Haselsteiner geht Mitte 2014 als Strabag-Chef

Thomas Birtel soll Nachfolge antreten, Vorstand wird kleiner

Wien - Die Gerüchte um einen bevorstehenden Rückzug des langjährigen Strabag-Chefs haben nun ein Ende - Hans Peter Haselsteiner will seine Funktion als CEO der Strabag SE nach der im Juni 2014 geplanten Hauptversammlung zurücklegen. Sein designierter Nachfolger ist Vorstandsmitglied Thomas Birtel. Dies werde vom gesamten Vorstand begrüßt und unterstützt, teilte die Strabag am Freitag in einer Aussendung mit.

Birtel sei "jung genug, um den Konzern dynamisch zu führen, alt genug, um Risiken, die nicht beherrschbar sind, zu vermeiden, und durch seine Funktion als Vorstandssprecher der Strabag AG, Köln, ausgezeichnet vorbereitet, ein noch größeres Schiff zu steuern", so Haselsteiner.

Vorstand wird kleiner

Die Strabag wird zudem ihren Vorstand auf fünf Mitglieder verkleinern. Der bisherige Vize-Vorstandschef Fritz Oberlerchner lege sein Mandat per Ende Juni 2012 zurück, teilte das Unternehmen mit. Oberlerchner (63) war eigentlich - neben Clemens Haselsteiner (31), Sohn von Strabag-CEO Hans Peter Haselsteiner (68), - als möglicher Nachfolger an der Konzernspitze kolportiert worden.

Oberlerchner wird sich den Angaben zufolge um die "organisatorische und strategische Aufstellung" des Strabag-Konzerns kümmern und die Task Force "Strabag 2013ff" leiten. Sein Sitz im Vorstand werde nicht nachbesetzt. In dem Führungsgremium vertreten sind dann noch - neben Haselsteiner und Birtel - Siegfried Wanker, Hannes Truntschnig und Peter Krammer.

Wanderfreudiger Birtel

Der designierte Strabag-Chef wurde am 3. Juni 1954 geboren und absolvierte an der Ruhr-Universität Bochum Ende der 70er Jahre ein Studium zum Diplom-Ökonomen, Anfang der 80er Jahre promovierte Birtel dort zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Seine beruflichen Stationen führten ihn zunächst zum deutschen Stahlhändler Klöckner & Co (1983 bis 1989), zur schwedischen Frigoscandia-Gruppe (1989 bis 1996) und danach zur Strabag-Gruppe als Vorstand der Strabag Hoch- & Ingenieurbau AG. 2002 kam er in den Vorstand der börsenotierten Strabag AG (Köln). Dort war er für die Bereiche Hochbau, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement und Beschaffung verantwortlich. Seit 2006 ist Birtel auch im Vorstand der Strabag SE. (APA, 22.6.2012)

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10 Postings
wann kommt die zeit

wo auch frauen in diesem alter noch solche karrieresprünge machen können?

Vielleicht tut ihm sein Engagement bei der Westbahn weh..

FAktum ist, daß er als Miteigentümer von Westbahn Konkurrenz zur ÖBB macht.

Weiter ist Fakt, daß er als Chef der Strabag die ÖBB als einen seiner grössten inländischen Kunden hat.

Das diese beiden Fakten zusammengesehen nicht unbedingt optimal sind, dürfte auch klar sein.

Wenn ihm nun Bures und Kern fest reinsteigen und ihn fragen, "Ob er vielleicht ein bisserl zu heiss gebadet hat?", ist das auch irgendwie logisch.

Da ist der Haselsteiner dem Wehinger aber fest am Leim gegangen....

fest steht auch dass ermit zweifelhaften typen aller deripaska geschäfte macht

Deripaska hält etwas unter 20% Strabag SE Aktien, das war's aber auch schon. Oder worauf spielen sie an?

ist ihm die staatsanwaltschaft auf den fersen?

es ist zu hoffen, dass hans peter haselsteiner als tragende säule der vernunftsabteilung des konzernwesen und damit auch der FI (finanzindustrie) in österreich weiterhin für das

BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN für alle

eintreten wird. er ist einer der wenigen, die erkannt haben, dass die investition in das BGE nicht nur den sozialen frieden sichert und der technologischen revolution entspricht, sondern auch durch die damit erreichte stabilisierung der allgemeinen kaufkraft ebenfalls der FI zugute kommt, die sich mit dem BGE einer demokratisierung und einer sucht-therapie unterzieht.

Rollte neulich mit Herrn Haselsteiner länger im Stau. Hat einen coolen voll-folierten Dienstwagen wo überall Strabag draufsteht :-)
Diverse Möchtegern Chefs von staatsnahen Betrieben lieben ihre Autos, wollen aber lieber anonym bleiben, damit sie schön rasen können.
Der Chauffeur von Herrn H. kann das nicht - hat brav alle Spurwechsler reingelassen - damit keiner auf die Firma sauer wird. Und für die Nörgler (Chauffeur usw.): Herr H. war fleißig am Arbeiten.

Ja - so ist er wirklich

Haselsteiner senior dampft doch aus allen Poren; der kann nur tot umfallen.

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