Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

BEAK >> alias Geoff Barrow, Billy Fuller und Matt Williams: Acid, Kraut und Rock.
Geoff Barrow stieg Mitte der 1990er-Jahre im britischen Bristol mit seinem Trio Portishead im Gefolge des Welterfolgs der Nachbarsbuben Massive Attack neben Tricky zu einem der drei Hauptacts des Genres TripHop auf. Man hörte faule, heruntergedimmte Vierviertelbeats von HipHop-Platten, die an Stromunterversorgung litten. Es dräuten atmosphärisch dunkle, in Moll-Akkorden gehaltene Arrangements aus der Hardcore-Kifferparanoia- und Twin-Peaks-Soundtrack-Schule. Über diese legte die mindestens als schwierig geltende Hysterieunterdrückungskünstlerin Beth Gibbons ihre unverwechselbar durch nebelige Moorlandschaften irrlichternde Stimme: "Give me a reason to love you."
Gut unterfüttert mit diesem Welterfolg geht Geoff Barrow es seitdem gemütlicher an. 2008 versenkte er mit Third, dem dritten Portishead-Album, unter dem lauten Jubel der internationalen Weltpresse seinen Geldesel mit sperriger wie toller Ruinendisco-Musique-Concréte. Man erinnere sich nur an das abgrundtiefe Bassfrequenzpochen der damaligen Single Machine Gun. Er produzierte auch ein bisschen in der Gegend herum; unter anderem saß er für so unterschiedliche Leute wie Sexbomber Tom Jones, Songwriter Baxter Dury, die Britpopper The Coral, die Gothic-Posterboys The Horrors oder die Neo-Progressive-Rocker Crippled Black Phoenix im Studio und gründete die Plattenfirma Invada.
Dort veröffentlichen nicht nur die letztgenannten Pink-Floyd-Sachverwalter. Geoff Barrow gönnt sich nach dem Debüt Beak> von 2009 und der Begleitung der fantastischen deutschen Kühlschranksängerin und Nico-Verehrerin Anika mit einem selbstbetitelten Dub-Noise- und Minimal-Wave-Rock-Album aus dem Jahr darauf nun mit BEAK>> einen exzentrischen Nachschlag. Wieder stehen die Stücke dieses neuen Albums ganz unter dem Zeichen der freien Studioimprovisation und Klangforschung, wie man sie aus den Zeiten des deutschen Krautrock der 1970er-Jahre von Bands wie Can oder Neu! kennt.
Alte analoge Synthesizer quäken fröhlich. Der von Neu!-Schlagzeuger Klaus Dinger geprägte Maschinenbeat marschiert durch Stadt, Land und über die Autobahn. Dazu pumpt ein Pulsfrequenzbass. Weit im Hintergrund jammert eine Gesangsstimme auf den Spuren Syd Barretts. Geoff Barrow und seine zwei Partner Billy Fuller und Matt Williams verzichten dabei weitgehend auf nachträgliche Studiobearbeitungen. Alles entsteht live. Wulfstan II bildet mit seinen sieben Minuten das energetische Zentrum auf BEAK>>. Ein verzerrter Bass bohrt Löcher in das Universum. Daraus strömt reines Acid. Syd Barrett jubiliert. Eine wimmernde Orgel tut es ihm gleich. Da schlingert eine besoffene Surfgitarre vom Raumschiff Dark Star dazwischen. Der Kapitän versucht , den Kurs zu halten. Gott sei Dank kann sich der Schlagzeuger an den Grundbeat erinnern. Beak>>, ein Drogentrip ohne Reue.
