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Ein größeres Stück vom Kuchen will Verlegerpräsident Hans Gasser.
Wien - Kommende Woche soll der Ministerrat präziser regeln, wie Inserate von Ministerien und anderen öffentlichen Stellen auszusehen haben. Nach STANDARD-Infos hat sich die Koalition auf die Richtlinien zum Medientransparenzgesetz geeinigt, das mit Juli in Kraft tritt.
Wie Minister werben dürfen
Das Gesetz verbietet etwa Werbung mit Konterfeis und Namen von Ministern. Die Richtlinien regeln mit einer offenbar umfassenden, aber eher allgemein formulierten Liste, was die Ressorts so dürfen; das Gesundheitsministerium etwa Anti-Raucher-Kampagnen, nennen Menschen mit Einblick in die Materie als Beispiel.
Zeitungsverbands- und Wirtschaftsblatt-Chef Gasser setzt hohe Erwartungen in das Medientransparenzgesetz: Es "wird die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Unabhängigkeit unserer Medien nachhaltig stärken. In der Flut von kostenlosen, bunten Blättern werden unsere Zeitungen und Magazine ihre Systemrelevanz für die Demokratie nur durch gelebte Unabhängigkeit, verlegerische Verantwortung und journalistische Qualität beweisen können."
Gassers Anliegen zielt auf bisher vor allem unter Boulevardblättern verteilte öffentliche Inserate. Die 120 Millionen Euro stünden in keinem Verhältnis zur Presseförderung, heuer weiter auf 10,8 Millionen gekürzt.
Ab Herbst will Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SP) über eine neue Presseförderung verhandeln. Gasser fordert fünfmal mehr Subvention, 50 Millionen Euro. Nur so könnten die Zeitungen der digitalen Herausforderung "wirkungsvoll begegnen". Zu fördern seien kleine regionale Medien ebenso wie Marktführer, gedruckte und digitale Medien, Qualität und Journalismus, ließ der VÖZ verlauten.
VÖZ-Vorstand gewählt
Gasser wurde bei Generalversammlung am Donnerstag als Präsident wiedergewählt wurde. Er geht in seine zweite Amtsperiode.
Darüber hinaus wurden Oscar Bronner (STANDARD), Max Dasch (Salzburger Nachrichten) und Harald Knabl (Niederösterreichische Nachrichten) als Vizepräsidenten im Amt bestätigt. Eugen A. Russ (Vorarlberger Nachrichten), wurde zum ersten Mal in die Riege der Vizepräsidenten gewählt.
Neu im Präsidium des Verlegerverbandes sind Axel Bogocz (Verlagsgruppe News) als Schriftführer des VÖZ und Gerda Schaffelhofer (Die Furche) in der Funktion des Kassiers. Bogocz übernimmt sein Amt von Russ. Schaffelhofer tritt an die Stelle von Hans Peter Halouska (auto touring), der nach 21 Jahren aus dem Präsidium ausscheidet.
Als weitere Mitglieder des Präsidiums wurden Rudolf Andreas Cuturi (Oberösterreichische Nachrichten), Thomas Kralinger (Kurier), Hermann Petz (Tiroler Tageszeitung) und Georg Waldstein (Gewinn) wiedergewählt.
Weiters wurden Oliver Schmerold (auto touring) und Dietmar Zikulnig (Kleine Zeitung) und Hansjörg Berger (Kärntner Tageszeitung) zum ersten Mal in den Vorstand des Verlegerverbandes gewählt. Weiterhin im Vorstand sind: Walter Achleitner (Kirchenzeitungen), Martin Aistleitner (Salzburger Volkszeitung), Wolfgang Bretschko (Kleine Zeitung Graz), Rainer Eder (Österreichische BauernZeitung), Reinhold Gmeinbauer (Die Presse), Nina Haas (Wienerin), Helmut Hanusch (News), Martin Huttarsch (Kronen Zeitung), Erwin W. Luthwig (Gruner + Jahr), Markus Raith (Neue Vorarlberger Tageszeitung), Erich Scharf (Salzburger Woche), Karl Schiessl (Wiener Zeitung) und Michael Strugl (Neues Volksblatt). (fid, red, DER STANDARD, 22.6.2012)
Kanzleramt legt Haas-Untersuchung vor: Empfiehlt verstärkt inhaltliche als strukturelle Subvention - Zeitungsverband sieht Forderung nach 50 Millionen bestätigt
Subvention auch für Onlinemedien - "Nicht das Trägermedium, sondern der Content ist entscheidend"
Die Heeresreform ist einfacher umzusetzen, erklärt der Medienstaatssekretär im Okto-Medienquartett
Förderung für regionale Vielfalt geht an sieben Zeitungstitel - Presseförderung in vergangenen 20 Jahren halbiert - Parteienförderung massiv ausgebaut
1. Presseförderungen verzögern den breiten Umbau der Printmedien zu digitalen und interaktiven Informationsangeboten im Netz, sind somit fortschrittsfeindlich.
2. Haben die vielen geförderten Blätter der 2. Republik Österreich auch nur einen einzigen Karl Kraus hervor gebracht? Nein, weder in den Redaktionsstuben noch gegen sie.
damit der herr gasser seine fortgeschritten sechsstellige jahresgage weiter bezahlt bekommt, soll die öffentlichkeit in die tasche greifen, halt mit dem mascherl meinungspluralismus?
die styria hat sich in den letzten jahren durch falsche management-entscheidungen ein paar medienmühlsteine um den hals gehängt, die immer stärker nach unten ziehen. alle feuern, diese eitlen nichtskönner.
zum neuen journalisten-kv abgebrochen, dann gefordert, dass die presseförderung verfünffacht wird. in sachen strukturkonservatismus kann man von den alten männern im VÖZ noch ordentlich was lernen...
http://bit.ly/MxLqr5
... was faselt der von qualitätsmedien und unabhängiger presse?! - will doch nur mehr geld für willfährige proporz-schreibe.
wenn ich denke, dass das Wirtschaftsblatt (dank schwedischer finanzierung) unabhängig war und sich die erste geschäftsführung immer gegen presseförderung ausgesprochen hat, dann sieht man was die Styria mit österreichischen (und kroatischen) medien macht: heim ins katholische reich holen und mit ablasshandel und schutzgeldpressung ihr historisches geschäftsmodell ausweiten...
an sich ist eine gute sache, allerdings müsste die gezielter erfolgen.
und wenn er den vergleich mt dem orf bemüht, dann sollte ihm doch bewusst sein, dass der orf anders als die von ihm vertretenen medien kein privatunternehmen ist.
ohne Presseförderung kommen die Zeitungen am Ende noch auf die Idee investigativen Journalismus zu betreiben auch wenn dieser gegen Politiker geht
das will will man irgendwie kontrollieren :)
ich erinner mich noch mit Freudentränen, als sie im Deutschen TV, einem Grünenpolitiker (der sich Wahnsinnig für die Energiesparlampe eingesetzt hat) gefragt haben ob er weiss was mit kaputten Energiesparlampen passiert, ausser stottern kam da nichts, der Reporter hat ihn dann aufgeklärt, Bindung des Quecksilbers mittels Chemikalie, und Endlagerung zusammen mit Atommüll im ehem. Salzbergwerk, der Herr Politiker war sehr erstaunt
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