Riesenwombat-"Friedhof" verblüfft Paläontologen

Forscher stießen im Bundesstaat Queensland auf mindestens 20 Diprotodon-Skelette - Die größten Beuteltiere der Erde starben vor 50.000 Jahren aus

Sydney - Paläontologen haben in Australien den bisher größten bekannten Diprotodon-"Friedhof" freigelegt. In einer entlegenen Gegend im Bundesstaat Queensland stießen die Wissenschafter auf mindestens 20 Skelette von Riesenwombats - einem ausgestorbenen Beuteltier, das so groß war wie ein heutiges Nashorn. Die Forscher schätzen die Fossilien auf ein Alter von 100.000 bis 200.000 Jahre.

Ein Exemplar der Spezies tauften die Forscher auf den Namen Kenny. Allein sein Kieferknochen ist 70 Zentimeter lang. Kenny sei eines der am besten erhaltenen Exemplare seiner Artgenossen, die je in Queensland entdeckt worden seien, sagte Forschungsleiter Scott Hocknull.

Rekordbeuteltiere

Die Diprotodons sind die größten Beuteltiere der Welt. Sie waren bis zu 2,8 Tonnen schwer und ähnelten in ihrem Aussehen den viel kleineren Wombats. Die Diprotodons waren rund zwei Millionen Jahre auf der Welt zu Hause. Vor 50.000 Jahren starben sie aus - zur selben Zeit, als die ersten Stämme von Ureinwohnern in Australien auftauchten. Warum sie ausstarben, ist ungeklärt. Dazu erhoffen sich die Forscher neuen Aufschluss durch den "Friedhof" der Riesenwombats. (APA/red, derstandard.at, 21.6.2012)

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