Gerade eben ist auch eine weitere Arbeit Geoff Barrows erschienen. Gemeinsam mit dem BBC-Soundtrack-Komponisten Ben Salisbury entwirft er auf Drokk: Music Inspired By Mega City One einen an die käsige Synthesizermusik eines John Carpenter oder an Vangelis und Blade Runner erinnernden, fiktiven Soundtrack für eine gerade entstehende zweite Verfilmung des Law-and-Order-Comics Judge Dredd. Musik für die Aufstände in Großbritannien sowie für die Occupy-Bewegung. (Christian Schachinger, Rondo, DER STANDARD, 22.6.2012)
BEAK>> und Drokk sind bei Invada erschienen. Österreich-Vertrieb: Trost
Das ORF-Radio-Symphonieorchester-Wien bündelt auf 24 CDs 300 Jahre Musikgeschichte
Black Sabbath veröffentlichen "The Vinyl Collection: 1970-1978". Den Schlüssel zum Tor zur Hölle gibt's gratis dazu
Bryan Ferry lässt seine alten Songs von Jazzmusikern im Stile der 1920er-Jahre neu einspielen. Der Popstar als Kurator
Neue Alben von Crystal Castles, Graveyard und Breaking Lights
Die britischen Industrial-Music-Begründer Throbbing Gristle beenden ihre Karriere mit einem Nico-Tribut
Abenteuerlich, unberechenbar und gegen Zeitgeist-Anbiederung: Die gern als kultisch bezeichnete US-Band tritt erstmals in Österreich auf und stellt ihr neues Album "Unsound" vor
Von Gottesbeweisen und Wiedererscheinungen: Die Anhänger Lee Hazlewoods empfangen das neu edierte Album "A House Safe for Tigers" sowie die Singles-Box "You Turned My Head Around" - gepriesen sei der Herr!
Wolfgang Schlögl von den Sofa Surfers veröffentlicht nach "Paradies der Tiere" ein weiteres Projekt aus der Fauna, "Bee Pop"
The Karlbauers und ihr dicht-melancholisches Vinylprojekt "Fool's Island"
Das Hamburger Komiktrio Studio Braun schreibt mit der Mockumentary "Fraktus" die deutsche Musikgeschichte neu
Sie haben zwei Lieder. Eines ist zäh drückend, das andere schnell. 16 Jahre Pause haben das nicht geändert. Soundgarden haben sich reformiert und ein neues Album produziert
Neue Alben von Donald Fagen und Abel Tefsaye alias The Weeknd
Dan Penn und Spooner Oldham schrieben etliche Soul-Klassiker für andere Künstler. Nun veröffentlicht Penn die raren Originale, die er selbst gesungen hat
Der ehemalige Sixties-Teenagerschwarm von The Walker Brothers legt mit dem Album "Bish Bosch" sein bisher radikalstes avantgardistisches Statement vor
Der frühere Gitarrist von R.E.M. hat still und fast heimlich sein erstes Soloalbum bei Mississippi Records veröffentlicht
Das Led-Zeppelin-Reunionkonzert von 2007 ist jetzt als Album erschienen. Ein Himmel voller Stromgitarren, Blitz und Donner.
Die Beatles bitte. Einmal alles. Das Gesamtwerk der Fab Four als zehn Kilo schweres Box-Set auf Vinyl. Ein Erbteil der EMI
Das schwedische Duo Icona Pop mag nur ein gutes Lied im Gepäck haben. Dieses aber ist unwiderstehlich: "I love it!"
Ein neues Album von James Chance And Les Contortions und eine Remix-Revue von Björk
Spontan, dynamisch, rauschhaft: Der Holstuonarmusigbigbandclub stellt in Tirol und Vorarlberg seine neue CD vor
Wie viele Alben James Last produziert und verkauft hat, weiß er nicht. Es interessiert ihn auch nicht. Jetzt ist jedenfalls eines dazugekommen - das schon 1969 aufgenommene "America Album"
Neue Alben von Ernesty International, Staff Benada Bilili und Stubborn Heart
US-Komponistin Holly Herndon seziert auf ihrem Debütalbum "Movement" Minimal Techno mit Vokaleffekten
Neil Young und seine alte Begleitband Crazy Horse veröffentlichen mit "Psychedelic Pill" wieder einmal ein überbordendes musikalisches Meisterwerk
Ich glaube nicht, dass es sich dabei um eine bestimmte Musikform handelt. Außerdem ist dieser Begriff auch erst aufgekommen, lange nachdem wir aufgehört hatten, zusammen als Gruppe aufzutreten, der Begriff kam ja erst in den achtziger Jahren auf. Mir ist das eigentlich ziemlich egal, ob Can dieses Etikett angeheftet wird, „Krautrock“ ist tatsächlich überhaupt nicht negativ besetzt, Krauts war zwar mal im Krieg ein nicht so nett gemeinter Begriff für die Deutschen, aber in diesem Kontext besagt das eigentlich nichts anderes als in Großbritannien der Brit-Rock, vielleicht weil hier Deutsch-Rock einfach zu blöd klingt. Das beinhaltet ja die unterschiedlichsten Spiel- und Ausdrucksformen. Das einzige, was wir mit den anderen deutschen Gruppen d
ja, diese hier: www.sunnamps.com
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.