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Rom/Berlin - Einzelne Euro-Länder müssen nach Einschätzung des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti mit "eskalierenden Spekulationsangriffen" rechnen, wenn beim EU-Gipfel kommende Woche keine dauerhafte Lösung der EU-Schuldenkrise gefunden wird. Vor allem die schwächeren Länder müssten mit solchen Attacken rechnen, sagte Monti dem britischen "Guardian" vom Freitag.
Nicht nur die Länder, die die Vorgaben der EU nicht erfüllt hätten, wären dann bedroht, sondern auch solche Länder wie Italien, die einen hohen Schuldenberg angehäuft hätten. Ein großer Teil der EU-Länder hätte mit sehr hohen Zinsen zu kämpfen, was sich auch auf die Unternehmen auswirke, warnte Monti.
Er will an diesem Freitag in Rom gemeinsam mit Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy versuchen, eine Wachstumsagenda für die EU abzustecken. Sie wollen damit den EU-Gipfel Ende kommender Woche vorbereiten.
Spanienhilfe
Bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der vier größten Volkswirtschaften der Eurozone dürfte es auch darum gehen, wann und wie viel Hilfe Spanien aus den Euro-Rettungsschirmen für seine Banken beantragt.
Monti könnte eine Vermittlerrolle zwischen Berlin und Paris zukommen. Es wurde erwartet, dass Merkel und Hollande über die Finanztransaktionssteuer sprechen. Diskutiert werden dürfte außerdem Montis Forderung nach Unterstützung an den Anleihemärkten.
Der römische Gipfel wurde auf Wunsch der Bundeskanzlerin um mehrere Stunden vorgezogen. Die Kanzlerin wollte am Abend bei der EM-Viertelfinalbegegnung der deutschen Mannschaft gegen Griechenland dabei sein. Die abschließende Pressekonferenz in Rom war zunächst auf etwa 20.00 Uhr festgelegt worden - da hätte sie das nicht geschafft.
Die Prüfung durch zwei unabhängige Beratungsunternehmen ergab einen Bedarf von 51 bis 62 Milliarden Euro unter schärfsten Krisenannahmen. Das ist deutlich weniger als die bis zu 100 Milliarden Euro, die die Euro-Finanzminister dem Land aus den Rettungsfonds offeriert haben.
Italien braucht keine Hilfe
Monti bekräftigt in der "Süddeutschen Zeitung", dass sein Land keine finanziellen Hilfen benötige. Bislang habe Italien keine Darlehen erbeten, das Land selbst habe aber viele gegeben, sagte er. "Italien wird auch künftig keine Hilfen nötig haben."
Monti verwies darauf, dass Italien in diesem Jahr voraussichtlich ein Haushaltsdefizit von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes haben werde, in der EU liege das Defizit dagegen im Durchschnitt bei 3,6 Prozent, in der Euro-Zone bei 3,2 Prozent. "2013 wird Italien einen strukturellen Überschuss von 0,6 Prozent haben, und es wird das erste Land mit einem Einnahmenüberschuss sein", sagte Monti. (APA/Reuters, 22.6.2012)
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Der römische Gipfel wurde auf Wunsch der Bundeskanzlerin um mehrere Stunden vorgezogen. Die Kanzlerin wollte am Abend bei der EM-Viertelfinalbegegnung der deutschen Mannschaft gegen Griechenland dabei sein....
Hallo? ... die Welt geht unter, aber Fußball schaun ...
Auf Umsätze mit Derivativen und zwar mit allen Derivativen und sonstigem Unsinn an Wertpapieren kommt eine 50 % ige Umsatzsteuer drauf! Der weitestgehend für die Realwirtschaft unnötige Derivativhandel würde sich sofort auf das beschränken, was wirklich notwendig ist. Die Software wird derart verändert, dass der Handel mit den Wertpapieren erst nach Abfuhr der Umsatzsteuer freigegeben wird!!!
bei der Fussball-EM die Nationen zelebriert werden, wie kann man sich dann vorstellen, dass eine politische Union in der EU auch nur ansatzweise funktionieren kann.
Sollte eine politische Union mit allem was dazu gehört wirklich von den Mächtigen durchgedrückt werden, dann explodiert der Topf erst recht. Ganz sicher!
zuerst Unsummen in Europa investieren und dann einfach das Vertrauen verlieren, nur weil nach 10 Jahren € kein Anzeichen der versprochenen, politischen Union zu sehen ist, die notwendig wäre, das System dauerhaft zu stabilisieren.
Natürlich ist es einfacher, einen Schuldigen (die bösen Finanzmärkte) auszumachen und an den Pranger zu stellen. Aber das wird jetzt nicht mehr reichen.
Finanzmärkte bestehen aus Menschen und Menschen sind Raubtiere. Insofern stimme ich zu.
Ich finde auch, dass die Finanzmärkte stärker von der Politik kontrolliert gehören, aber die aktuelle €-Krise ist hausgemacht und kann nur gelöst werden wenn man die Ursache bekämpft und nicht indem man für die Wirkung einen Schuldigen sucht.
dann müsste aber der euro an sich abstürzen und nicht die schwachen euroländer immer höhrere zinsen zahlen müssen. dann dürfte deutschland nicht als sicherer hafen gelten, sondern das geld auch aus deutschland abgezogen werden.
Die Finanzmärkte verlieren das Vertrauen, dass die Länder der Gemeinschaftswährung ihre Probleme gemeinsam lösen. Sie beurteilen die einzelnen Länder wieder nach den Kriterien ihrer einzelnen Wirtschaftsleistungen. Die wirtschaftlich schwächeren Länder bekommen das natürlich als erstes zu spüren. Abhilfe könnte nur ein deutliches Bekenntnis der EU schaffen, endlich die versprochenen Rahmenbedingungen (eine politische Union) zu schaffen.
richtig, die willigen sollen sich an den eurobonds beteiligen und es den andern zeigen wie toll das funktioniert, jene die deutschland mit ins boot zwingen wollen haben ohnehin nicht bedacht dass spätestens wenn die dortige konjunktur abklingt sich das ganze eurobond-thema als kriesenbeschleuniger herausstellen wird
Der Witz von Eurobonds ist natürlich, dass Staaten, die es sich leisten können zumindest kurzfristig für die Schulden derer aufkommen, die es sich nicht mehr leisten können. Wenn da nur die mitmachen, die davon unmittelbar profitieren würden (also die PIIGS Länder) kann das logischerweise nicht funktionieren.
führt endlich die Eurobonds ein.
Seit Jahren suchen sie immer Gründe warum es nicht ohne die anderen Staaten geht,
aber es ist genauso eine Billige Ausrede,
wie die der Gegner der Finanztransaktionssteuer mit der Ausrede, ohne Großbritannien geht es nicht.
Wenn wir nicht wieder die Banken mit ein paar Fantastilliarden retten, wird die Welt untergehen. Alles wie immer.
http://www.banken-in-die-schranken.eu/Weil_weil_weil.pdf
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