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Calamari Fritti mit Chilimayonnaise vom Thai-Hansl.

Die Lümmelmöbel sind aus Teak und aus Rattan und natürlich mit dicken Pölstern bestückt. Die Beleuchtung changiert zwischen Zuckerlrosa und Buberlblau. In Sachen Deko wird massiv auf rosa Orchideen gesetzt.
Das Pièce de Résistance aber ist ein acht Meter langer Tisch, dessen Platte (Stärke: gut 25 cm) aus dem Stamm eines Mammutbaums geschnitten wurde und für sich allein zweieinhalb Tonnen wiegt. Architektonisch erinnert das neue "Klee am Hanslteich" an die gute alte Mole West am Neusiedler See, bei der Einrichtung wurden aber deutliche Anleihen an den Pool-Lounges südostasiatischer Strandhotels genommen.
Gelsen und Weißbrotjunkies
Auch sonst ist das zuletzt doch sehr verlotterte Wirtshaus am Wienerwald-Teich nach der Übernahme durch die Enkelin eines Immobiliengroßinvestors nicht wiederzuerkennen. Okay, der Geruch des trüben Weihers ist unverändert modrig, die Frösche quaken wie eh und je, das Gesurre der Gelsen verdunkelt zuverlässig den Himmel, und auch die Mitglieder der Entenfamilie sind immer noch dieselben Weißbrotjunkies.
Aber das Publikum rekrutiert sich plötzlich kaum noch aus Spaziergehern und den Mitgliedern der nebenan gelegenen Kleingartenanlage. Das merkt man schon am Parkplatz, wo fast nur Nobelcoupés, Stadtgeländewagen und Oberklasselimos herumstehen. Im Lokal dann ein Publikum, das zwar altersmäßig einen erstaunlich breiten Bevölkerungsquerschnitt abbildet, in Sachen Einkommen aber dem oberen Fünfzehntel zuzuordnen ist und sich beim Stil an dem orientiert, was mutmaßlich am Wörthersee als schick gilt: hui!
Handwerklich mit Pfiff
Auch bei Service- und Küchenmannschaft wurde nicht gespart: Restaurantleiter Manfred Helnwein kennt viele seiner neuen Gäste bereits aus dem Fabios, Küchenchef Alexander Pochlatko war die letzten Jahre im überaus beliebten Woracziczky in Wien-Margareten zugange und zeigt auch hier seine Qualitäten: Stets mehrheitsfähige, handwerklich gut gemachte, unaufgeregte Gerichte, aber durchaus mit Pfiff.
Calamari fritti mit Chilimayonnaise und Kräutersalat gelingen tadellos knusprig und leicht, die Kräuter sorgen für Frische. Ziegenfrischkäse gerät leider gar topfig und kommt so kalt zu Tisch, dass es einem die Zahnnerven zieht, dafür sind die dazu servierten Roten Rüben schwungvoll mariniert. Linguine mit Sommertrüffeln und ordentlich Oberssauce zu servieren zeugt von Mut zur Vorgestrigkeit - aber immerhin ist die Pasta tadellos bissfest gegart und die Sauce derart heftig aromatisiert, dass die Autan- und No-bite-Schwaden vom Nebentisch für die Dauer des Essens zuverlässig übertönt werden. (Severin Corti, Rondo, DER STANDARD, 22.06.2012)
Klee am Hanslteich
Amundsenstr. 10
1170 Wien,
Tel.: 01/480 51 50,
Küche Mi-So 11.30-22 Uhr
VS € 3,50-13,50, HS € 9,50-22,50
Fotos: Gerhard Wasserbauer
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das lokal ist so spektakulär wie sein name - kleeeee. nix neues, hier hat kalkül gesiegt, niemand hat sich aus dem fenster gelehnt, und location alleine ist zu wenig. natürlich sprechen wir von einem passablen wirtshaus, aber atmosphärisch eben kein grosser wurf, da hätte man wesentlich mehr draus machen können. keien lounge-tunes, keine sofas, kein einklang mit der natur, eher käfigartig in der natur mit hauptlink gelse. gut, über ein primitive antialkoholische getränkeauswahl darf man sich in österreich eh nicht aufregen, aber man dürfte doch erwarten, dass auf der karte oder zumindest auf nachfragen man einen hinweis bekommt, dass der spargel am salat paniert ist...
gesamturteil: befriedigend plus
ausgelassene möglichkeiten: vier minus
Wir waren am Samstag abend nach lesens des artikels kurz dort, und haben nur einen bentley und einen suv gesehen. Sonst waren keine anderen autos als vor jedem wienerwald zu sehen. Reingegangen sind wir nich da uns schon nach 20 metern vom parkplatz richtung lokal die gelsenschwärme eingekreist hatten.
wenn ich so einen teller sehe, denke ich mir gleich : da werde ich gefrotzelt: der preis richtet sich höchstwahrscheinlich nach der größe des tellers und nicht nach der portion
leider eine unsitte in vielen lokalen
ich kann keinen nutzen dahinter entdecken, ausser vielleicht dass koksende manager so eine unruhige hand haben, und so verhindert wird dass sie die tischdecke vollkleckern
heisst für mich schwungvoll woanders einkehren!
gehts bitte zum schutzhaus am heuberg zum roger und essts auf der terrasse aure pommes mit ketchup oder ein schnitzi. das ist wenigstens ehrlich und kostet auch keine fiktiven preise...und noch viel wichtiger: man muss nicht nicht die SUV komplexler das ganze essen lang geben!
mir reichen die ersten 3 absätze:
- poollounge
- Möbel aus teak und rattan
- nobelcoupés am parkplatz.
ich ergänze mir dazu im geist:
- belanglose sog. loungemusik
- typen, mit denen ich nicht in einem lokal sitzen will
- authentisch abgesagt, dafür modisch und wahrscheinlich eine eintagsfliege.
ich bekenne: ich gehe gerne in understated schutzhäuser. wo man grad gewachsene kleingärtner trifft, die auch gerne an klassischen holztischen ein achtel gemischten satz trinken und dazu ein schnitzel (ohne chilimayonnaise, dafür mit hundsordinären preiselbeeren) essen. Mir reicht licht in der standardvarainte und ottakringer im krügerl anstatt trumer in der flöte.
bin neugierig wie lang sich das hält!
http://hanslteich.at/
Da stehts eh...
warum ist der Standard so schüchtern und schreibt nicht wer die neue Eigentümerin bzw Pächterin ist:
Es ist Monika Wlaschek, -Enkelin von "Billa" Wlaschek
http://www.kekinwien.at/essen/06/... anslteich/
und der Grund gehört der Kirche
vielleicht sollten sie in der redaktion einen wunschzettel hinterlassen, was sie gerne alles in einem artikel an zusatzinformation hätten? also so zum anhakerln: uid, bankverbindung, kopie von grundbuchsauszug, auszug aus dem handelsregister, die letzten drei bilanzen ...
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