Aufgefundene Haustiere fallen unter das Fundrecht

  • In Deutschland werden sogar 500.000 Haustiere pro Jahr ausgesetzt.
    foto: apa/patrick pleul

    In Deutschland werden sogar 500.000 Haustiere pro Jahr ausgesetzt.

Angebunden im Wald oder aus dem Auto geworfen: In der Urlaubszeit werden viele Haustiere ausgesetzt

Wien - Die beginnende Urlaubszeit sorgt bei so manchem Vierbeiner für ein trauriges Schicksal. Denn Katzen und Hunde, die der Reiselust vermeintlich im Wege stehen, werden von einigen Besitzern dann einfach auf die Straße gesetzt. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten gibt einige Tipps, für den Fall, dass man einen herrenlosen Hund auffindet.

Angebunden im Wald, zurückgelassen auf Parkplätzen oder einfach aus dem Auto geworfen - das ist dann das Los der Tiere. Ohne fremde Hilfe ist so ein Tier in den meisten Fällen verloren, warnte Vier Pfoten. "Sollte man den Verdacht hegen, ein 'Urlaubsopfer' vor sich zu haben, sollte man sich das Tier genau ansehen", rät Kampagnenleiterin Nikola Furtenbach. 

Vorsicht bei verstörten Tieren

Bei einem Hund, der einen verunsicherten, geschwächten oder orientierungslosen Eindruck macht, verstört herumläuft oder sich verängstigt verkriecht, soll eine Polizeidienststelle oder ein Tierheim kontaktieren. "Bleiben Sie so lange bei dem Tier, bis es von offizieller Stelle in Obhut genommen wurde", lautete der Hinweis.

Grundsätzlich zuständig für Fundtiere ist die örtliche Gemeinde, sie übernimmt auch die Kosten für die tierärztliche Notfallversorgung, erklärte die Tierschutzorganisation. Einen Hund einfach mit nach Hause zu nehmen und zu behalten sei jedenfalls nicht erlaubt. Aufgefundene Haustiere fallen nämlich unter das Fundrecht und dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen, die von der zuständigen Behörde geprüft werden, behalten werden, sagt Furtenbach. (APA, 21.6.2012)

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