Deutsche Buchbranche will Urheberrecht im Internet diskutieren

Entkriminalisierung des nicht kommerziellen File-Sharings aber nicht diskutabel

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist zu Gesprächen über Korrekturen am Urheberrecht im Internet bereit. In bestimmten Bereichen, etwa bei der sozialen Kommunikation im Netz, bleibe das Urheberrecht hinter der neuen Lebenswirklichkeit zurück, erklärte Börsenvereinspräsident Gottfried Honnefelder am Donnerstag zur Eröffnung der Buchtage Berlin 2012. Nicht diskutabel sei aber die von der Piratenpartei geforderte Entkriminalisierung des privaten direkten, nicht kommerziellen File-Sharings. "Würde dies zugelassen, wäre der gesamte Markt tot. Autoren blieben unter dem Strich ohne Lohn und Arbeit."

Beratungsrunde bis Freitag

In der Internet-Gemeinde werde immer wieder suggeriert, das Urheberrecht sei passé. Aber Autoren und Verlage blieben unverzichtbare Teile der kulturellen Schöpfung, sagte Honnefelder. Die Buchbranche dürfte nicht schweigen, wenn etwa aus der Internet-Gruppe "Anonymous" mit persönlichen Beleidigungen und Drohungen zur Jagd auf Autoren geblasen werde. Rund 1.000 Verleger, Buchhändler und Buchmarktexperten wollen bis zum Freitag in Berlin über einen besseren Schutz des geistigen Eigentums beraten. (APA, 21.6.2012)

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