Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Tollkühn hat Alexander Wrabetz mit dem dritten ORF-Sender das Tor zur Vergangenheit aufgerissen, um nostalgische Wünsche mit Dokus zu bedienen. Nun jedoch hat der international so begehrte Intendant abermals überrascht und ORF III in die Gegenwart gebeamt. Livemarathon, Breivik-Prozess.
Sollte dabei der Eindruck entstehen, Wrabetz würde sich für die Übertragung schämen, indem er statt ORF 2 (wie sonst) nun den Kultursender heranzieht, unterschätzte man ihn womöglich wieder. Nicht ausgeschlossen schließlich, dass Breivik seltsamen Propagandakäse von sich gibt, was dem ORF Vorwürfe eintrüge, dem Attentäter eine Plattform zu bieten. Auf ORF III fiele das wirre Gehabe wohl nur unter "Doku einer Sonderform der Kunstfreiheit".
Man will Wrabetz aber auch nicht überschätzen. Vielleicht ahnte er nur, dass es sich bei dieser Livestrecke um die profunde Studie eines gelassen um Korrektheit ringenden Rechtsstaates handeln würde, die Breiviks Theater kaum Chancen bot. Und für so etwas Frisch gekocht, Alisa, Um Himmels Willen oder Karlich-Show opfern? Nie! Kahlschläge dieser Art gestattet Wrabetz nur bei Geschichtsumwälzendem wie Hochzeiten und Begräbnissen.
Letzte Vermutung: Normalseher wurden bewusst mit Herausforderndem verschont. Und ORF III mutierte zum Auffanglager für eine (aus einem Hauptsender) delogierte diskussionsverzierte Besonderheit. Hoffentlich kein Trend. (Ljubiša Tošić, DER STANDARD, 22.6.2012)
"Beine breit, Schultern gerade, Brust raus - genauer: Brust frei -, das ist die Körperhaltung der Femen-Aktivistinnen"
Edgar Böhm muss gezwungen werden, in einer Séance Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen, um bei Schubert ein Lied zu bestellen
Frisch Verliebte sollten keine Großkonzerne managen, keine schweren Maschinen betätigen, lieber nicht mit scharfen Messern hantieren
Der FC Bayern ist - nach traumatischen Zweitplatzierungen - endlich wieder da, wo er hingehört
Besonders zu Feiertagen werden Sender zu Repetitionsmaschinen
Die amerikanische 3-D-Animations-Serie hat Shaun das Schaf-Qualitäten
Erdrutschbehauptungen seitens des ORF und kreuzkriecherische Demut seitens der Politiker
Opulente Historienkulissen und ohnmachtsnahe Adelstöchter: Ein Tribut an den bereits verstorbenen Hollywoodstar
Während ein trauriger Messi das Match durchsaß, hielt ORF 1 mit "Plan B für die Liebe" dagegen
Mechanismen der Verdrängung: NS-Opfer sprechen am 4. Mai über das Unaussprechliche
es im ORF zwar möglich ist, stundenlang live von einer Gerichtsverhandlung in Norwegen zu berichten, man aber für eine Live-Berichterstattung aus dem Untersuchungsausschuss auf twitternde Journalisten angewiesen ist, spricht auch irgendwie eine deutliche Sprache der "Möglichkeiten" in dem Land.
Die Bürger können sich nicht selbst informieren, können sich kein eigenes Bild machen, sondern sind auf Beschreibungen aus zweiter Hand angewiesen. Genau das wollen leider die österreichischen Parteien: Bürger, die nicht selbst denken, sondern für die vorbedacht wird, um sie manipulieren zu können.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.