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Bis zu 30 Prozent mehr Arbeit bei gleichzeitiger Verringerung der Lebensverdienstsumme: Die Junglehrer kritisieren die Pläne für das neue Lehrerdienstrecht.
Die Junglehrer treten gegen das neue Lehrerdienstrecht auf. Sie stoßen sich vor allem an jenem Punkt im Regierungsvorschlag, der vorsieht, dass Lehramtsanwärter künftig gleich von Beginn an eine volle Lehrverpflichtung erfüllen müssen. Das sei nur schwer zu bewältigen und nicht sinnvoll, sagte AHS-Junglehrervertreterin Regina Bösch am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal".
Es handle sich um bis zu 30 Prozent mehr Arbeit bei gleichzeitiger Verringerung der Lebensverdienstsumme, so der Vorwurf. Den geringeren Verdienst dementiert das Bildungsministerium. Es bleibe aber die Angst der Junglehrer vor einer Mehrbelastung durch die vollen 18 Unterrichtsstunden im ersten Jahr, so Bösch. Schließlich komme dazu noch das Begleitstudium, die Junglehrer hätten also mehr zu tun als die LehrerInnen, die voll im Berufsleben stehen.
Im Unterrichtsministerium versucht man die Befürchtungen der Junglehrerinnen zu zerstreuen: In den ersten zwei Jahren, der sogenannten Induktionsphase, würden ihnen erfahrene Mentorinnen und Mentoren beigestellt, die mit in die Klassen gehen und den Jungen beratend zu Seite stehen werden. Für diese pädagogischen Fachleute soll dann mittelfristig auch ein eigenes Masterstudium eingerichtet werden. (red, derStandard.at, 22.6.2012)
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Mag vielleicht eine Ausnahme darstellen. In den letzten Jahrzehnten habe ich einige male jüngere „englische Lehrerehepaare kennenglernt. Kurz.
Sie verteidigten „vehement“ die Krone obwohl die Krone damals umgerechnet öS 100 Mio. jährlich gekostet hat und waren gegen das damalige eingeführte Gesetz gegen die Prügelstrafe. Das war für mich „noch dazu aus dem Mund von jungen Lehrern“ total unverständlich. Nichts desto trotz haben sie entgegen den Tatsachen vehement die „eigene Geschichtsschreibung“ verteidigt. Unglaublich.
Wenn man denkt das solche Lehrer dann deine Kinder und Kindeskinder unterrichten könnten stehen dir die Haare zu Berge.
Da muss du dann schon sagen „Danke Österreich“.
1. Für die korrekturintensiven Gegenstände gibt es eine exorbitante Lehrpflichterhöhung (50%), der etwa 10% Gehaltserhöhung im ersten Jahr und dann nur noch laufende Kürzungen (!) in den folgenden 13 Jahren gegenüberstehen. Das ist ungeheuerlich.
2. Die "Mentor/innen" sind voll unterrichtende Lehrer/innen, die bestenfalls ein paar Minuten pro Tag zur Verfügung stehen und natürlich nichts von der aufwendigen Korrekturarbeit übernehmen werden -- sie haben ja ihre eigenen Klassen zu betreuen.
Es wird ein Zweiklassensystem begründet, nach dem junge Lehrer/innen massiv überhöhte Arbeitsbelastung mit deutlich niedrigerem Einkommen "erkaufen".
Ich denke die hohe Zahl an ausgebrannten LehrerInnen ist Symptom für drei Tatsachen:
Viele LehrerInnen sind engagiert und positiv motiviert (wenn ich wirklich nur 20 Stunden arbeite und 3 Monate Ferien habe, wie die Primitivposter dauernd schreiben, dann bin ich ganz sicher nicht fertig ...)
Das schulische Umfeld versagt völlig (viel zuwenig Unterstützung für SchülerInnen und LehrerInnen)
Die Ausbildung ist sehr lückenhaft (zu sehr auf kognitives Wissen reduziert) und die Auswahl der LehrerInnen zuwenig professionell (es rutschen einfach zuviele ungeeignete KandidatInnen durch - wie übrigens in vielen anderen Berufen auch.
