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Der Fußballfan ist nicht gern allein. Gern teilt er seine Leidenschaft und seine Leiden mit anderen. Entweder im Stadion oder vor dem Fernseher. Der Fokus des Fußballfans gilt dem Netz. Je mehr drin sind, umso besser. Und geht es nach US-Entrepreneur Mac Lackey, sollen die Fußballfans dieser Welt sich jetzt auch sozial vernetzen. Nicht irgendwie und irgendwo, sondern auf der von ihm erfundenen Plattform kyck.com.
Fußballnarr
In seiner Heimatstadt Charlotte, North Carolina, ist der 41-Jährige als Fußballnarr bekannt. Bis vor wenigen Jahren spielte er selbst noch bei den Charlotte Eagels mit. Hat der FC Barcelona ein Spiel, kann es vorkommen, dass er an diesem Tag im blau-roten Dress in seiner Firma erscheint. Hinter seinem Bürosessel hängt ein riesiges Poster mit einem Dutzend nackter jubelnder Fußballfans.
Handel mit Fanartikeln
Bereits vor einigen Jahren hatte Lackney die Rechte an der Domain kyck.com erworben. Nachdem er eine Millionen Dollar bei Investoren gesammelt hatte, kickte er dieses Frühjahr die Betaversion an. Soccer, die US-Bezeichnung für Fußball, sei eine der weltweit verbreitetsten Sportarten und boome derzeit in den USA, erzählte er dem Charlotte Business Journal.
Mischung aus Facebook und Pinterest
Das Strickmuster der Seite ist einfach und erinnert an eine Mischung aus Facebook und Pinterest. Derzeit nur auf Einladung (und in Englisch) werden Fans mit Neuigkeiten über die großen internationalen Fußballclubs versorgt. Sie können ihren Lieblingsspielern folgen, selbst Kommentare posten oder Fotos hochladen. Für mobile Nutzer gibt es eine iPhone-App.
Dass Kyck zu den vielen Plattformen gehören könnte, die im Laufe des Social-Media-Hypes kommen wie gehen, befürchtet der zweifache Familienvater und mehrfache Firmengründer nicht. Anders als die anderen habe er ein konkretes Geschäftsmodell zu bieten: Handel mit Fanartikeln. Nike könnte zum Beispiel hier Leiberln oder Schuhe verkaufen, schwebt Lackney vor. "Das ist mehr, als wenn Nike uns nur Geld für Werbung geben würde." Kyck habe das Zeug zur "hundred million dollar company", ist er überzeugt.
Verkauft
Einmal hatte der Unternehmer mit einer Fußballwebseite Glück: Die von ihm 1999 gegründete Plattform Internetsoccer.com verkaufte er 2001 für 15 Millionen Dollar. Kyck.com will er länger behalten. Doch davor muss er erst ein anderes Spiel gewinnen. Gegen ihn ist ein Verfahren anhängig. Ein früherer Geschäftspartner beschuldigt ihn, 400.000 Dollar von einem anderen gemeinsamen Investment für kyck.com abgesaugt zu haben. (Karin Tzschentke, 23.06. 2012)
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