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In Japan tritt mit 1. Oktober ein besonders scharfes Gesetz gegen den Download urheberrechtlich geschützter Musik und Filme in Kraft. Filesharern droht bei einer Verurteilung eine Geldstrafe von umgerechnet bis zu 20.000 Euro (zwei Millionen Yen) oder zwei Jahre Gefängnis, berichtet die Japan Times.
Illegal seit 2010
Laut dem Bericht ist der Download geschützter Inhalte in Japan bereits seit 2010 illegal. Das neue Gesetz sieht jedoch vor, dass ein Vergehen nicht mehr nur mit einer Zivilklage geahndet wird. Noch schärfer wird gegen das Verbreiten von Musik und Filmen vorgegangen. Hier drohen Nutzern schon seit langem noch höhere Geldstrafen und Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.
Kriminalisierung Jugendlicher befürchtet
Kritiker befürchten nun die Kriminalisierung einer breiten Masse, vor allem aber jugendlicher Internet-Nutzer. Im Gesetzestext heißt es laut Bericht, dass nur Nutzer zur Rechenschaft gezogen werden sollen, die sich "der Illegalität der Kopie bewusst sind". Gegner kritisieren jedoch, dass das kaum objektiv zu beurteilen sei und Willkür Tür und Tor offen lasse.
Gesetzesentwurf abgeändert
Ursprünglich seien im Gesetzesantwurf keine näheren Angaben zum Strafmaß geregelt gewesen. Doch auf Antrag der oppositionellen Partei LDP sei der Entwurf nochmals abgeändert worden. Auch die japanische Content-Lobby RIAJ hatte härter Strafe gefordert. Das Gesetz wurde am 20. Juni vom Oberhaus verabschiedet. Das japanische Unterhaus hatte bereits in der Woche davor zugestimmt. (red, derStandard.at, 24.6.2012)
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Online-Piraterie hat weniger Auswirkungen auf Absätze als von der Musikindustrie vermutet wird
Also kann man sich für 10 Jahre aussuchen:
1xMusik zum testhören runterladen
oder
1xEinem Musikindustrielobbyisten den rechten Arm mit einer stumpfen Säge absägen.
Die Strafe ist in beiden Fällen dieselbe, aber im zweiten Fall tut man der Welt einen riesigen Gefallen.
Wofür ich mich entscheiden würde bei der Strafandrohung, ist wohl klar.
Vielleicht hilft Ihnen diese Herangehensweise ;-)
( www.youtube.com/watch?v=leJd3XXb7GE )
The IT Crowd Piracy Ad:
http://www.youtube.com/watch?v=xuxO6CZptck
;)
wo man in Ö nicht mal weiss ob das strafbar ist
"Gunter Nitsche (Urheberrechtsexperte der Universität Graz): Es gibt da zwei Ebenen: das Urheberrecht und das Eigentumsrecht. Urheberrechtlich wäre das eine erlaubte Kopie, wenn sie lediglich für private Zwecke gemacht wurde. Die CD liegt im Geschäft auf und kann dort probegehört werden, das wäre dann eine öffentliche Vorführung, die man aufzeichnen darf."
http://www.kleinezeitung.at/nachricht... iert.story
Oder finden Sie es fair, bei jedem neuen Medienformat nochmal dazuzahlen zu müssen?
Ich meine, wenn ich einen Film auf DVD erwerbe, sollte ich nicht eine Blu-Ray umsonst (bzw. für den Preis des Materials) bekommen dürfen, oder muss ich "nochmals die Rechte abgelten"? Warum soll ich eine DVD aus den USA nicht hier abspielen dürfen? (Ein BUCH aus den USA kann ich hier ja auch LESEN.)
Diese Mafia macht Widerstand zur Pflicht!
Die Contentindustrie macht ihnen ein Angebot: 1 DVD, die Sie in der entsprechenden Region abspielen können - und nicht mehr. Wenn Sie damit nicht zufrieden sind, müssen Sie das Angebot nicht annehmen. Punkt.
Dass das extremst kundenunfreundlich (= saudeppert) von der Contentindustrie ist, steht natürlich ausser Zweifel. Aber daraus eine Pflicht auf Widerstand abzuleiten ist zu weit hergeholt.
Die Contentindustrie nimmt mir reales Geld weg, wenn ich mir eine HD kaufe. Die Contentindustrie nimmt mir reales Geld weg, wenn ich Rohlinge kaufe, mit der Annahme ich speichere Musik oder Filme darauf.
Ich nehme der Contentindustrie virtuelles Geld weg, indem ich Musik/Filme downloade, aber eh nicht anhöre/ansehe.
Die dürfen mir aber in die Tasche greifen, ich werde bestraft wenn ich ähnliches unter umgekehrten Vorzeichen mache!
ich verteidige keineswegs die Methoden der CI. Und die Sache mit der Rohling- und HD-Abgabe ist schlichtweg eine ganz besondere Sauerei, da geb ich Ihnen uneingeschränkt Recht.
Was ich aber auch kritisiere ist die Haltung der Downloader, denen quasi jedwede Rechtfertigung recht ist, egal wie absurd, um nur ja nichts/wenig zahlen zu müssen. Da treffen zwei unvereinbare Extremansichten aufeinander.
Und genau das kritisiere ich. Und an den zT heftigen Reaktionen sieht man, daß hier zumindest ein Wunder Punkt bei der Downloadcommunity getroffen wurde...
;-)
Entweder sie beschafft mir das Zeug auf "MEINE" Weise zu FAIREN Preisen...
... oder ich beschaffe es mir eben anders, wenn das Eine oder das Andere nicht erfüllt wird. Ich habe nicht die Verpflichtung, entweder mein ganzes Geld auf bescheuertste Weise einem Oligopol einzustecken, oder am kulturellen Leben nicht teilzunehmen; ich darf dagegen ebenso "unfair" ankämpfen, wie das mir gemachte Angebot unfair ist.
Das ist übrigens auch die Realität, die wir hier alle sehen.
Der Grund ist die faktische Souverenität: "Die Industrie" kann ihr Angebot, wie Sie es nennen, nicht durchsetzen. Das Volk - schon. Nicht einmal Japan wird durch Masseneinsperren von Jugendlichen eine Revolution auch riskieren - denn jedem solchen verderben sie die Zukunft.
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