Drei Millionen Besucher am Donauinselfest

  • Trotz Wolkenbruch am Sonntagabend fällt die Wetterbilanz für das 29. Wiener Donauinselfest positiv aus.
    foto: apa/georg hochmuth

    Trotz Wolkenbruch am Sonntagabend fällt die Wetterbilanz für das 29. Wiener Donauinselfest positiv aus.

Sonntag mit 1,2 Mio. Besuchern stärkster Tag - Wolkenbruch am Abend: Auftritt der Stereo MCs nach zwei Songs abgebrochen

Wien - Am Schluss wäre es fast noch hektisch geworden: Der Aufzug einer Schlechtwetterfront hat am Sonntagabend für ein nicht ganz planmäßiges Ende des 29. Wiener Donauinselfests gesorgt. Gewittrige Regenschauer sorgten für eine kurzfristige Unterbrechung des Programms und einige Absagen. So wurde der Auftritt der Stereo MCs, des Headliners auf der FM4-Bühne, schließlich abgebrochen. Sie spielten nur zwei Songs. Trotzdem: Die Veranstalter zogen angesichts von drei Millionen Besuchern zufrieden Bilanz.

1,2 Millionen Besucher am Sonntag

Der stärkste Tag war heuer - was eher unüblich ist - der Sonntag. 1,2 Mio. Menschen kamen am dritten und letzten Tag auf die Insel. Am Freitag waren es 800.000, am Samstag wurden eine Million Besucher gezählt. Auch wenn das Finale verregnet war, herrschte während der Megaparty heuer insgesamt perfektes Wetter, meist hochsommerlich, aber nicht extrem heiß.

Der Besuchermagnet am Sonntag hieß eindeutig The Boss Hoss. Die schrägen Berliner Countryrocker begeisterten Zehntausende auf der großen Festbühne. Auch die danach dort auftretenden finnischen Chartstürmer Sunrise Avenue sorgten für Stimmung. Als nächster Programmpunkt kam der große Regen. Der Gig der Inselfest-Stammgäste Silbermond auf der Festbühne fand aber trotz der unerfreulichen Witterung statt.

Wetterumschwung ohne gröbere Zwischenfälle

"Ihr seid der Wahnsinn", lobte Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß das Publikum, das zu einem beträchtlichen Teil ausgeharrt hatte. Und sie versprach: "Wir machen euch wieder trocken." Insgesamt nahmen die Festgäste den Wind und die Nässe relativ gelassen, auch wenn so manche die vorzeitige Heimreise antraten. Gröbere Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.

Verfrüht verabschieden mussten sich jedenfalls jene, die vor der FM4-Bühne ausgeharrt hatten. Das Gastspiel von Ja, Panik verlief noch reibungslos. Die britische Kult-Band Stereo MCs musste angesichts der äußeren Bedingungen jedoch nach nur zwei Nummern aufgeben. Kleiner Lichtblick für Fans: Der Klassiker "Connected" war einer der beiden Songs.

Ohne Wettersorgen, weil schon früher auf den diversen Bühnen gebucht, waren unter anderen der Schlager-Weltstar Tony Christie, Nik P. und der deutsche Sänger und Songwriter Tim Bendzko.

Planungen für "Jubiläumsfest" 2013 beginnen

Nun beginnen die Planungen für das große Jubiläum im kommenden Jahr. Laut dem Veranstalter, der Wiener SPÖ, wird im Sommer eine Arbeitsgruppe tagen und ein Konzept entwerfen. Landesparteisekretär Christian Deutsch versprach im APA-Interview: "Wir werden uns für das 30. Fest etwas Besonderes einfallen lassen."

Details gibt es noch nicht - allerdings stellte Deutsch klar, dass eine Tradition eher nicht wiederbelebt wird: Das große Feuerwerk, das früher am Samstag die Massen anlockte, wird es auch zum Geburtstagsfest wohl nicht wieder geben. (APA, 25.6.2012)

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