Schmied: Investiere auch in AHS-Standorte

24. Juni 2012, 14:14
  • Schmied will "Zuversicht" in die Bildungsdebatte bringen
    foto: apa/techt

    Schmied will "Zuversicht" in die Bildungsdebatte bringen

Politisches Ziel bleibt gemeinsame ganztägige Schule - Dienstrechtsverhandlungen könnten intensiver sein

Wien - Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) betonte am Sonntag in der ORF-"Pressestunde", auch in AHS-Standorte zu investieren. 1,2 Milliarden Euro gingen in die AHS-Standorte, über 850 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung und auch von Projekten wie kleinere Klassen oder schulische Tagesbetreueung würden die AHS profitieren, sagte die Ministerin, die Anfang Mai noch betont hatte, "nicht in den Ausbau von AHS-Standorten zu investieren" und zusätzliche Gelder in den Ausbau der Neuen Mittelschule (NMS) zu stecken. Gleichzeitig machte Schmied klar, dass ihr "politisches Ziel die gemeinsame ganztägige Schule der Zehn- bis 14-Jährigen", das aber "derzeit nicht realisierbar ist", die NMS sei aber ein "Meilenstein". Kritik setzte es von der Opposition.

Nicht erschöpft

Bildung sei klarer Schwerpunkt in der Bundesregierung und im Budget, und "wir müssen Schritt für Schritt für Schritt weiterarbeiten, mit viel Engagement", sagte Schmied. Erschöpft sei sie nicht, und sie hoffe, dass es gelinge, "ein Stück Zuversicht in die Debatte zu bringen". Mit ihrem Verhandlungspartner in der Koalition, ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon, verbindet Schmied "mittlerweile eine Freundschaft, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit".

Zentralmatura "erstklassig vorbereitet"

Die Zentralmatura bezeichnete sie trotz der Verschiebung um ein Jahr als "erstklassig vorbereitet". Dass sie "von den Kommentatoren nicht gefeiert wird", sei ihr zum Zeitpunkt der Entscheidung für die Verschiebung bewusst gewesen, "es war uns wichtiger, die Beteiligten mit an Bord zu haben". Wenn das eine Jahr zusätzliche Vorbereitung helfe, dass das Projekt in die Klassenzimmer komme, "war es eine richtige Entscheidung, auch wenn sie mir keine Lorbeeren gebracht hat."

Die derzeit laufenden Verhandlungen für ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrer - morgen, Montag, ist die nächste Verhandlungsrunde - könnten aus Schmieds Sicht "noch intensiver sein". Wichtig ist ihr, dass dies nicht ihr Projekt alleine, sondern ein Regierungsprojekt sei. Dass das Lebenseinkommen sinke, wie von Gewerkschaftsseite zu hören war, stimme nicht. Vielmehr werde es erhöht, "man muss das barwertmäßig bewerten".

Den immer wieder gehörten Satz, wenn das Lehrerdienstrecht nicht durchgeht, sei sie rücktrittsreif, sieht die Ministerin "entspannt, dann müsste ja die halbe Regierung zurücktreten". Wenn das Dienstrecht in dieser Legislaturperiode nicht verabschiedet werde, "dann ist ein Regierungsprojekt nicht ins Ziel gekommen".

Parteipolitik aus Schule verbannen

Die Parteipolitik will Schmied aus der Schule verbannen. Derzeit sei diese aber durchaus noch Praxis, "schauen sie sich an, wie die Kollegien beim Landes- und Stadtschulrat besetzt sind". Nachdem die Parteien bereits im Gesetzwerdungsprozess beteiligt seien, brauche es keine doppelte parteipolitische Betrachtung. "Daher würde ich die Gremien umumgestalten, ich würde Schulpartner hineinnehmen und die Schulaufsicht, all die die Verantwortung haben."

