Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Brüssel - Wegen der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen will die EU solche Medikamente in Zukunft sparsamer einsetzen. Die EU-Gesundheitsminister verabschiedeten am Freitag in Luxemburg eine Erklärung, in der die sogenannte antimikrobielle Resistenz (AMR) als "wachsendes europäisches und weltweites Gesundheitsproblem, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren" bezeichnet wird, das zu immer schlechteren Behandlungsmöglichkeiten führe und mit "erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen" die Gesundheitskosten in die Höhe treibe.
Die Entwicklung solcher Resistenzen werde durch exzessiven und unangemessenen Einsatz von antimikrobiellen Substanzen beschleunigt, was wiederum die Entwicklung und Verbreitung resistenter Mikroorganismen bei Mensch und Tier begünstige, heißt es in der EU-Erklärung. Es bestehe daher der Bedarf nach einem ganzheitlichen Ansatz mit dem Ziel, solche Wirkstoffe "so weit wie möglich zu reduzieren" und die Koordinierung zwischen Human- und Veterinärmedizin im Kampf gegen Resistenzen zu verstärken.
Überwachungssysteme schaffen
Unter Aufsicht der EU-Lebensmittelsicherheitsagentur EFSA und der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC sollten daher "effektive Überwachungssysteme" geschaffen werden. Auch die Forschung in diesem Bereich will die EU verstärken. Die Öffentlichkeit müsse über Risiken eines exzessiven und unangemessenen Antibiotika-Einsatzes besser aufgeklärt werden, verlangten die Gesundheitsminister. Durch nationale Kampagnen und einem europäischen Antibiotika-Sensibilisierungstag soll das öffentliche Bewusstsein geschärft werden.
Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach sprach von einem massiven Problem der modernen Medizin. Sie forderte "rechtsverbindliche und konkrete Ergebnisse" der EU, darunter eine umsichtigere Verwendung antimikrobieller Wirkstoffe in der Human- und Tiermedizin, eine Überwachung und Kontrolle der Resistenz gegen solche Substanzen und die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Alternativen.
Außerdem müssten die Wechselwirkungen von Mitteln, die tiermedizinisch, in Futtermitteln und im Pflanzenbau eingesetzt werden, besser untersucht werden. "Neben den gesundheitlichen Auswirkungen werden durch die Zunahme der Resistenzen auch die Kosten im Gesundheitswesen erhöht, da die Behandlung von Krankheiten, die normalerweise durch gezielten Einsatz von Antibiotika geheilt werden können, nun mit aufwendigeren Methoden bekämpft werden müssen", sagte Kadenbach. (APA, 22.6.2012)
Die Antibiotika-Skepsis bei viralen Erkältungen steigt mit höherer Schulbildung - Eine Alternative liegt in amtlich registrierten Phythotherapeutika
Forscher des Pasteur-Instituts und des CNRS haben gezeigt, dass auch der Einsatz von niedrig dosierten Antibiotika das Auftreten von Resistenzen bei pathogenen Bakterien erhöhen kann
Gesundheitsminister beraten am Freitag
Antibiotika sind potente Medikamente und wesentlich besser als ihr Ruf
"Medikamentöses Skalpell" gegen Clostridium difficile-Bakterien
Großteil der Erkrankungen gehe auch ohne starker Medikamente gut vorüber - Pflanzliche Arzneimittel bei Atemwegsinfekten effektiv
Die EU will Antibiotikaresistenz bekämpfen - Falsche Anwendung und Missbrauch sollen verhindert werden
Ungerechtfertigte Antibiotika-Verschreibungen verursachen Zunahme an Resistenzen - Schlüssel ist das Ausheilenlassen
Auch gegen die schweren Geschütze unter den Antibiotika sind "S.-Kentucky"-Stränge resistent
Resistenz-Gene auch noch zwei Jahre später vorhanden - Restriktiver Einsatz der Antibiotika wird immer wichtiger
Resistenzen zwingen zu genauerem Blick auf Krankheitserreger
Eine Wunderwaffe wird stumpf, Resistenzen entstehen - Bei Erkältungen werden Antibiotika oft fälschlicherweise gegen Viren eingesetzt
Wirkungslosigkeit vieler Antibiotika hat zu "globaler Gesundheitskrise" geführt
Das fängt damit an, dass nicht bei jedem Schnupfen sofort ein Antibiotikum verschrieben (oder jedenfalls eingeworfen; woher immer man's halt hat) werden sollte. Und trotz noch so vieler Fortbildungen von Antibiotikaspezialisten, die's ja in diesem Land gibt und die das sowieso tagtäglich predigen, werden eben vor allem im ambulanten Bereich, aber auch in den Spitälern noch immer zu viele Breitbandantibiotika gegeben, wo man mit älteren, schmäler wirksamen Präparaten auch auskäme.
Dann passiert eben das, was es bei manchen Bakterienstämmen schon gibt: Nämlich Resistenzen gegen so gut wie alles, was man therapeutisch noch zur Verfügung hat. Das ist ein Horrorszenario, aber es ist nicht völlig aus der Luft gegriffen.
sie wussten es doch alle, dass vorbeugend AB eingesetzt wird, das tonnenweise AB als Staubzucker zu den Mischindustrien gehen, ein Landmaschinenvertreter von uns kam zu einem Putenzüchter, er wollte einen abkaufen, der Bauer - willst sterben, ich fress das Zeug nicht - wird hergestellt für Leute, die billige Lebensmittel wollen - hat doch jeder gewußt, alles andere ist scheinheilig hoch drei
Also der Truthahnmäster hat genau gewusst dass er etwas erezugt das den Endverbrauchern schadet?...Ich weiss nicht recht....Aber vielleicht hat der Landmaschinenvertreter dort kein geschaft gemacht. als wir 1976 100 fm Windwurfschäden hatten wurden wir von Landmaschinenvertretern regelrecht überrannt. Und zwar von welchen aus halb Österreich. Möcht nicht wissen was die dann sagten wenn es zu keinem Abschluss kam.
sie wollen es sowieso nicht glauben - vertrauen sie ruhig unseren Vertretern - man kann alles glauben oder so manches hinterfragen - zu denen gehöre ich
warum spricht es die EU nicht offen aus? Sie haben sich zu spät gegen die Agrarlobby durchgesetzt.
Jahrzehntelanger Antibiotika-Einsatz in der Tiermast und Intensivtierhaltung aber auch im Bodendünger (Schweinegülle) haben zu zahlreichen Resistenzen geführt. Davor haben Experten doch schon vor Jahren gewarnt!! Aber hauptsache das Schnitzelfleisch is billig - der zufriedene Österreicher.
... gegen Agrarlobby (der industriellen LW ) durchgesetzt.. ? Die nächsten ducklen Wolken mit dem chronischen Botulismus bei Milchkühen und Mensch durch die verheeerende Produktionsweise bei der Biogaserzeugung ziehen schon auf! Und wieder hör ich das Killerargument : die Wirtschaft muss auch leben ...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.