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Rom - Die vier stärksten Volkswirtschaften der Eurozone wollen mit einer Wachstumsinitiative der Schuldenkrise begegnen. Eine europäische Agenda soll dafür sorgen, Investitionen anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen. "Wir wünschen uns ein Paket von Maßnahmen für Wachstum in der Größenordnung von 130 Milliarden Euro", sagte Monti nach dem Treffen der vier Staats- und Regierungschefs. Einigkeit gibt es auch bei der Finanzsteuer. Bis zum EU-Gipfel nächster Woche soll die Basis für eine Lösung im kleinen Kreis stehen.
Gipfel nächste Woche entscheidend
Das Wachstumsprogramm in Höhe von 130 Milliarden Euro entspreche einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU, sagte Monti. Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien stimmten darin überein, dass die bisherigen Wachstumsmaßnahmen ungenügend seien. Budgetdisziplin alleine reiche nicht aus, um Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln.
Frankreichs Präsident Hollande erwartet beim EU-Gipfel am 28. und 29. Juni wichtige Weichenstellungen für ein Wachstumspaket und die weitere Integration Europas. "Der EU-Rat muss Fortschritte erzielen, um Vertrauen in die Eurozone und Europa wieder herzustellen", sagte Hollande.
Vierergipfel für Finanztransaktionssteuer
Die "Squadra Monti" will sich außerdem gemeinsam für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa einsetzen. Die Menschen in der EU hätten nach wie vor den Eindruck, die Krise sei mit der internationalen Finanzkrise gekommen. "Und die Finanzmärkte sind noch nicht hinreichend beteiligt", merkte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Treffen an.
Was Merkel anstrebt ist eine Lösung im kleinen Kreis. Die ist nötig, nachdem Pläne zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in der gesamten Europäischen Union vor dem Aus stehen. Österreichs Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) und ihr deutscher Kollege Wolfgang Schäuble (CDU) arbeiten nun federführend daran. Bis jetzt haben sich zehn Mitstreiter, darunter Frankreich, gefunden.
Der frischgebackene Chef der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, hält die aktuelle Zahl für zu gering, wie er dem STANDARD sagte.
Hoffen auf Finnland und Polen
Dezidiert für eine verstärkte Zusammenarbeit sprachen sich neben Österreich und Deutschland auch Belgien, Italien, Spanien, Portugal, Slowenien, Frankreich, Griechenland und Zypern aus. Positiv dazu stellten sich Finnland sowie teilweise auch Polen. Viele Staaten wollen eine weitere Diskussion, Rumänien und Schweden wandten sich entschieden gegen eine Finanztransaktionssteuer. Schwedens Finanzminister Anders Borg begründete seine Ablehnung so: "Eine Transaktionssteuer wird die Kosten für Kredite steigern und eine negative Auswirkung auf das europäische Wirtschaftswachstum haben."
Griechische Bandagen neu anlegen
Im Umgang mit den Krisenländern Spanien und Griechenland drängt die Eurogruppe zur Eile und fordert Madrid auf, den Antrag auf Hilfe aus dem Euro-Rettungsfonds für die angeschlagenen spanischen Banken bis Montag zu stellen. Bis zum 9. Juli soll klar sein, welche Summe Spanien bekommt - und welche Bedingungen die Eurogruppe dafür stellt. Ein Prüfbericht sieht den Finanzbedarf der spanischen Banken bei bis zu 62 Milliarden Euro.
Juncker kündigte zudem an, dass die Gläubiger-Troika bereits am Montag damit beginnt, mit der gerade aufgestellten Regierungskoalition in Athen über die weitere Umsetzung des Sparprogramms zu beraten. "Wir werden die wirtschaftliche Lage analysieren und den Stand der Umsetzung des vereinbarten Programms bewerten", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen der Internetausgabe der "Financial Times Deutschland". Ergebnisse seien aber nicht schon zum EU-Gipfel Ende der Woche zu erwarten.
Merkel gegen Lagarde
Merkel sprach sich strikt gegen die Forderung der IWF-Chefin Christine Lagarde nach direkten Bankenhilfen aus den Euro-Rettungsfonds aus. In den Verträgen für den EFSF und den künftigen dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM sei festgelegt, dass die Staaten untereinander die Partner seien, sagte die Kanzlerin mit Blick auf die spanische Bankenkrise. "Es ist also nicht so, dass ich keine Lust habe, sondern die Verträge sind so gemacht."
Weiterarbeiten an Eurobonds
Die von Deutschland bisher strikt abgelehnten Eurobonds nannte Hollande ein nützliches Instrument, an dem weiter gearbeitet werden müsse. Die vier Länder seien sich einig, dass das Wachstumspaket unverzichtbar sei. Jetzt müssten Mechanismen ermittelt werden, um die Finanzierung zu ermöglichen.