Von der Opposition kam Kritik. Das BZÖ will Schmied den Titel "Master of Desaster" verleihen, denn im Bildungsbereich herrsche "das blanke Chaos". Bündniskoordinator Markus Fauland erklärte in einer Aussendung: "Schmied ist leider vom Ankündigungsriesen zum Umsetzungszwerg geschrumpft." Auch die Grünen forderten: "Genug der Worte, wir wollen Taten sehen." Bildungssprecher Harald Walser meinte, vom angeblichen Ziel der Gesamtschule sei nichts zu erkennen und forderte eine "nationale Kraftanstrengung" für eine grundlegende Schulreform. "Peinliches Eigenlob" Schmieds sowie einen "galoppierenden Verfall des Bildungsniveaus" orten die Freiheitlichen. Auch für FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz ist eine Reform der Schulverwaltung und des Lehrerdienstrechts "seit langem überfällig". (APA, 24.6.2012)

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Parteipolitik aus Schule verbannen

Wenn jetzt auch noch die Ideologie rausfliegt könnte man wirklich weiterkommen. Ganztagsschulen machen für viele Schüler und Eltern viel Sinn, für andere dagegen überhaupt nicht.
Kinder haben unterschiedliche Leistungsbereitschaft, -möglichkeiten und Interessen. Alle in einen Schultyp zu stecken ist realitätsfern. Fleissige/begabte Schüler werden unterfordert, andere überfordert.
Ich verstehe nicht wieso Schmied völlig unfähig ist dies zu erkennen und zwanghaft versucht ihre Ideologie durchzusetzen. Nicht dass die ÖVP hier besser wäre.

die ministerin ist geschrumpft

jetzt reicht sie nicht einmal bis zur türklinke.

Kein Wort!

Oje. Die Möchtegern-Bankerin redet über Geld.
Mit den genannten Beträgen sind wir wieder einmal in der Kommunalkredit-Liga.

Aber warum glaube ich dieser Dame bloß kein Wort?

Liegt es an gefälschten Teststatistiken? Liegt es daran, dass man keinen Wert darauf legt Regionen und Schultypen zu vergleichen? Liegt es daran, dass es dennoch das ideologische Ziel ist den Gymnasien den Garaus zu machen? Hm.......

Wenn ich keine Ahnung hab, red ich auch immer den größten

Blödsinn in selbbewusster manier ...
(Nur ohne Permanent-Makeup, das hab ICH nicht nötig).

S. bringt nicht einmal die Verschiebung der Zentralmatura hin!

Die bringt ja nicht einmal die Verschiebung der Zentralmatura zusammen, geschweige denn eine Zentralmatura, die diesen Namen verdient.

Hoffentlich bleibt die AHS-Unterstufe erhalten, denn wo soll man seine Kinder hinschicken, wenn Schmied ihre "tollen" Reformen durchbringt?

Ins Ausland? In eine Privat-Eliteschule mit Internat?

Diese Frau ruiniert einfach alles!

"barwertmäßig bewerten"?

könnens mir das genau erklären, frau pleitebankerin?

1 € war 13,65 ö.S. wert vor 11 Jahren.

Wenn man heute einkaufen geht und erreicht ein Verhältnis von 1 zu 10 ist das schon Spitze.

13,7603 schilling = 1 euro

inflationsbedingter wertverlust seit einfuehrung ca. 20 %.

geht sich nicht aus!

80%, so schauts aus!

Und wenn bei den Dienstrechtsverhandlungen NICHTS weiter geht,

sollte man den Plan B andenken, der da wäre:

Unabhängig von den Befindlichkeiten DIESER Lehrergewerkschaft ein neues Dienstrecht erstellen, welches einerseits auf die geänderten Rahmenbedingungen eingeht und andererseits eine anständige Bezahlung zum Inhalt hat. Natürlich müssen auch attraktive Aufstiegsmöglichkeiten vorgesehen sein.

Die Neueintretenden haben dann auf jeden Fall diese neuen Regelungen und die derzeit im alten System werklen, können auf dieses System ohne Probleme umsteigen.

