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vergrößern 800x658Kopf eines Männchens der neuentdeckten Fächerflügler-Art Mengenilla moldrzyki.
vergrößern 800x695Die Seitenansicht eines Verwandten (Xenos vesparum) zeigt, woher die Ordnung ihren Namen hat.
Jena - Der Anblick links mag ungewöhnlich anmuten, ist aber nicht das einzige, was Fächerflügler (Strepsiptera) zu etwas Besonderem macht. "Scherzhaft wurden sie auch schon einmal als 'Insects from outer space' bezeichnet", sagt Rolf Beutel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Einen Teil ihrer Entwicklung durchlaufen Fächerflügler als Parasiten in einem anderen Insekt. Bei den meisten Arten, die zwischen eineinhalb Millimeter und drei Zentimeter groß werden, verbringt das ungeflügelte Weibchen sogar sein ganzes Leben in einem Wirtstier. Den kleineren geflügelten Männchen ist dafür nur eine extrem kurze Lebenspanne von wenigen Stunden beschieden. Ihre einzige Aufgabe ist es, in dieser Zeit ein Weibchen zu finden und sich fortzupflanzen.
Verwandtschaft
Die genauen Verwandtschaftsverhältnisse dieser ungewöhnlichen Insekten waren bislang unklar. Sie wurden der Überordnung der Neuflügler (Neoptera) unterstellt - was allerdings noch nicht allzuviel aussagt, da diese extrem umfangreich ist und überdies vier Ordnungen mit jeweils astronomischer Artenvielfalt umfasst: Schmetterlinge, Hautflügler (wie Bienen und Ameisen), Zweiflügler (Fliegen und Mücken) und Käfer. Als nächste Verwandte der Fächerflügler wurden nun die Käfer identifiziert.
In einem Kooperationsprojekt mit dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn haben Insektenforscher der Uni Jena dieses Verwandtschaftsverhältnis anhand einer bislang unbekannten Spezies bestimmt. Und die in Tunesien entdeckte Fächerflügler-Art Mengenilla moldrzyki legte aus dem Stand eine steile wissenschaftliche Karriere hin: Da zugleich ihr Genom entschlüsselt wurde, zählt sie laut Uni Jena nun zu den am genauesten erforschten und beschriebenen Insekten.
In weiteren Schritten wollen sich die Forscher der - im Vergleich zu den oben genannten Gruppen geringen - Artenvielfalt der Fächerflügler widmen. Zudem wollen sie alle Lebensstadien der parasitären Insekten dokumentieren. Derzeit untersuchen die Forscher um Beutel die Anatomie der Primärlarven dieser Insekten, die mit durchschnittlich 0,2 Millimetern Gesamtlänge zu den kleinsten bekannten vielzelligen Tieren gehören. Einzellige Amöben werden drei Mal so lang. (red, derStandard.at, 22.6.2012)
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...so vor dem 16. Jahrhundert, hat man alle Tiere und Pflanzen und ihr Verhalten als eine Allegorie, Mahnung oder als Vorbild für das menschliche Verhalten gesehen. (Daher war es auch unerheblich, ob es ein Einhorn oder einen Phönix eigentlich wirklich geben kann.)
Daher auch "Omnis mundi creatura
quasi liber et pictura
nobis est in speculum;
nostrae vitae, nostrae mortis,
nostri status, nostrae sortis
fidele signaculum."
Und jetzt wüsste ich gerne was uns SO ein Lebenszyklus moralisch beibringen soll, ebenfalls Schlupfwespen in Raupen, die spermagefüllten frei treibenden Tentakel von Papierbooten, bienenvolkvernichtende Japanwespen und so weiter :D
"Den kleineren geflügelten Männchen ist dafür nur eine extrem kurze Lebenspanne von wenigen Stunden beschieden."
Die kommen nicht aus dem Nichts - Larvenstadium ist auch Leben!
Klar, als Primaten sind wir vorrangig an der sexuellen Phase interessiert, aber trotzdem ;)
Der Dank gebührt derStandard-Wissenschaft für einen anregenden Artikel.
Ich hab' eigentlich nur über Fächerflügler nachgelesen, weil ich die noch nicht kannte und von den ungewöhnlichen Augen (siehe Bilder im Artikel oben) fasziniert war. Solche (schizochroalen) Facettenaugen kennt man sonst nur noch von einer bestimmten Trilobiten-Gattung
http://www.springerimages.com/Images/Li... 8-0085-0-1
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