Flashmob: Künstler protestieren gegen "Raubzug"

Ansichtssache
21. Juni 2012, 16:06

Zwei wesentliche Änderungen des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes waren am Donnerstag Anlass für einen Flashmob-Protest vor dem Parlament in Wien. So soll die Pensionsklausel, die pensionsberechtigten Künstlern keinerlei Zuverdienst gestattete, gestrichen werden. Andererseits werden auch die Einkünfte des Fonds reduziert. Rund 40 Künstlerinnen und Künstler schlossen sich dem Protest gegen einen solchen "Raubzug" an.

foto: apa/hans klaus techt
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Die Hälfte der Postings ist weg! Warum das?

das hat system ;)

Es stimmt nicht

dass Künstler in der Pension nichts dazu verdienen dürfen. Nach Erreichung des Regel-Pensionsalters darf jeder dazu verdienen, so viel er will - er muss es nur weiterhin versteuern.
Die bisherige Regelung lautete, dass Künstler nach Erreichung des Pensionsalters kein Recht mehr auf den Zuschuss von der ksvf haben.

Die österreichische "Künstlersozialversicherung" ist keine echte Versicherung (wie in Deutschland wo die KSK den Arbeitgeberanteil zahlt). In Österreich gibt es nur einen Zuschuss - ein Almosen sozusagen. Dessen Höhe richtet sich danach, wieviel Geld insgesamt im Topf ist.
Sobald jemand ein normales Einkommen erreicht, fliegt er eh wieder raus, weil er damit über der Höchstgrenze liegt.
Alles eine komplette Augenauswischerei.

Ja, stimmt.

Aber eine durchdachte Methode, bestimmte Berufsgruppen höchst effizient daran zu hindern, einigermaßen gut zu verdienen.
Die SV führt übrigens gerade eine Urbefragung durch.

Wie viele Flashmobs muss es eigentlich noch geben...

bis die Leute merken, dass dem Staat diese Art von Protest wurscht ist? Die Politik weiß schon, was sie tut, und sie versteht nur eine Sprache: Druck.

und der kommt wenn man aufmerksamkeit erregt... zb. in medien berichtet wird

die künstlerfeindlichkeit hier im standard-forum nimmt ja schon krone-ausmaße an...

wie bzw. wann wir man ein Künstler?

wenn man die Rechtschreibung beherrscht!

verstehe ich das richtig

die zuverdienstgrenze für künstler wird aufgehoben und sie gehen demonstrieren?

so wie cih das sehe hört ein echter künstler ohnehin nie auf zu "arbeiten" also gibts eigentlich ncihts besseres als diese lösung...

so wie ich das verstehe darf ein künstler in pense keine bilder mehr verkuafen und jetzt darf er es schon!

ich glaub..

..die beziehen sich mit dem Thema "Raubzug" eher auf diesen Teil des neuen Gesetzes: "Andererseits werden auch die Einkünfte des Fonds reduziert"

ähmm, na und, das bedeutet doch weniger steuern, oder?

also eine pension funktioniert bei mir so, dass man in eine versicherung (fond) einzahlt und dann was raus bekommt..

oder wird den künstlern die penso sowieso von wem andren bezahlt (im gegensatz zu uns "normalos") und sie regen sich jetzt auf weil sich nciht mehr alles geschenkt bekommen??

ganz klar ist mir das irgendwie nicht....

für mich ist die aussage:

weniger einkünfte für den fond (weniger steuern)
da steht nciht, dass der fond auch weniger ausschüttet!!!!!

+ offener zuverdienstgrenze

= streik

es scheint ja sie messen kunst nur an deren ökonomischer bedeutung für die gesellschaft...

KünstlerInnen sind Einpersonenunternehmen (EPU)

Ein paar berühmte EPU aus Österreich sind z.B. Georg Danzer, Falco, Gerhard Bronner (Oscars Vater), Christine Nöstlinger und auch Mozart.

Also vom optischen Eindruck her

schaut die Aktion irgendwie verpatzt aus.
Ein paar junge Leute lungern vorm Parlament rum. Keiene Plakate, keine Szene gespielt, kein trauriges Lied gesungen.
Wirkt irgendwie demotiviert.
Wer nicht aufsteht hat schon verschlafen.

Googeln Sie den Begriff "Flashmob"

und sSie werden geholfen werden.

