Riesenwombat-"Friedhof" verblüfft Paläontologen

21. Juni 2012, 15:15

Forscher stießen im Bundesstaat Queensland auf mindestens 20 Diprotodon-Skelette - Die größten Beuteltiere der Erde starben vor 50.000 Jahren aus

Sydney - Paläontologen haben in Australien den bisher größten bekannten Diprotodon-"Friedhof" freigelegt. In einer entlegenen Gegend im Bundesstaat Queensland stießen die Wissenschafter auf mindestens 20 Skelette von Riesenwombats - einem ausgestorbenen Beuteltier, das so groß war wie ein heutiges Nashorn. Die Forscher schätzen die Fossilien auf ein Alter von 100.000 bis 200.000 Jahre.

Ein Exemplar der Spezies tauften die Forscher auf den Namen Kenny. Allein sein Kieferknochen ist 70 Zentimeter lang. Kenny sei eines der am besten erhaltenen Exemplare seiner Artgenossen, die je in Queensland entdeckt worden seien, sagte Forschungsleiter Scott Hocknull.

Rekordbeuteltiere

Die Diprotodons sind die größten Beuteltiere der Welt. Sie waren bis zu 2,8 Tonnen schwer und ähnelten in ihrem Aussehen den viel kleineren Wombats. Die Diprotodons waren rund zwei Millionen Jahre auf der Welt zu Hause. Vor 50.000 Jahren starben sie aus - zur selben Zeit, als die ersten Stämme von Ureinwohnern in Australien auftauchten. Warum sie ausstarben, ist ungeklärt. Dazu erhoffen sich die Forscher neuen Aufschluss durch den "Friedhof" der Riesenwombats. (APA/red, derstandard.at, 21.6.2012)

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16 Postings

wäre ein nettes haustierchen.

also ich hab da so eine idee

warum die langsamen riesenviecher ausstarben, als menschen das land besiedelten...

ich hatte die gleiche Idee :-)

beutel eignete sich als schlafsack?

2 millionen jahre haben die durchgehalten. das ist erstaunlich wenn man den modernen mensch dazu in relation setzt. der unterschied ist dass wir uns nach einem bruchteil dieser zeit bereits selbst ausgerottet haben werden. die rechnung größeres gehirn, koordination- greif und sprachkapazität ist ein selbstzerstörungsmodell. leider habne wir bis zu dieser vollendung auch alle andern mit runter gerissen. wir sind nicht nur die krone-, sondern auch die guillotine der schöpfung

erstaunlich! sie können in die zukunft schauen!

ein wesensmerkmal der evolution ist, dass alles was lebt angepasst ist (im evolutionären sinn), dass evolution immer stattfindet und dass unmöglich vorherzusagen ist, was irgendwann einmal nicht mehr angepasst sein wird (ausstirbt).

auch der mensch ist diesen regeln unterworfen und auch der glaube vorhersagen zu können, wie es mit "uns" weitergeht, ist eine anmaßung die der evolutionäre prozess nicht duldet (soweit der als simpler mechanismus überhaupt irgendwas dulden kann).

Immerhin...

ist der Mensch faehig Organismen die Jahrmillionen dazu gebraucht haben sich zu entwickeln und Jahrmillionen ueberlebt haben binnen kurzer Jahrtausende auszurotten.

Auch sieht es empirisch so aus, dass die Menschheit eine Natur- und Klimakatastrophe fuer den gesamten Oekosystem darstellt, der jedoch fuer das Ueberleben von Menschen von grundlegender Bedeutung ist.

Vom diesem Gesichtspunkt ist die Aussage das die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Mensch selbst ausrottet, gross ist, eine logische Schlussfolgerung.

Das sind ja schon fast heilige Worte, die Sie da verwenden ;-)
das mit der Anmaßung kenne ich sonst nur in ganz anders gearteten Diskursen...

"Riesen-Wombat"

erstaunlich, dass hier bei der namensnennung eines tieres, das vor langer zeit in australien lebte (und dessen nachfahren, etwas eingegangen, heute noch dort leben), auf das wienerische zurückgegriffen wird:

riesen-wombat(a hund). eigentlich wampat oder wampert, aber offenbar gabs da eine lautverschiebung.

;-)

im genuinen Wiener idiom wäre allerdings...

"urwampert" bzw. "Ur-Wombat" zu erwarten.

ur-wampert würde auch gleich doppelt passen, sind ja die älteren vertreter der wamperts

... ähm, wombats . ;-)

unsere (fiktive) wombat/wampert-geschichte erinnert mich irgendwie an diejenige der Mantispa aphavexelte :
http://de.wikipedia.org/wiki/List... ge_Kuriosa

ha! genial. danke für diesen link. :-)

im genuinem Wiener idiom wü

Ur-wombat

Wombats sind süß, kommen's ma do ned mit schiachen Wienern.

Generalismus durch Extreminvestition

Immer wieder starben nach dem Auftreten des Homo sapiens viele Arten des jeweils ansässigen Großwildes aus. Offenbar zahlt sich die massive Investition in Hirn- Koordinations- Greif- und Sprachkapazität aus. Doch ob es auf Dauer ein sehr effektives Modell der Evolution ist?

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