Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Eine wasserdichte Plane, ein paar Karbonstaberln, ein Brett, und fertig ist das Boot. Eigentlich nicht viel mehr als ein umgedrehtes Zelt, man muss nur die Idee haben. Thibault Penven von der Kunstakademie Lausanne hatte sie.
Die Grenzen zwischen Kunst und Design, schon lange nicht mehr wirklich respektiert, werden immer fließender. So hat die Art Basel in Miami 2005 ein Gestalteranhängsel bekommen. Das wurde dann in die Schweiz reimportiert und fand seinen Platz neben der großen Kunstmesse als Forum Design Miami/Basel. Die Nähe will genutzt sein - Kunstsammler sollen auch hier fündig werden, es locken ähnlich bekannte Namen und immer wieder Gebrauchskunst mit Seltenheitswert oder gar Unikate. Gleich beim Eingang etwa hat die Pariser Galerie Patrick Seguin dem großen Gestalter Jean Prouvé nicht nur einen Stand gewidmet, er ist eigentlich der Stand. Genauer: Ein komplettes, von ihm 1949 entworfenes Aluminiumhaus steht in der Halle. Ursprünglich war es als seriell taugliches Modell für Landschulen und Lehrerwohnhäuser gedacht. Es kann, wie ein Zeitraffervideo zeigt, in kürzester Zeit aufgestellt werden, und seine Konstruktion lässt viel Spielraum im Inneren. Der Galerie dient sie als Schauraum, natürlich für Prouvé-Möbel.
"Kiesler" um 400.000 EURO be-sitzen
Auch Downtown / François Laffanour hat den französischen Designer ausgestellt. Immerhin geht es hier um Tische und Stühle, die in großen Serien gefertigt wurden und daher durchaus noch da und dort in Gebrauch sind. Das kann man von den Originalen der Tisch-Hocker-Kombis nicht sagen, die Friedrich bzw. Frederick Kiesler Anfang der 1940erJahre für Peggy Guggenheims New Yorker Galerie entwarf. Über Privatbesitzer sind sie an Ulrich Fiedler (Berlin) gelangt, der stellt sie stilecht vor einem Wandbehang von Jean Arp aus. Wem die Re-Editionen von Wittmann zu neu sind: Um 400.000 Euro kann er oder sie die ursprünglichen "Instrumente" (so nannte Kiesler sie) be-sitzen. Die New Yorker Galerie Hostler Burrows, schon früher in Basel präsent, bevorzugt skandinavische Möbel, auch solche, die Josef Frank in der schwedischen Emigration entwarf. Von ihm haben sie einige schöne und sehr gut erhaltene Tische und Lampen ausgestellt.
Hochglanz-Design aus Moskau
Neu auf der Messe ist die Moskauer Galerie Heritage - mit einem ungewöhnlichen Angebot: Die Leiterinnen suchen gezielt nach Möbeln aus der sowjetischen Periode, insbesondere nach Entwürfen der Sechziger- und Siebzigerjahre, die vergleichbar mit unseren Schöner- wohnen-Entwürfen Qualität in die Wohnsiedlungen bringen sollten. Nach der Wende oft auf den Müll geschmissen, werden ihre soliden Qualitäten jetzt wiederentdeckt, laut Heritage sogar von russischen Käufern. Auf Hochglanz polierte Tische und Schränke stehen bereit, dekoriert mit weitaus exzentrischerem Design: Keramiken der Suprematisten aus den revolutionären Zwanzigerjahren. Ein Rundgang bestätigt, was Marianne Goebl, die österreichische Direktorin der Design Miami/Basel, als Anspruch formuliert: "Beispiele gegenwärtigen Designs, aber auch bedeutende historische Arbeiten zu präsentieren." Vom frühen zwanzigsten Jahrhundert bis zum Vorjahr reicht das Angebot, es konzentriert sich vor allem auf Inneneinrichtung, in zweiter Linie auf Schmuck. Gelegentlich sind technische Objekte zu sehen, etwa eine kreative umständliche Art, die Zeit an der Wand abzulesen, oder fast funktionsfreie Objekte, wie man sie auch nebenan auf der Art Basel finden kann.
Zukunftsweisender Hochschul-Wettbewerb
Auffallend sind die vielen fließenden, organischen Formen auf dem Design-Forum, oft in warmen Holztönen. Gestalter aus Frankreich, Italien oder Südkorea lassen Regale auskragen, Sitzmöbel sich ausbeulen und Paravents sich extrem wölben, als ob Luigi Colani verspätet auf fruchtbaren Boden gefallen wäre. Design als Experimentierfeld zum Problemlösen ist zu ebener Erde kaum anzutreffen. Im oberen Stock aber hat "Be Open" seinen Stand. Es zeigt die Ergebnisse eines Wettbewerbs "inside the academy", zwischen sechs europäischen Hochschulen für Gestaltung. Anhand von Studentenprojekten wurde beurteilt, wo am besten auf "Impact" und Zukunftstauglichkeit geachtet wird. Die Ideen reichten von einem System, Gehörlosen per "Knochenlautsprecher" zum Hören zu verhelfen (La Cambre, Belgien) bis zum Prototypen eines Ruderboots, das sich einfach wie ein Zelt zusammenbauen lässt (Ecole cantonale d'art de Lausanne; siehe Bild unten).
