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Darabos will die Krypta und den Weiheraum zu "würdigen Stätten des Totengedenkens" machen.
Wien - Für eine "radikale Erneuerung" des Heldendenkmals am Äußeren Burgtor in Wien plädiert der neue Kunstsenatspräsident Josef Winkler. Er sei "gegen kleine, halbherzige, symbolische Gesten" wie die Streichung einzelner Kriegsverbrecher aus den dort aufliegenden Totenbüchern. "Wenn, dann muss man das radikal machen", sagt der Schriftsteller, der vor wenigen Wochen Hans Hollein an der Spitze des aus 21 Staatspreisträgern gebildeten Kunstsenats abgelöst hat.
"Etwas Zeitgemäßes"
Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hatte angekündigt, dass Krypta und Weiheraum bis zum Nationalfeiertag am 26. Oktober Stätten des "würdigen Totengedenkens" an die Weltkriegsgefallenen werden, ohne Referenzen an Kriegsverbrecher und das Naziregime. "Ich habe das Gefühl, dass der Verteidigungsminister guten Willens ist", so Winkler. "Als Verteidigungsminister würde ich mir aber von Künstlern etwas Neues, Zeitgemäßes vorschlagen lassen."
Eine Öffnung des Denkmals des "toten Soldaten" zur Klärung der Behauptung des Bildhauers Wilhelm Frass, er habe im Jahr 1935 dort eine Hülse mit einer Nazihuldigungsschrift deponiert, halte er für unbedingt notwendig, sagt Winkler: "Ich bin absolut dafür, dass das gemacht wird." Man könne keine Kränze vor dem Denkmal niederlegen, solange dies nicht geklärt sei. Wenn man wirklich etwas fände, gelte nur eines: "Das Höllenpapier gehört weg!"
Deckel von Grabmal heben
Für die Untersuchung der Krypta werden bei der zuständigen Burghauptmannschaft unterdessen die Weichen gestellt. "Wir sind dabei, uns mögliche Methoden anbieten zu lassen", so Burghauptmann Reinhold Sahl. Wahrscheinlich werde man die Randsteine entfernen und den Deckel des Grabmals heben. Wenn dieser Vorgang "zerstörungsfrei möglich ist, dann stimmt das Bundesdenkmalamt zu", so der Wiener Landeskonservator Friedrich Dahm. Beide zeigten sich zuversichtlich, dass schon in wenigen Tagen eine Entscheidung über die Methode fällt und mit der Untersuchung begonnen werden kann.
Was das geplante Deserteursdenkmal angeht, gibt man sich dagegen sowohl bei der Burghauptmannschaft als auch beim BDA abwartend. Momentan sei dies noch "Sache der Stadt Wien", erklärte Sahl. Erst wenn eine Standortentscheidung gefallen ist, wird der entsprechende Eigentümer damit befasst. Und erst wenn mit diesem Einigkeit besteht, wird erneut das Bundesdenkmalamt eingeschaltet.
"Prominenter Platz"
Für den Standort des Deserteursdenkmals hält Josef Winkler den Heldenplatz für eine "gute Idee", denn "die Deserteure und Widerstandskämpfer waren auch Helden". Das Denkmal solle "auf jeden Fall auf einem prominenten und würdigen Platz stehen und nicht auf irgendeiner Verkehrsinsel". Für die Gestaltung des Deserteursdenkmals "sollte man einen Künstlerwettbewerb für etwas Schönes, Würdiges, hoch Künstlerisches ausschreiben".
Winkler hofft darauf, dass auch seine Kollegen im Kunstsenat dazu Ideen entwickeln werden. Das hochrangige Gremium, dessen Aufgabe darin besteht, die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit zu vertreten und öffentliche Stellen in wichtigen Fragen der Kunst zu beraten, soll Mitte Juli das nächste Mal zusammentreten. Neben Winkler sind derzeit Ilse Aichinger, Siegfried Anzinger, Christian L. Attersee, Joannis Avramidis, Günter Brus, Friedrich Cerha, HK Gruber, Georg Friedrich Haas, Peter Handke, Hans Hollein, Wilhelm Holzbauer, Brigitte Kowanz, Maria Lassnig, Friederike Mayröcker, Gustav Peichl, Walter Pichler, Wolf D. Prix, Arnulf Rainer, Gerhard Rühm und Kurt Schwertsik im Kunstsenat vertreten. (APA, 23.6.2012)
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Nein, ist er nicht.
Dieser Ort muss fachgerecht entsorgt werden, zusammen mit den Gespenstern drin.