Ja, ich bin (gerne) im Lehrberuf tätig, ja, ich leide auch unter absoluten Pfeifen, die meine Kinder unterrichten
Für dieses Anfangsgehalt ist es auch Witz wenn man gute Akademiker haben will! Zudem ist die Zukunft nach der Uni sehr unsicher. Man muss durch die Lande tingeln, von Schule zu Schule und eine Vertretungsstelle nach der anderen abklappern bis man nach 10 Jahren mal eine fixe Schule hat... DAS ist alles kein Zustand!
1. Die vielen unbezahlten Stunden bei Konferenzen, Schulveranstaltungen, Supplierbereitschaften, Sprechstunden-und -Tagen.
2. Die Vorbereitungszeit welche, wenn man einen zeitgemäßen Unterricht bieten will, sehr groß ist.
3. Oftmals das Arbeitsklima.
4. Die schlechten, beengten Arbeitsplätze in der Schule.
5. Mobbing in Reinkultur.
6. Direktoren und Fachinspektoren.
Dies alle trägt dazu bei, dass jeder das Schulhaus so schnell wie möglich verlässt und seine Vorbereitung lieber zu Hause macht.
Ich glaube nicht, dass eine Verlängerung der Unterrichtszeit das Niveau der Schüler heben wird,
sondern zu einem Dienst nach Vorschrift führt!
die Restaurierungsarbeiten, die während der Ferien an immer mehr Schulen vom Lehrpersonal durchgeführt werden. Die Schulverwaltung bezahlt bestenfalls Spachtelmasse und Farbe.
oder die Motivationsschübe, die einen durchzucken, wenn parteipolitisch "begabtere" KollegInnen bei der Zuteilung der Zusatzaktivitäten regelmäßig "übersehen" werden, während man selbst gerade den vierten unbezahlten Zusatzjob abgeräumt hat.
dass die Lehrer dann nicht ausbrennen, wenn die Konferenzen etc. extra bezahlt werden:
Es bleibt wie es war - diese Berufsgruppe besteht mehrheitlich aus geldgierigen Owezahrern, die jetzt
bald auf Kosten des Steuerzahlers in die grossen Ferien abdampft.
Kann ich alles - auch aus eigener Erfahrung - unterschreiben.
Außer den letzten Satz: die Verlängerung der Unterrichtszeit würde m.E. sicher etwas bringen - mehr Zeit für Unterricht und Übung.
Allerdings - und hier ist der Denkfehler - Verlängerung der Zeit an der Schule insgesamt darf und kann nicht bedeuten, dass die LehrerInnen noch mehr arbeiten (wer in diesem Job arbeitet, weiß was ich meine, die anderen dürfen jetzt wieder von 20 Stunden und 3 Monaten plärren .... ja plärren)
Abgesehen davon wird eine Unterrichtspfeife nicht besser dadurch, dass er noch mehr ... klar?!
Wieso das? Das Stundenkontingent wird ja nicht angehoben, also hab ich weiter nur 3-4 Stunden Mathematik die Woche. Übungseinheiten? Die hat die Stricklisl doch großzügig eingekürzt. Das einzige was passieren wird ist, dass weniger Lehrer an jeder Schule sind, weil jeder einzelne mehr Stunden hat.
mehr Zeit in der Schule auch für SchülerInnen bedeutet ja automatisch mehr Betreuungszeit. Allerdings - ich weiderhole mich - funktioniert das nicht, indem ich den einzelnen LehrerInnen einfach mehr Stunden aufzwinge.
Sie unterrichten dann Ihre drei oder vier Stunden Mathematik und ihre SchülerInnen haben zusätzliche Übungs und Wiederholungseinheiten.
Allerdings - und da liegt ja das Problem - die Politik kann (oder besser will sich) das zusätzlich notwendige Personal nicht leisten .... sondern die LehrerInnen noch mehr arbeiten lassen (ich weiß, dass das " noch mehr" unsere Primitivposter wieder auf den Plan rufen wird :-) )
Ist Schule in der Form noch zeitgemäß?
