6.2012)
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gut, dass der jungen frau nichts viel passiert ist.
den helm allzu lautstark dafür zu preisen, halte ich für leicht verfehlt.
ich fahre täglich auf dem radweg argentinierstraße in die arbeit - die leichtfertigen raser, die auch an den unübersichtlichsten stellen im vertrauen auf ihren vorrang dahinrasen, als ob es kein morgen und keine autos gäbe, tragen zu 80% helme...
Unsere Politiker sind Transitgeil.Anstatt sich von der Fahrradnation diese billigen Tricks abzuschauen machen wir alles den Deutschen und den Amerikanern nach .Es gibt wirklich kein Land in der Eu, dass so darauf bedacht ist alles schlechte zu Übernehmen und alles Gute zu ignortieren . Wir bauen Bahnhöfe statt der Linie aus . Wir bauen Autobahnen für die LKW s aus die die Schweiz umfahren. Bekommen tun wir allerdings nichts dafür ausser Abgase Lärm und hohe Steuren den Bezahlen tun dies die Österreicher. Jeden Tag kommen mir Autofahrer am Radweg entgegen weil sie sich nicht den Spiegel an einem Parkenden Auto aufkratzen wollen denn da wird ja der Radfahrer vorher ausweichen.Österreich ist fahrrad unfreundlich und wird es immer bleiben
es wird gebaut, und die kreuzungen sind schwer einsehbar, was praktisch jeden tag zu gefährdungssituationen führt.
abgesehen davon müssen radfahrer grundätzlich auch bei radweg-vorrang auf straßenquerungen ihre geschwindigkeit anpassen.
jeder verantwortungsbewusste verkehrsteilnehmer sollte den vertrauensgrundsatz als das sehen, was er ist: eine verhaltensregel. absoluten schutz gewährt er jedenfalls nicht.
und radfahrer sollten sich bewusst sein, dass sie gegenüber autos sie schwächeren verkehrsteilnehmer sind.
Das "Übersehen" (und somit der Grund für den Unfall) wäre nicht passiert, wenn der Autofahrer damit gerechnet hätte, dass sowieso ein Radler daherkommt.
Ist quasi so wie bei Bahnübergängen: kommt selten was, passiert eher was.
Fahrradhelme sind eine (in Einzelfällen natürlich lebensrettende) Symptonbekämpfung.
Ich für meine Person lasse den Helm derzeit zu Hause - seit dem fahre ich wesentlich verhaltener.
Zuguterletzt, die Helmtragequote in der Fahrradhauptstadt herself:
http://2.bp.blogspot.com/-DFJ3ard9... h_hour.jpg
Ein Helm kann die Folgen von manchen Unfällen verringern, jedoch kein einziger Unfall verhindern. Es gibt keine seriöse Statistik, die die Schutzwirkung von Fahrradhelmen quantifiziert und es gibt sogar Hinweise dafür, dass der Helm zu einer riskanteren Fahrweise führt (Fachbegriff: Risikokompensation) und es somit kein Sicherheitsgewinn gibt.
http://www.argus.or.at/aktuell/j... elmpflicht
Eine Erhöhung der Sicherheit erfordert eine Tempoverringerung des motorisierten Verkehrs, bewußtseinsbildende Kampagnen und bessere Schulung, z.B. verpflichtende Einheiten von Radfahrstunden in der Führerscheinausbildung.
Der Tag mit dem die Helmpflicht für Radfahrer eingeführt wird, ist der Tag an dem ich mein Rad in die Garage stelle und mir für kurze Wege in der Stadt wieder ein Moped anschaffe - Zweitakt, damits auch gut duftet. Denn der Vorteil des Rades, die einfache und direkte Benutzung ohne viel Klimbim, wäre damit dahin. Mein Hirn schütze ich beim Radfahren übrigens nicht mit dem Helm, sondern ganz simpel dadurch, in dem ich es beim Fahren auch benutze - eine Übung die man halt schwer in eine Vorschrift pressen kann und für die breite Masse daher wegfällt.
