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London - Fast 40 Jahre nach dem Bloody Friday in Nordirland wird es in Belfast zum historischen Handschlag zwischen Queen Elizabeth II. und einem führenden Vertreter der Widerstandsbewegung kommen. Martin McGuinness von der pro-irischen Partei Sinn Fein akzeptierte am Freitag eine Einladung der Königin. Damit trifft das britische Staatsoberhaupt bei einem Nordirland-Besuch nächste Woche erstmals offiziell mit einem Vertreter des früheren bewaffneten Widerstands zusammen. McGuinness ist inzwischen stellvertretender Ministerpräsident in Nordirland.
Seit 1994 herrscht in Nordirland ein Waffenstillstand, der allerdings immer wieder durchbrochen wird. 1998 gelang mit dem sogenannten Karfreitagsabkommen ein Friedensschluss. Zuvor hatten jahrzehntelang katholische Republikaner für eine Wiedervereinigung Nordirlands mit der Republik Irland in einem hasserfüllten Bürgerkrieg gegen pro-britischen Loyalisten gekämpft. Die Partei Sinn Fein galt damals als politischer Arm der Untergrundorganisation Irisch Republikanische Armee (IRA).
Boykott
Bisher hatten Sinn-Fein-Vertreter Zusammenkünfte mit Mitgliedern der königlichen Familie stets boykottiert. Obwohl die Einladung zu dem Treffen akzeptiert wurde, stehe Sinn Fein weiterhin für die Wiedervereinigung mit der Republik Irland, sagte Parteichef Gerry Adams am Freitag. Das Treffen werde für viele katholische Nordiren schwierig sein.
Im Nordirland-Konflikt tobte seit Ende der 1960er Jahre und wurde erst mit dem Karfreitagsabkommen beigelegt. Rund 4000 Menschen starben. Allein beim sogenannten Bloody Friday kamen bei 20 Bombenanschlägen neun Menschen ums Leben, 130 wurden verletzt. (APA, 22.6.2012)
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In einem Interview, das auf Info Nordirland in deutscher Übersetzung zur Verfügung steht, erläutert Sinn Fein Präsident Gerry Adams die Hintergründe:
http://www.info-nordirland.de/news/2012... _108_d.htm
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