Doppelte Strafen bei Bargeld-Schmuggel

Bis zu 100.000 Euro kann ein Verstoß der Bargeldkontrolle kosten. Ab 2014 werden Einkünfte in anderen EU-Ländern gemeldet

Wien - Das österreichische Finanzministerium erhöht im Kampf gegen Geldwäsche, Korruption, Steuerflucht und Terrorismusbekämpfung ihre Strafandrohungen. Wer einen Geldbetrag von mehr als 10.000 Euro vorsätzlich nicht beim Zoll deklariert, muss in Zukunft statt 50.000 mit 100.000 Euro Strafe rechnen, geht aus dem Begutachtungsentwurf zum Abgabenänderungsgesetz (AbgÄG 2012) hervor. Die Strafdrohung bei vorsätzlichen Zuwiderhandlungen gegen die Bargeldkontrolle werde angehoben, da Österreich ein "Ausweichtransitland" für Deutschland sei, wo die Strafdrohung bis zu 1 Mio. Euro betrage, lautet die Begründung.

Zum Hintergrund: Der Bargeldtransport in und aus der EU ist ab einer Summe von 10.000 Euro deklarationspflichtig. Wer also etwa aus Liechtenstein nach Österreich einreist und mehr als 10.000 Euro in bar einführt, müsste diese Summe den österreichischen Behörden anzeigen. Wer den Bargeldbetrag nicht anmeldet, muss - falls er entdeckt wird - mit der Beschlagnahme und dem Verfall der ganzen Summe und darüber hinaus mit einer Geldstrafe rechnen.

Genaue Anmeldung

Dies ist in der EU-Verordnung "über die Überwachung von Barmitteln, die in die Gemeinschaft oder aus der Gemeinschaft verbracht werden" vom 26. Oktober 2005 (wirksam ab 15. Juni 2007) so geregelt. Die Anmeldung muss genaue Angaben enthalten zum Anmelder (jene Person, die das Bargeld über die Grenze bringt), zum Eigentümer und zum Empfänger der Barmittel. Detailliert müssen Höhe und Art der Barmittel, Herkunft und Verwendungszweck, Reiseweg und Verkehrsmittel angegeben werden.

Um die Betrugsbekämpfung zu verbessern, werden bestimmte Einkünfte ab dem Jahr 2014 - Meldung erfolgt 2015 - automatisch an andere Mitgliedsländern gemeldet. Davon betroffen sind Vergütungen aus unselbstständiger Arbeit und Ruhegehälter, bestimmte Lebensversicherungen, Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen sowie das Eigentum an unbeweglichen Vermögen und Einkünften daraus. (APA, 22.6.2012)

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die wahren kriminellen österreichs werden den esm knebelvertrag beschließen.

rette sich wer kann. bald wird es kapitalverkehrskontrollen geben und der staat wird versuchen uns mehr denn je auszuspionieren. alles unter dem beliebten motto von bürokratie und politik: niemandem soll es gut gehen, wenn der staat pleite ist oder niemandem soll es besser gehen als uns, den "ehrlichen" verwaltern dieses staates.

auch das kann den euro nicht mehr retten

und die kapitalverkehrskontrollen, die man damit vorbereitet, werden das ende des euros nur beschleunigen.

Mich irritiert etwas ganz anderes:

Denn so nebenbei wird in dieses Abgabenänderungsgesetz der nette Absatz(letzter Absatz APA) mitverpackt:"Um die Betrugsbekämpfung zu verbessern, werden bestimmte Einkünfte ab dem Jahr 2014 - Meldung erfolgt 2015 - automatisch an andere Mitgliedsländern gemeldet. Davon betroffen sind Vergütungen aus unselbstständiger Arbeit und Ruhegehälter, bestimmte Lebensversicherungen, Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen sowie das Eigentum an unbeweglichen Vermögen und Einkünften daraus."--Vor allem das: automatisch an andere Mitgliedsländer....
Werden wir beim Datenschutz denn gar nicht mehr gefragt ????????
Was gehen einem Spanier unsere Vermögen an ?????
Da besteht Handlungsbedarf !!!!!!
Schlafen unsere Abgeordneten ?????

die abgeordneten arbeiten fleißig am ruin der zweiten österreichischen republik.

und hinterher wird es wieder einmal niemand gewesen sein.