... das ist schon ein Hammer. Die Autoren des Informationsblatts das Sie verlinkt haben, sprechen von einer Studie, die von einem 14% erhöhten Verletzungsrisiko mit Helm ausgeht. Dazu zitieren sie aus einem Bericht aus Norwegen. In dem gleichen Bericht werden im selben Kapitel drei Studie zitiert, die von gar keinen Unterschied bis zu einer Reduktion um 60% von schweren Verletzungen alles finden. Mit der gebotenen Kritik. Kein sterbens Wort darüber in dem Informationsblatt.
http://tinyurl.com/78fz3p2 (Seite 28)
Also ich trage meinen Helm weiter. Ganz freiwillig.
... also ich habe jetzt nur den Abstract geschafft. Dass die Pflicht zum Helm kontraproduktiv ist, glaube ich ja sofort. Aber Leuten zu sagen, Helmtragen sei gefährlich, das geht ein bisserl weit. Nicht umsonst sind die bei jeglichem Radsport Pflicht, oder?
Na ich werde mir das Kapitel darüber auch mal zu Gemüte führen.
am schwarzenbergplatz/wiener str. werd ich täglich '"übersehen" (im schrittempo), geht den fußgängern allerdings genauso, da kann man schon froh sein, wenn die abbieger in eine richtung schauen. irgendwie kapieren das die autofahrer dort nicht, daß der vorrang aus ist, wenn der grüne pfeil nach dem blinken ganz verschwindet ...
wären sie vielleicht sinnvoll. Das tun sie aber nicht, da sie nur bei einer bestimmten Unfallart (frontal in festen Gegenstand (Mauer, Laterne, Autoseite)), bei einer Aufprallgeschwindigkeit von max. 15-20 km/h etwas nutzen und auch nur dann, wenn man nicht zuerst mit Kinn oder Gesicht, sondern mit dem Schädeldach einschlägt.
So ergibt sich durch die Helme nur der Eindruck, Radfahren wäre gefährlich wie Motorrad-Fahren und daher müsste man sich mehr, als nur durch Umsicht und Rücksicht und Aufmerksamkeit, schützen.
lg
Dimple, Radfahrer im Strassenverkehr seit 1985
Bin ich da in eine 30 Jahre alte Gurten-Diskussion geraten, nur mit dem Wort "Gurt" gegen das Wort "Helm" ausgetauscht?
Liebe "Ich bin zu cool/faul/gut für einen Radhelm"-Radfahrer: wenn ihr keinen Helm tragen wollt, dann setzt auch keinen auf, aber spart euch eure pseudowissenschaftlichen Argumente a la "ich brauch keinen Helm, denn ich fahre vorausschauend" (macht das der Autofahrer, der dich abschießt auch?.
Fakt ist, dass der Helm den Kopf schützt, alles andere ist eine individuelle Entscheidung. Ich für meinen Teil würde gerade im dichten Verkehr nie darauf verzichten.
Ja klar ist vorausschauendes Fahren wichtig aber im Stadtverkehr gibt es genug Situationen in denen man ohne die Möglichkeit einer Einflussnahme in eine Situation kommt in welcher der Helm das Leben rettet (Kopfverletzungen im Schwimmbad sind wohl selten tödlich). Es geht ja um Fahren in der Stadt und nicht auf der Donaulände.
Ohne Helm wäre ich wohl ein Pflegefall... (und ich bin eine sehr geübte und vorausschauende Fahrerin)
Und was ist das große Problem einen Helm zu tragen?
Uncool: Geh bitte wir sind nicht mehr in der Schule und angeblich sind wir alle so reife Erwachsene. Unpraktisch: Man kann ihn am Fahrrad nachher anschließen und beim Fahren stört er auch nicht (ist mehr Gewohnheitssache). Dient im Sommer sogar als Sonnenschutz.
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