Die vier Länder seien sich auch einig, dass für die Vision der Wirtschafts- und Währungsunion einschließlich einer Bankenunion ein Fahrplan nötig sei. Zudem sollten in vollem Umfang alle bestehenden Mechanismen genutzt werden, um Märkte zu stabilisieren und gegen die Spekulationen zu kämpfen. "Der EU-Rat kann eine wichtige Etappe sein für Europa", sagte Hollande. Es müsse ein Zeichen für Zusammenhalt und der Solidarität gesetzt werden. (APA, 22.6.2012)
Zahl der Beamten soll um 30.000 reduziert werden. Jene, die bleiben, sollen 40 Stunden pro Woche arbeiten
Rezession und Rekordarbeitslosigkeit bereiten Kopfweh. Weniger Tempo beim Sparen in Frankreich und den Niederlanden soll dagegenwirken
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Ein Hilfsprogramm für Ljubljana sei derzeit aber kein Thema, verlautete vor dem Treffen der Euro-Finanzminister
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Schwerer Rückschlag für Regierung in Lissabon
Der Ratingriese konstatiert trübere Ausblicke für die wirtschaftliche Entwicklung sowie die staatlichen Finanzen
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Für den US-Starinvestor sind Euro-Bonds ein Heilmittel gegen die Krise, mit Berlin geht er hart ins Gericht
In seiner Eigenschaft als neuer US-Finanzminister reist Jack Lew nach Europa und treibt seine Gesprächspartner dort zur Eile an
Die Regierung in Lissabon will nach Aufhebung von Sparmaßnahmen durch das Höchstgericht am Kurs festhalten
Nachdem das Verfassungsgericht Teile des Sparpakets aufgehoben hat, fürchet die Regierung erneut Vertrauensverlust
Der Gesetzesentwurf zur Bankenabwicklung soll laut EU-Kommissar Barnier noch vor der Sommerpause verabschiedet werden
Nur eine geeinte EU wird in der Weltpolitik eine Rolle spielen, sagt Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker
Rettungsschirme in allen Größen,
Finanzfirewalls,
Finanzgipfel,
Bazookas,
Euro - (James?) Bonds,
Fiskalpakt,
usw.usw
Jetzt kommt die totale Finanzwaffe: AGENDA!
Versprochen so stark wie 1000 Atom- und 500 Neutronenbomben zusammen. In Wirklichkeit eher wieder ein schweizer Kracher.
Als sich das Quartett der vier großen Euro-Volkswirtschaften am Freitag in Rom traf, wurde eine Wachstumsinitiative von 120 Milliarden Euro verkündet. Laut Italiens Regierungschef Mario Monti sollen es sogar 130 Milliarden Euro sein. Die Zahl bedeutet einerseits den Rückfall in die Zeit, in der man in der Europäischen Union mit Fantasiezahlen und Fantasiezielen operierte - die dann nie erreicht wurden.
http://bit.ly/LoX9wd
... wir hatten im 20.Jh einen Jahrhundertfeldversuch, in dem bewiesen wurde, dass Kommunismus nicht funktioniert.
Wir konnten uns diesen Feldversuch anschauen, studieren und unsere Schlüsse daraus ziehen.
Der Schluß, den wir daraus gezogen haben ist, dass Kommunismus ganz was tolles ist, aber falsch umgesetz wurde und deshalb setzen wir das jetzt selbst um.
Ist das denn wirklich unser Ernst?
Europa hat sich in den letzten Jahrzehnten über Milliarden und Billionen verschuldet - wo ist das resultierende Wachstum?
Nach diesen gigantischen Wachstumsprogrammen, müsste ja die gesamte Eurozone vor lauter Ankurbelung geradezu wirtschaftlich durch die Decke schießen...
also umsonst könnte eine Morgan Chase nicht in 1 Monat einige Milliarden aus dem Fenster werfen......
Man darf sich wirklich fragen was mit den Billionen passiert ist, die heute in den Schuldenstatistiken weltweit aufscheinen: beinahe alle Staaten sind pleite, und die Großbanken heimsen Jahr für Jahr Milliardengewinne ein.....
ein Schelm wer Böses denkt.....
Und dass der Kapitalismus nicht zum Wohle der Menschheit da ist ist wohl schon dem Erstklässler klar: nur der Starke überlebt. Eine Perversion, die in den USA auf die Spitze geführt wurde....
Europa würde unter der Nachfrage ächzen. So aber wurde dieses Geld der Realwirtschaft entzogen und landet direkt auf den Konten der Geldsäcke wo es gehortet wird oder im schlimmeren Fall wieder für Zockerein verwendet wird. Worauf, wenn die Spekulation schief geht, wieder von der Allgemeinheit gerettet werden muss. Geiles System, was?
Das Geld landete in Asien usw. wo hart für das Geld gearbeitet wird.
Die Banken sind und bleiben pleite -- vor allem wenn sie Staatsanleihen kaufen (was wie wohl nicht mehr tun werden), die dann nicht mehr zurückgezahlt werden.