Das österreichische Finanzministerium erhöht im Kampf gegen Geldwäsche, Korruption, Steuerflucht und Terrorismusbekämpfung ihre Strafandrohungen

na ja, es geht wohl viel mehr darum, dass bürger ihre kohle nicht vor zugriff des staates in sicherheit bringen können.

schliesslich verpflichten sich die volksverräter banker und pleitestaaten zu finanzieren.

es heisst ja nicht umsonst staatsBÜRGER.

dumm für die, die die ganze entwicklung bis anhin verpennt haben.

Es geht hier nicht um Schwarzgeld oder Kriminelle!

Es geht um die Vorbereitung eines Bargeldverbots damit die Bürger keinen Ausweg mehr haben wenn die Geldmenge immer stärker ausgeweitet wird! Das sind die letzten Massnahmen eines zusammenbrechenden Schuldgeldsystems!

Richtig ist, daß den Blutsaugern das Bargeld ein Dorn im Auge ist, weil letztlich die gesamte Schattenwirtschaft darauf beruht. Für die Geldschöpfung ist allerdings das Bargeld ziemlich irrelevant.

In Zukunft wird man beim Zoll nicht mehr sagen dürfen: "Ich habe nichts zu deklarieren", sondern: "Ich habe nichts zu verbergen"....

was soll das?

die großen Kaliber habens gar net nötig Geld zu schmuggeln, die machen das ganz legal über Banken und Stiftungen oder glauben sie ein KHG hat jemals 1 Mio. Euro im Aktenköfferchen dabei gehabt?

Nein. Nur 500.000.- aus Liechtenstein.

nein, der versteckt Cash im Billa-Sackerl und zeigt bei einer Kontrolle seinen roten Diplomatenpass

karlheinz, pass auf in zukunft!

vor allem "... PASS auf ..." ...

gibts eigentlich schon diamantenschnüffelhunde?

Da die Diamanten auch nur Kohlenstoff sind

schlagen die bei jedem Bleistift an. Sie sind also nicht praktikabel. ;^)

dann muss ne neue züchtung her die es schafft die dichte zu erschnüffeln!

Abschaffung von Bargeld

und Zwang zur Annahme von Lebensmittelgutscheinen nur in der begebenden Stadt. EU halt, darum wollten wir ja alle in die EU!

In Italien muß inzwischen auch alles was teurer 1000€ ist, unbar (Überweisung, Kreditkarte,..) bezahlt werden. So will das dortige Finazamt unhand der digitalen Datenspuren Schwarzgeldbesitz in den Griff bekommen.

jaja und die italiener stürmen die Tiroler und Kärtner Skigebiete um dort dann mit dem Schwarzgeld Urlaub zu machen und einzukaufen, denn sie glauben doch nicht echt, dass jemand mit Schwarzgeld nicht Mittel und Wege hat dies zu praken ( ich sag nur Schweiz, Liechtenstein, Canal-Inseln). Solange es solche Schwarzgeldoasen gibt nützt kein Gesetz....

auch die usa betreibt steueroasen

aber am interessantesten werden hongkong, singapur und co sein. denn an denen werden sich sowohl die usa als auch die eudssr die zähne ausbeißen.
das imperium und seine vasallen werden damit ihren untergang nicht verhindern können.

dann muß man allerdings erst einen dummen finden,

der auch annähernd so viel geld dafür ausgeben will.

Oder diese Uhr für schlappe € 1.363.756.032

http://www.chrono24.at/iwc/iw376... rerIds=124

die mit der große kohle haben eh alle einen diplomatenpass

Da muss ich Ihnen widersprechen: Der Herr Mensdorff-Pouilly nicht mehr

Der Herr Mensdorff-Pouilly schaut in letzter Zeit immer so grantig und mieselsüchtig drein. Ob das nur vom Verlust des Diplomatenpasses kommt? Oder weil er keine Viecher mehr abschiessen darf? Oder weil der Arme auch noch wegen Geldwäscheverdacht angeklagt ist? Es ist ja wirklich zum heulen.

Die ÖVP wird's für den armen Grafen und Waffenschieber schon richten. Blaues Blut.

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