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Humorvolle Menschen gehen stressfrei durch das Leben.
Regensburg - Lachen halbiert das Herzinfarktrisiko, ermittelten US-Mediziner kürzlich in einer Studie. Und auch immer mehr andere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die alte Weisheit: Lachen hält gesund.
Wer lacht setzt im Körper eine ganze Menge in Bewegung: Bis zu 300 verschiedene Muskeln sind beim Lachen in Aktion. Die Sauerstoffversorgung des Gehirns steigt, das Herz schlägt langsamer und der Blutdruck sinkt. Winfried Häuser, leitender Facharzt für Psychotherapeutische Medizin am Klinikum Saarbrücken, berichtet über Studien, die bestätigen, dass Lachen auch die Immunabwehr stärkt und die Verdauung anregt. Herzhaftes Lachen hilft, die Skelettmuskulatur zu entspannen und regt den Körper an, Glückshormone und schmerzstillende körpereigene Substanzen zu produzieren, betont Häuser. Gleichzeitig sinke die Konzentration von Stresshormonen im Blut.
Der Volksmund weiß es schon lange: "Lachen macht gutes Blut", sagen die Italiener und in Indien heißt es: "Der beste Doktor ist das Lachen"."Jedes Mal, wenn ein Mensch lacht, fügt er seinem Leben ein paar Tage hinzu", formulierte einst der Schriftsteller Curzio Malaparte. Inzwischen sind auch viele Mediziner seiner Meinung, berichtet Der deutsche Online-Reportagedienst obx-medizindirekt.
Stressfrei durchs Leben
Seit rund 40 Jahren beschäftigt sich die Gelotologie mit den Zusammenhängen zwischen Heiterkeit und Gesundheit. Lach-Mediziner haben seitdem eine Vielzahl von wissenschaftlichen Belegen für die positiven Wirkungen des Lachens auf die Gesundheit gefunden.
Fakt ist: Humorvolle Menschen gehen stressfreier durchs Leben als diejenigen mit wenig Sinn für Heiterkeit. Lachen ist ein wichtiges Gegengewicht zur Anspannung, die uns im Alltag begegnet. Sinkt die Spannung durch das Lachen, sinkt auch der Anteil an Stresshormonen im Organismus. Das Immunsystem kann wieder effizient arbeiten.
Therapeutische Funktion
Beim Lachen klettert der Puls nach oben und die Lungenfunktion und Durchblutung verbessert sich. Herzhaftes Lachen bringt den gesamten Körper auf Trab. Für viele Krankheiten könnte sich Lachen als "Zusatztherapie" eignen.
Immunologen der Loma Linda University in den USA haben herausgefunden, dass Diabetiker durch häufiges Lachen unter anderem ihre Cholesterin- und Entzündungswerte verbesserten und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sank.
Lachforschung in den Kinderschuhen
Endgültig erforscht ist die gesundheitsfördernde Wirkung des Lachens noch nicht. "Auf wissenschaftlicher Basis gibt es dafür erst wenige Belege", sagt Willibald Ruch, der am Psychologischen Institut der Universität Zürich lehrt. Er ist Mitherausgeber des "International Journal of Humor Research" und befasst sich neben den verschiedenen Aspekten des Humors auch mit anderen Themen der "positiven Psychologie". "Man muss der Forschung mehr Zeit geben", betont er.
Empirisch abgesichert sei heute vor allem auch der Einfluss des Lachens auf die Schmerzwahrnehmung. Lachen hilft, körperliche Schmerzen leichter zu ertragen. Ruch selbst hat dazu eine umfangreiche Studie mit COPD-Patienten durchgeführt, bei denen das regelmäßige Lachen die Funktionsfähigkeit der Lungen verbesserte. (red, derStandard.at, 21.6.2012)
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