Wiener AMS wartet auf Machtwort Hundstorfers

22. Juni 2012, 13:56
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Nun muss der Sozialminister die Entscheidung über die neue Spitze fällen. Der Verwaltungsrat hat das trotz Nachfrist verabsäumt

Wien - Das Wiener Arbeitsmarktservice muss weiterhin auf einen neuen Chef bzw. eine neue Chefin warten: Der Verwaltungsrat des AMS habe keine Entscheidung über die Nachfolge der scheidenden Geschäftsführerin Claudia Finster getroffen, sagte eine Sprecherin des AMS. Die dem Gremium gesetzte Nachfrist ist am Freitag ohne Ergebnis verstrichen. Der Konflikt um die Nachbesetzung geht offenbar weiter.

Nun muss der zuständige Minister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) eine Entscheidung treffen, wie die AMS-Sprecherin betonte. Der Streit schwelt bereits einige Zeit: Denn während alle anderen Landesgeschäftsführer bereits bestätigt wurden, muss Wien noch warten. Und das, obwohl sich die langjährige stellvertretende Leiterin Ingeborg Friehs beworben hat.

Intrigenstadel

Wie der STANDARD berichtete, wurde sie im Zuge der Nachfolgesuche auch an erster Stelle gereiht. Gegen ihre Bestellung gab und gibt es jedoch Vorbehalte, unter anderem sollen im Verwaltungsrat - in dem unter anderem Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer sitzen - zwei Teilgewerkschaften gegen sie votiert haben. Auch das Wiener Rathaus (das im Gremium nicht vertreten ist, Anm.) lehnt Friehs dem Vernehmen nach ab.

Falls Friehs tatsächlich nicht Chefin wird, steht sie vor einem Problem: Denn auch der Stellvertreter-Job ist unterdessen neu besetzt worden. (APA, 22.6.2012)

  • Je schwieriger der Arbeitsmarkt, desto begehrter die Millionen, mit denen 
er gefördert wird: Der Kampf um den Chefsessel im AMS-Wien wird mit harten 
Bandagen geführt.
    foto: christian fischer

    Je schwieriger der Arbeitsmarkt, desto begehrter die Millionen, mit denen er gefördert wird: Der Kampf um den Chefsessel im AMS-Wien wird mit harten Bandagen geführt.

  • Im Mittelpunkt: die bisherige Vizechefin Ingeborg Friehs.
    foto: ams/petra spiola

    Im Mittelpunkt: die bisherige Vizechefin Ingeborg Friehs.

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