Olle Künstler olle mahler san jo kane braven Steuerzohla

Weil die Frauen und der Wein lossans kane Engl sein
A de Musikanten san ned rarer jo des san erst richtige verzahrer
Weis hoid weana Künstler san de nur duan wos gern dan.

http://www.youtube.com/watch?v=6ZCAbbnYSPY

Laut Finanzamt ist man Künstler mit allen vor- und Nachteilen
In der Gesellschaft wird man immer als sog. Künstler angesehen werden, denn Kunst liegt im Auge des Betrachters und ist nicht objektiv

Künstler?

Also, der Hermann Nitsch z.B. war sicher nicht dabei, wiewohl er doch dem ganzen erst den richtigen Drive geben konnte - mit einem Schüttbild auf dem Parlament. Glauben die sog. Künstler, die sowieso mit vielen Steuerprivilegien auskommen müssen (!), dass sie die einzigen sind, welche vom Parteienmob ausgeraubt wird?

der wohlhabende künstler sind die ausnahme

künstlerinnen mit akad. abschluss
verdienen in deutschland durchschnittlich
ca. um die 1000eur/monat.

Wenn man den Beruf als Künstler ausübt, ist man Künstler und nicht sog. Künstler.

Welche Steuerprivilegien bitte?

Welche Steuerprivilegien bitte?

1) künstlerischen Umsätze unterliegen nur 10%
2) Einkommen kann über 3 Jahre beliebig verteilt werden.
3) wenn lt. 2) man es schafft unter 11k/Jahr zu bleiben: keine Erklärung- und Steuerpflicht (damit auch keine Steuerberaterkosten)
4) alles was der Künstler für seine Kunst "braucht" kann abgezogen werden (und "kreativ" in dieser Hinsicht sollte ja ein Künstler sein, oder? ;))
etc
Näheres bei Steuerberater, die nebenbei auch noch "Künstler" sind.... warum wohl?

besser informieren statt hetzen

1) der ermäßigte umsatzsteuersatz von 10% gilt für eine reihe von dingen: vermietung zu wohnzwecken (kauf von grundstücken: 0% ust!), land- und forstwirtschaftliche produkte, schwimmbäder usw.
2) weil künstlerInnen überdurchschnittlich oft überdurchschnittlich hohen einkommensschwankungen unterliegen (z.b. mehrjährige restaurierungs- oder kunst-im-öffentlichen-raum-aufträge, die keineswegs in regelmäßigen raten bezahlt werden). und dennoch: die mittleren äquivalenzeinkommen von kunstschaffenden sind 30% niedriger als bei der gesamtbevölkerung.
3) die einkommensteuergrenze ist für alle (selbstänig) erwerbstätigen gleich
4) betriebsausgaben (aufwendungen für die berufliche tätigkeit) können alle selbständigen geltend machen. nona!

Wieder einmal erschreckend, wie die Ahnungslosen und Ungebildeten hier grüne Stricherl verteilen. Ist völlig egal, ob es falsch ist. Hauptsache es passt ins Weltbild.

1) Die 10% USt für Kunst (=Luxus, nicht Notwendigkeit) ist sachlich nicht gerechtfertigt.
2) Ja eben! Diese Verteilung auf 3 Jahre ist eben ein Privileg, reduziert Steuerbelastung f unreg. Ek.
4) Es ging dem Poster wohl um die speziellen Pauschalierungsverordnungen, bzw. allgemein die umstrittenen §17 EstG-Durchschnittssätze. ("gewinnvermindernde" Betriebsausgabenpauschale)

Das sind alles eindeutig steuerrechtliche Privilegien. Mit ein bisschen Geschick kann man die ESt vermeiden

seit wann ist fakten auflisten "hetzen"?

ad 1) weiss ich..und? nur weil ein paar andere auch 10% bzw. 0% USt verrechnen dürfen ist es trotzdem ein Vorteil gegenüber jenen, die 20% verrechnen müssen.

ad 2) andere selbstständige haben auch schwankungen. ob stärker oder schwächer spielt keine rolle bei der bewertung, ob das ein vorteil für künstler ist oder nicht. es ist definitiv ein vorteil. dass damit evtl. andere "nachteile" nicht steurlicher natur ausgeglichen werden ist ein anderer punkt.

ad 3) weiss ich...danke. nichtsdestotrotz müssen alle anderen trotzdem eine einkommenssteuererklärung abgeben und dafür zeit oder geld aufwenden. ein künstler nicht.

ad 4) kein platz mehr. aber ich hätte ne liste "absetzbarer" dinge nur für künstler

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