Sollten sie jedoch im alten System bleiben wollen, dann wird dort absofort für dieses Kandidaten das Gehaltssystem eingefroren incl. NullLohnerhöhungen und Vorrückungen.

Neben der schaumgeborenen Venus machen sich solche

suffgeborenen Postings reizlos aus.

Da können Sie gleich vorschlagen, diese Lehrer in den Keller zu sperren, bis sie "spuren".

Die Chancen, das durchzukriegen, sind ähnlich hoch.

Wir leben nicht in einer didi111-Diktatur, wo jeder, der völlig von seinen niedrigen Instinkten dominiert wird, seine perversen Träume ausleben kann.

Klingt sehr realistisch!

Und die Kommunalkredit

ist saniert...

Ist die Schmied eigentlich mit dem santa fe verwandt?
Das BGE bekommt sie ja schon ganz erfolgreich als Politikergehalt für keine Leistung..

Sie täuschen sich: die Kommunalkredit hat noch etwa 30Mia

faule Kredite im Keller, und ich rede NICHT von der Bad Bank.

Ohh sorry

/end sarcasm

Nix für ungut, natürlich ist mir bekannt, daß die Bank nicht saniert ist ;-)

Indoktrinierung und Nivellierung nach unten

Die ganztätige und gemeinsame Schule: Anders formuliert: Totale Indoktrinierung und Nivellierung nach unten. Marx, Lenin und Mao lassen grüßen!

Mal sehen wie viele Sozis ihre Kinder dann noch in (kath.) Privatschulen schicken, wie z. B. der Herr Dr. Androsch.

was haben bruno aigner, terezija stoisits, josef cap, gusenbauer etc.etc. gemeinsam? ihre kinder gehen bzw.gingen auf privatschulen (theresianum, lycee etc)eh okay, die eigenen kinder sollen's ja immer am besten haben. nur dann nicht bitte immer so scheinheilig die gemeinsame schule fordern.

In den anderen Schulen sitzen ja die Kinder des FPÖ-Pöbels. Davor muss man seine eigenen Sprösslinge ja schützen.

Das müssen Sie schon verstehen.

in Ö braucht es wirklich kein kabarett mehr.

einfach diesen text vorlesen und das programm ist fertig.

Also eine abgesegnete Reifeprüfungsverordnung gibt es noch immer nicht. Daher fehlen alle gesetzlichen Richtlinien für die Druchführung. Aktuell geht an alle AHS ein Schreiben, dass drei verschiedenen Modelle vorstellt, wie man im kommenden als Schulversuch maturieren darf.
Es ist nicht einmal die Verschiebung korrekt geplant. Und wie soll man ohne gestzliche Grundlage, komessionelle prüfungen durchführen?

Die Zentralmatura ist "erstklassig" vorbereitet?

Das entsprechende Gesetz zur Zentralmatura ist gerade ein paar Wochen alt, Durchführungsbestimmungen und konkrete Korrekturvorgaben fehlen immer noch, genau so wie adaptierte Lehrpläne und durchgängig existierende Schulbücher.
Und der ganze Spaß hätte in zwei Jahren beginnen sollen!
Wenn das "erstklassig" ist, wie muss dann erst "letztklassig" aussehen?

Fr. Schmied flunkert ganz schön in der Gegend herum....von erstklassiger Vorbereitung der Zentralmatura kann durchgehend keine Rede sein, und wenn man "barwertmäßig" berechnet, kommt sicher kein Gewinn heraus. Sie hat sich ja bisher strikt geweigert, das vorzuführen.

Und sie bewegt sich doch!

"Gleichzeitig machte Schmied klar, dass ihr "politisches Ziel die gemeinsame, ganztägige Schule der 10- bis 14-Jährigen", das aber "derzeit nicht realisierbar ist",
Solang viele Kinder nicht genügen deutsch können wird der Traum wohl einer bleiben.
Gleiche Chancen für Alle gibt es nur wenn genug Geld für Förderung da ist.
Durch das Hineinpressen aller Kinder in die gleiche Schule wird dieses Problem sicher nicht gelöst.

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