Ist die Ausbildung von LehrerInnen noch zeitgemäß?
Ist die Erziehung von Kindern nochzeitgemäß?
(bevor wieder Bashing losgeht, einmal drüber nachdenken, welche unglaubliche Entwicklung in den letzten 10 - 20 Jahren passiert ist - die digital natives haben noch vorwiegend Eltern aus dem Analogzeitalter :-)
Weder Gesellschaft in ihrer Gesamtverantwortung noch Schule haben diesen Wandel mitvollzogen.
Unterricht hat zwei wesentliche Komponenten.
Einerseits die fachliche Kompetenz der Lehrerinnen, anderseits das handwerkliche Können.
Die fachliche Kompetenz wird in all den Diskussionen in den Vordergrund gespielt und auf die Frage nach akademischer Ausbildung oder nicht reduzieren.
Das handwerliche Können, also die methodisch didaktische Umsetzung fachlichen Wissens wird kaum diskutiert und wahrgenommen. Dazu gehört jedoch nicht nur die Aufbereitung und Darbietung des Stoffes, sondern das Wissen um Lernvorgänge, soziale Interaktionen, Konfliktmanagement, Fragen der Empathie und einem Gebildetsein der Lehrer, die nicht am Tellerrand des eigenen Fachgebietes endet.
Diese Bereiche werden in der derzeitigen Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen kaum in der Tiefe angesprochen, die nötig wäre.
Man beschränkt sich darauf hinzuweisen, dass dies Erfahrungswissen sei, das sich jeder individuell aufzubauen hat.
Doch dies ist erfordert Zeit und bis eine Lehrerin lehrfähig wird, vergeht so viel Zeit, dass sie bereits an die Pension zu denken beginnt.
Heute lässt Lehrerinnen keine Zeit, sich in dieser Art weiterzubilden und weil ihnen die Erfahrung fehlt, brennen sie aus. Hier versagt die Ausbildung, selbst wenn man jetzt ein Mentorensystem andenkt. Aber wenn man Lehrer als Mentoren heranziehen muss, die selbst erst einmal einen Jahrgangszyklus durchgemacht haben, dann führt ein Lahmer einen Blinden.
Bei Vergleichen mit dem Ausland sollten alle Komponenten des Entgeltsystems zum Tragen kommen.
Mindesturlaub (Ferienzeit), Mindeststundenanzahl, 14 Monatsgehälter, Gesundheits- Pensionssystem, Unversetzbarkeit, keine zielführenden Disziplinierungsmaßnahmen, PRAGMATISIERUNG oder unkündbare Vereinbarungen, d.h. Fixanstellung bis zum Tod, das in der Praxis übliche Gesundheitssystem, habe ich was vergessen?
Denkt ein Teil der Lehrer tatsächlich das sie im Gesamtverhältnis Leistung/Entgelt unterbezahlt sind? Wenn ein Lehrer im 50. Lebensjahr eine gleichbleibende Leistung seit seinem Eintritt erbringt ist das gerechtfertigt das er einfach dann wesentlich mehr verdient? Wieso, wenn die Leistung gleich bleibt.
ich weiß auch nicht, wie sie auf die idee kommen, als lehrer habe meinen einen fixen arbeitsplatz...als junglehrer muss man oft von einem schuljahr zum nächsten schauen. verschiedene schulen sind in den ersten jahren nicht selten und über die zu unterrichtende stundenanzahl, was sich auch letztendlich auf das konto auswirkt, wird man oftmals erst im september informiert...aber leben sie ruhig in ihrer, einzig für sie allein geschaffenen, traumwelt.
Die "Pragmatisierung" gibt es defacto bei den Bundeslehrern (AHS, BMHS) seit 2003 NICHT mehr!!! Von den Bundeslehrern sind derzeit 1/3 pragmatisiert, 2/3 sind Vertragsbedienstete!! Das eine Drittel sind die "Alten", die sich jetzt ohnehin in die Pension verabschieden. Ich habe auch kein Problem damit, wenn die Pragmatisierung bei den Landeslehrern fällt, wenn Sie das tröstet.
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