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Line for Bill Clinton
vergrößern 800x533"Wenn Bill Clinton spricht, dann bricht sogar Twitter zusammen", wurde Donnerstag Abend in der langen Schlange vor dem Festivalpalais in Cannes in Anspielung auf die Probleme des Kurznachrichtendienstes gescherzt.
Massive Sicherheitsvorkehrungen
Tausende Menschen warteten in der prallen Sonne auf Einlass in das Grand Auditorium, um zu hören, was der ehemalige Präsident über Werbung zu sagen hat. Die brasilianische Grupo ABC ließ ihn einfliegen, das Thema seines Vortrages: "How Advertising Can Help Build a Better World". Sein Besuch war freilich von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet.
"Was die Menschen weltweit brauchen, ist mehr Offenheit und kreative Zusammenarbeit", sagt er, "wir leben in einer Zeit, in der alles voneinander abhänging ist." Umwälzungen an einem Ort hätten oft enorme Auswirkungen auf andere Länder oder sogar die ganze Welt. Und das könne gut oder schlecht sein.
Bill Clinton in Cannes
Hirn und Herz
An die Werber hier in Cannes appelliert er, ihren Einfluss und ihre kreative Kraft für die Lösung der sozialen Probleme einzusetzen. Und nicht nur das Hirn, sondern vor allem das Herz anzusprechen. "Menschen brauchen ehrliche Kommunikation", wie er sagt. Es gehe darum, Fakten zu kommunizieren. Clinton ruft dazu auf, aufmerksamer und sensibler den Problemen gegenüber Menschen und Ländern zu sein, die nicht der "reichen Elite" angehören und sich für eine gerechtere Welt einzusetzen.
Themen in Clintons Rede waren neben Wirtschaftsproblemen und Griechenland ("Die Griechen schaffen das") freilich auch die Klimaproblematik, hier kritisiert er auch die "große Desinformation".
Clintons Lieblingskampagne: "Get Rid of Cable"
Eine seiner Lieblingskampagnen seien übrigens die Spots von "Get Rid of Cable" von DirectTV (Agentur: Grey). Clinton dazu: "Der lustigste Spot, den ich jemals gesehen habe."
Dieser und andere fünf Spots von Grey für DirectTV nehmen übrigens aktuell am Film-Wettbewerb im Rennen um die Löwen teil. Ob Bill Clintons Lieblingsspot hier gewinnt, wissen wir am Samstag Abend. (Astrid Ebenführer, derStandard.at, 22.6.2012)
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