Schuld an der "Banken"krise sind die Staaten, die das geliehene Geld verschleudern und nicht zurückzahlen. Klar, dass das keine Bank ein zweites mal macht.
Moment mal, da floßen Unmengen von staatlichen Gelder und billigen Geldes (künstlich niedrig gehaltene Zinsen durch die Federal Reserve und die Fed) zur "Ankurbelung" der Konjunktur im Nachgang nach der 9/11-Rezession in die "Real"wirtschaft.
Unzählige Projekte wurden mit dem billigen Geld realisiert, die es sonst nie gegeben hätte, GR haben Waren importiert, die sie sonst niemals gekauft hätten, Spanien hat Immobilien errichtet, die es sonst niemals gegeben hätte, Amerikaner mit dem Einkommen eines McDonalds-Angestellten haben sich Häuser zugelegt, die sie sich sonst niemals geleistet hätten.
- Ein wahrlich phantastischer Boom
...und dann Bumm Bumm (oder besser *Blopp*?)
Danke, das brauchen wir nicht noch einmal!...
eingeschlagen mit Riesenschritten in eine weltweite Depression durch die Brüning'sche Politik, die durchaus mit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts vergleichbar ist. Da stehen wir erst am Anfang aber wenn nächstes Jahr auch noch die Amis anfangen zu sparen dann kommt's dick. Wohl in Ihrem Sinne. Kleiner Hinweis, aus einer Depression kommt man nicht mehr so schnell raus, die Japaner versuchen's seit 20 Jahren, ohne Erfolg.
=Konsumreduktion, um mit der Zeit Mittel zurückzulegen, wodurch Resourcen( wie Zeit, Material) frei werden zur Schaffung von Kapitalgütern, die die Produktivität erhöhen.
Eine Abfolge, die nur so denkbar ist-deshalb ist eine schmerzhafte Einschränkung des Lebensstandards unumgängich, um wieder eine wirtschaftliche Basis zu schaffen.
Ein Zeit schinden durch das Aufheben d Austerität schafft die Resourcen nicht, um die Produktivität anspringen zu lassen. Woher sollen diese Resourcen kommen? Selbst wenn sie - von aussen- vorhanden wären, sind Fehlentwicklungen vorprogrammiert - so hat Griechenland das x-fache d Kosten des Marshallplans erhalten.Was wurde daraus? Sie gründeten Importfirmen, die eigene produktive Basis wurde weiter gemindert..
Ich fang mal dann an für's Eigenheim zu sparen in der Zwischenzeit tut's ein Pappkarton. Meld mich in 30 Jahren wieder. Grandioses Wirtschaftsverständnis.
Sie haben wohl etwas missverstanden.
Wir sind nicht in der aktuellen Krise, weil wir zuviel gespart haben, sondern weil wir auf Schulden unsere Wirtschaft angekurbelt haben um der Rezession zu entkommen - das sind genau die berühmten "Wachstumsmaßnahmen", die manche Politiker jetzt so vehement fordern.
UNTER ihren Verhältnissen Steuern eingenommen haben. Früher hat der Staat sich die Gelder für öffentliche Finanzierung einfach über Steuern geholt, auch von den Vermögen. Seit 30 Jahren nimmt der Staat Kredite auf grad, von diesen Vermögenden und zahlt ihnen auch noch Zinsen dafür. Schauen Sie sich die Schuldenentwicklung seit den 70er an und die steuerliche Entlastung genau dieser Schmarotzer, auch bekannt als "Leistungsträger".
Wo genau wohnen Sie - in Monte Carlo?
In Österreich kann es jedenfalls nicht sein - weil dort gibt es seit Jahren Rekordsteuereinnahmen und zudem Höchststeuersätze innerhalb der OECD-Länder.
Um das geht es aber überhaupt nicht - die Schuldenkrise, die wir jetzt erleben ist lediglich die Unfähigkeit der Staaten die jetzt stürzenden Unternehmen, Banken, Nachbarstaaten weiter aufzufangen. Der Grund warum diese aber stürzen sind Fehlallokationen aufgrund von "Ankurbelungsmaßnahmen" - billiges Geld und fiskalische Stimuli auf Pump.
Und genau das wollen Sie jetzt wieder wiederholen. Mehr von dem was uns in die Krise geritten hat.
- es führt kein Weg dran vorbei:
zu Wohlstand kommt man nur durch sparen und investieren - auch wenn es mühsam ist
Unternehmenbesteuerung und Massensteuern und Steuern auf Arbeit gibt wird sogar ihnen nicht entgangen sein. Und dann schauen Sie sich mal an welche Steuern in den letzten 20 Jahren abgeschafft bzw. gesenkt wurden und welche erhöht wurden dann sehen Sie auch für wenn Politik gemacht wurde. Wenn Sie Unternehmer oder Kapitalbesitzer sind Sie auf der Gewinnerseite.
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