Ceterum censeo: Sprengen, Klo draufbauen.
(Dann kann man das Heldengesocks legal anbrunzen und braucht das nicht mehr heimlich nächtens an der Mauer tun, welche diese denkmalgeschützte Ideologie behaust.)
Will man damit versuchen all die hunderttausenden wiener die damals am heldenplatz laut jubelten als AH wien besuchte aus der geschichte und den wochenschauen zu eliminieren ?
Lasst doch die toten ruhen, die aus dem leben unfreiwillig gerissen wurden.
Kriegsverbrecher ???? Das wort trifft doch eher auf die politiker zu, aber nicht auf den soldaten. Der hat seine pflicht getan, freiwillig oder unfreiwillig, denn es blieb ihm keine wahl.
Eine oeffnung der krypta ist fuer mich eine grabesschaendung und dient wahrlich nicht der aufarbeitung der vergangenheit sondern eher ein revanchistischer akt um stimmvieh zu sammeln.
nicht wie AH es getan haette wenn es opportun gewesen waere. man soll aber all diesen leuten sofern noch am leben, und all ihre soehne und toechter, daran erinnern dass sie und man damals dem falschen propheten gefolgt ist, und das die pauschal verurteilung von voelkern und religionen fuer fehler die man selber begannen hat falsch ist.
man soll ein denkmal errichten damit juengere und hoffentlich gescheitere generationen an menschen sich an diesen tag, diese stunden, diese zeit, und diesen irrtum erinnern damit sie diesen fehler nicht wiederholen muessen.
Der Soldat hat nur den Befehl des Offiziers ausgeführt, der Offizier hat nur den Befehlen des Generals gehorcht und der General nur denen des Generalstabst, der aber wiederum nur getan hat, was Hitler ihm befahl. Und der Dachte wiederum selbst, dass er nur eine historische Mission erfüllt, die ihm die Deutschen aufgetragen haben.
Alles nur eine unglückliche Verkettung von Befehlsketten, oder wie?
Der Soldat hat die Befehle des Offiziers ausgeführt, der Offizier hat den Befehlen des Generals gehorcht, der General denen des Generalstabs und dieser hat eben das tun müssen was Hitler ihnen anschaffte. Letztere konnte aber selbst nicht anders, weil er der Überzeugung war, er würde nur den Willen des deutschen Volkes vollziehen.
Und so war schließlich alles schrecklich, aber doch nur eine unglückliche Verstrickung der Befehlsketten.
"..dann muss man das radikal machen"
"Das Höllenpapier gehört weg!"
"..Deckel des Grabmals heben"
radikale spinner mit erhobenem zeigefinger & schaum vorm mund im kampf gegen die hoellenmaechte der vergangenheit.
nie vergessen! nie aufhoeren!
dem neuen Kunstsenatspräsidenten Josef Winkler zu seinem Engagement in Sachen "Verherrlichung des Hakenkreuzes in der Krypta des Burgtores". Hoffentlich
ordnet die Burghauptmannschaft nun die Suche nach dem "hochverräterischen Dokument" an, und veranlaßt dessen Entfernung, wie ich dies seit 50 Jahren fordere.
Vor 25 Jahren war die Burghauptmannschaft unwillig, und - zum Unterschied von Norbert Darabos, dem für seine Entschlossenheit Dank gebührt - hatte sich ÖVP-Verteidigungsminister Robert Lichal, mit dem ich damals sprach, ebenso wie ÖVP-Minister Robert Graf, zu dem die Burghauptmannschaft resortierte, nur abgeputzt, und die Sache nicht weiter verfolgt. Eine
Ausrede damals: das Kunstwerk könnte durch die Untersuchung Schaden nehmen.
Was spricht dagegen wenn man den Wisch da drinnen einfach verrotten lässt?
Oder geht so enorme Macht davon aus? ;)
Aber verstehe schon, der welt gehts im mom so gut das man sich UNBEDINGT mit solchen WICHTIGEN dingen beschäftigen muss....
Ist ja nicht so als wären wir grade in einer kommenden weltwirtschaftskrise...
Jahrelang hat sich niemand um diese Krypta gekuemmert, dann gibt es endlich ein Signal in die richtige Richtung und aus allen Loechern tauchen ploetzlich Besserwisser und ander Klugscheissser auf um der welt wissen zu lassen, das sie s eigentlich immer schon wussten, es besser koennten und ueberhaupt..... Alles auch immer mit der leichten bis schweren Tendenz, dem Darabos irgendwie eine reinzuwuergen.
Vertrottelt.
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