Zum Sieger kürte die Jury das Sandberg Instituut in Amsterdam, dessen Studenten unter anderem einen schwimmenden Wald entwarfen und eine Tapete mit einem Endloscartoon über die Unmöglichkeit, Großraumbüros zu entkommen. Dieses Problem allerdings werden die wenigsten Besucher des Forums haben. (Michael Freund, Rondo, DER STANDARD, 22.6.2012)
Kaffee, Griller und alltagstaugliches Geschirr: Das Fjordlys bietet skandinavisches Design und "Coffee to go or stay"
Die Künstlereditionen von Swatch sind legendär - Jene der Biennale in Venedig erwacht am Handy zum Leben
Der aus Venedig stammende Designer Luca Nichetto sammelt Aufträge wie Großmeister Philippe Starck und wird so zum neuen Überflieger der Designszene
Eine Luxusuhr unter tausend Euro: Während sich die Konkurrenz längst vom unteren Preisniveau verabschiedet hat, setzt Frédérique Constant genau darauf - Wie das geht, erklärt CEO und Markengründer Peter Stas
In der digitalen Welt greifen erstaunlicherweise immer mehr Menschen wieder zum Notizbuch
Festival Feet-Sackerln für hippe Konzertgeher und iPhone-Schutzhülle für Skater im Ruhestand
Ein Solar-Kollektor im Outdoor-Test: Staub-, stoß- und mehr als nur wasserspritzerresistent
Bertjan Pot ist der neue Star der spannenden niederländischen Designszene - Seine Arbeiten bestechen durch Hightech-Experimente und frivole Zufälligkeiten
Designer Wolfgang Joop hat für die Wiener Silber Manufactur Tafelschmuck entworfen - Michael Hausenblas traf ihn im Hotel Sacher und sprach mit ihm über Gold, Angela Merkel und Backhendl nach Mitternacht
Die Berliner Brillenmanufaktur Mykita gehörte zu den ersten am Markt, die wieder auf runde Brillen setzten - Philipp Haffmanns erklärt, warum
Vintage-Möbel boomen. Das zeigt nicht zuletzt die Vielzahl einschlägiger Wiener Shops - derStandard.at/Lifestyle stellt die wichtigsten Adressen vor
Ein Wok samt Feuerstelle, der sich auch im heimatlichen Garten oder auf dem Balkon aufheizen lässt
Das älteste Segelrennen der Welt ist auch ein Wissenschafts- und Designwettbewerb - Mit steigendem Speed wächst auch das Risiko für die Segler
Die neuen Tische und Container aus Glas sind transparent, aber nicht zerbrechlich - Sie sorgen für überraschende Effekte und Durchblick, findet Heike Edelmann
Luxus-Uhren von Montblanc, Chopard, TAG Heuer, Jaeger-LeCoultre, Rolex und Cartier
Virtuelle Achsen und Diamanten: Auf der Baselworld zeigt die Branche, in welche Richtung das Uhrenjahr 2013 gehen wird
Die Ausstellung "Home of the Future" im Berliner "Haus am Waldsee" zeigt, wie der Designer Werner Aisslinger die Zukunft des Wohnens sieht
Manche Designer widersetzen sich dem massenkombatiblen Geschmack und folgen konsequent dem eigenen Weg - Thomas Edelmann war in Mailand vor Ort
Im Design Museum London ist derzeit die Ausstellung "Design of the year 2013 Awards" zu sehen. Christian Schachinger war dort und merkte, dass nicht jeder Sessel zum Sitzen da ist
Ob man angesichts der Tiermöbel von Chimère den Kopf schüttelt oder gleich ein Stück bestellt - heiter anzusehen ist die animalische Meublage des französischen Duos auf jeden Fall
Im Rahmen einer Sonderausstellung zeigten beim Salone in Mailand heimische Gestalter bzw. Unternehmen unter dem Titel "Austrian Design Details", was sie so draufhaben
Optische Qualität und funktionaler Anspruch sind die Maßstäbe dieser Einrichtungsgegenstände
Kleinere Uhren, größere Stände, ein Ansturm der Medien und immer wieder China: Das bringt die Baselworld 2013 - Die größte Uhren- und Schmuckmesse der Welt öffnet in knapp einer Woche ihre Tore
Der Schweizer Mario Botta entwarf Gebäude wie das Museum of Modern Art in San Francisco und gestaltete Alltagsgegenstände wie Wasserflaschen - Zum 70. Geburtstag besuchte ihn Michael Marek
Auf der Auftragsliste des Designers Nitzan Cohen stehen Kunden wie BMW, Diesel oder Authentics, gelernt und gearbeitet hat er bei Konstantin Grcic, und Design vergleicht er mit der Kunst eines Jongleurs - Franziska Horn hat den Gestalter in München besucht
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.