Gefahr für Orange-Deal: Kartellgericht soll Yesss-Kauf durch TA prüfen

22. Juni 2012, 11:08
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Bundeswettbewerbsbehörde ist an die Empfehlung nicht gebunden - Scheitert der Yesss-Verkauf, steht auch die Orange-Übernahme durch "3" auf der Kippe

Die Wettbewerbskommission, ein unabhängiger Beirat der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), hat der Behörde in einer Stellungnahme empfohlen, die Übernahme des Mobilfunkdiskonters Yesss (Orange Austria) durch die Telekom Austria vom Kartellgericht prüfen zu lassen. Das berichten "Die Presse" und "Wiener Zeitung" in ihren Freitagausgaben.

Problematischer Zusammenschluss

"Nach Ansicht der Wettbewerbskommission könnte der Zusammenschluss problematisch sein und daher empfiehlt sie uns, einen Prüfungsantrag an das Kartellgericht zustellen", sagte BWB-Sprecher Stefan Keznickl. "Wie wir uns entscheiden werden, wissen wir heute noch nicht." Die Bundeswettbewerbsbehörde ist an die Empfehlung der Kommission nicht gebunden.

Bedenkenlisten

Die BWB hatte bereits Anfang Juni an die Telekom Austria und Orange in Sachen Yesss-Übernahme "Bedenkenlisten" geschickt, die von den Mobilfunkern beantwortet wurden und derzeit von der BWB analysiert werden. Scheitert der Yesss-Deal, steht auch die Übernahme von Orange durch "3" auf der Kippe, denn der Yesss-Verkauf ist Teil der Marktkonsolidierung in der österreichischen Mobilfunkbranche. (APA, 22.6.2012)

  • Wettbewerbskommission fordert Prüfung des Yesss-Deals
    foto: yesss

    Wettbewerbskommission fordert Prüfung des Yesss-Deals

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