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Eisenstadt - Die Gremien von BEWAG und BEGAS haben am Donnerstag den Weg für die Fusion der beiden Unternehmen zu einem Energieversorger für Strom und Gas geebnet. Aufsichtsräte und Hauptversammlungen fassten in ihren Sitzungen die dazu notwendigen Beschlüsse. Am Nachmittag gab BEWAG-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Kaltenbacher auch die Bestellung des neuen Vorstandes bekannt: Alois Ecker (51), bisher im Vorstand der EVN-Tochter kabelplus AG, wird ab 1. Juli mit Vorstandssprecher Michael Gerbavsits die Unternehmensspitze bilden.
Ecker, der die Nachfolge des im April von seinem Mandat zurückgetretenen Reinhard Schweifer antritt, wurde für eine dreieinhalbjährige Funktionsperiode bestellt. Sein Mandat läuft damit gleich lang wie jenes von Gerbavsits. Er habe dies akzeptiert und habe kein Problem damit, meinte Ecker vor Journalisten in Eisenstadt. Die Fusion sei "sicherlich für die Traditionsunternehmen BEWAG und BEGAS ein historischer Moment. Es ist mir wirklich eine sehr, sehr große Ehre und Freude, hier mitwirken zu können."
Der neue BEWAG-Vorstand ist Jurist, verheiratet und Vater zweier Kinder. Nach dem Jusstudium trat er 1987 in die EVN ein. Im Jahr 2000 wurde er Vorstand der Kabelsignal AG, die 2009 die BEWAG-Tochter B.net Burgenland Telekom GmbH übernahm und seit 1. März dieses Jahres unter dem Namen kabelplus AG auftritt.
"Eindeutiger Mehrheitsbeschluss"
Ecker sei vom BEWAG-Aufsichtsrat mit einem "eindeutigen Mehrheitsbeschluss" bestellt worden, so Kaltenbacher. Für den Vorstandsposten gab es insgesamt 16 Bewerber, von denen vier in die engere Auswahl kamen.
"Wir werden am 29. Juni die Fusion anmelden im Firmenbuch. Es wird irgendwann in der ersten Juliwoche dann die Eintragung erfolgen, so dass es ab diesem Tag nur mehr einen Aufsichtsrat und einen Vorstand geben wird", erläuterte Gerbavsits. Für die Kunden soll sich der Zusammenschluss von BEWAG und BEGAS mit 1. Oktober durch den Neuauftritt bemerkbar werden.
Seit dem Ausscheiden von Schweifer hatte BEGAS-Vorstandsdirektor Leopold Buchmayer interimistisch auch den BEWAG-Vorstandsposten inne. Den Zusammenschluss von BEWAG und BEGAS habe man seit 25 Jahren diskutiert - "unterschiedlich laut, oft hinter verschlossenen Türen", meinte Buchmayer: "Das Fenster, das sich da jetzt aufgetan hat im Dezember 2010, das ist jetzt genützt worden."
Bereits am Vormittag war der BEGAS-Aufsichtsrat zu seiner voraussichtlich letzten Sitzung zusammengekommen, um die Beschlüsse zur Fusion zu fassen. Damit ende auch die Geschichte der BEGAS, die vor 42 Jahren mit dem Aufbau einer Gasversorgung im Burgenland begonnen habe, meinte BEGAS-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Mezgolits. (APA, 21.6.2012)
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