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In der Choom Gang galten eiserne Regeln. Wer nicht tief genug inhalierte, wenn der Joint kreiste, musste bei der nächsten Runde pausieren. Im verbeulten VW-Bus, in dem die Teenager manche rauschgiftschwangere Stunde verbrachten, durfte niemand die Scheiben herunterkurbeln, auf dass der benebelnde Rauch nicht entweiche. Cool und erwachsen wollten sie wirken, die Basketballfreunde der Punahou School in Honolulu. "To choom" bedeutet so viel wie Marihuana rauchen. Auf die schiefe Bahn geriet keiner der kiffenden Schülern, aus ihnen wurden Anwälte, Schriftsteller, Geschäftsleute. Einer brachte es sogar bis zum Präsidenten.
Vier Jahre hat der Pulitzerpreisträger David Maraniss recherchiert, um auszugraben, was noch unbekannt war über Kindheit und Jugend Barack Obamas. Der 641-Seiten-Wälzer ("Barack Obama: The Story") beginnt lange vor dessen Geburt und endet, als der Weltenbummler 27-jährig seine Sozialarbeiterstelle in Chicago aufgibt, um in Harvard Jus zu studieren. Keine Zeile über den Politiker Obama, und doch ist das Familienepos das meistdiskutierte politische Buch des Wahljahres.
Die "birthers", die behaupten, Obama sei nicht auf US-Boden geboren und dürfe daher gar nicht im Oval Office sitzen, sollten die Waffen strecken. Maraniss zitiert sogar den Arzt, Dr. Rodney T. West, in dessen Obhut Stanley Ann Dunham am 4. August 1961 im Kapi'olani Maternity and Gynecological Hospital zu Honolulu einen Sohn zur Welt brachte.
Obama, der Weltbürger. Als er ins Oval Office gewählt worden war und der Himmel noch voller Geigen hing, gab sich mancher der Illusion hin, nunmehr leite globales Denken Entscheidungen der Washingtoner Machtzentrale. Inzwischen ist klar, dass auch unter dem 44. US-Präsidenten nationale Interessen an erster Stelle rangieren. An der Faszination seiner Biografie hat es nichts geändert.
In allen Details beschreibt Maraniss, wie sich zwei Welten treffen im Russischkurs der University of Hawaii. Kenia und Kansas. Barack Hussein Obama, ein Mann mit imponierender Ausstrahlung, war mithilfe der Kennedy-Stiftung in den Pazifik entsandt worden, weil sein Heimatland mit Blick auf die bevorstehende Unabhängigkeit gut ausgebildete Experten brauchte. Die 18-jährige Stanley Ann Dunham entstammte der mittelwestlichen Prärie. Ihr Vater, mit mäßigem Erfolg Versicherungsmakler, war auf der Suche nach dem Glück immer weiter nach Westen gezogen.
In Hawaii ist Obama der "hapa", sowohl weiß als auch schwarz. In Jakarta, wo er vier Jahre verbringt, nachdem seine Mutter in zweiter Ehe einen Indonesier geheiratet hat, hält man ihn für einen Bewohner der östlichen Inseln, Richtung Papua-Neuguinea, wo die Hautfarbe dunkler wird. Am Occidental College in Los Angeles, seiner ersten Hochschule, beginnt er nach seinen schwarzen Wurzeln zu suchen. Stundenlang redet er mit Eric Moore, einem afroamerikanischen Kommilitonen, über die Lieder Bob Marleys. Moore nennt ihn Barack, nicht Barry, wie alle anderen. Das mit dem Barry, erklärt ihm Obama, sei ihm ganz recht, "dadurch muss ich nicht ständig erklären, wer ich bin".
Verhalten und regieren
Bestimmte Erfahrungen, bestimmte Verhaltensmuster von früher helfen, den heutigen Regierungsstil zu verstehen, glaubt Maraniss. Etwa die vorsichtige, analytische Art, die in markantem Kontrast zu den rhetorischen Höhenflügen des Kandidaten Obama steht. Der Sohn einer Anthropologin studiere sein Umfeld mit den Augen eines Anthropologen, meint der Autor. Er schaue von außen auf eine Kultur, ohne sich als Teil dieser Kultur zu fühlen. "Wäre er nicht in die Politik gegangen, wäre er Schriftsteller geworden." Aufschlussreich sind die Briefe, die Obama seiner ersten festen Freundin schickt, Alexandra McNear, einer Mitstudentin aus liberalem Westküstenhaus. Nicht in einer festen Familie aufgewachsen, ohne finanzielles Hinterland, ohne den Halt traditioneller Netzwerke könne er das Gefühl der Isolation nur lindern, indem er alle Traditionen aufsauge. Da klingt der Brückenbauer an, der das Rampenlicht erobern wird, als er 2004 auf einer Parteitagsrede so etwas wie die Wiedervereinigten Staaten von Amerika beschwört.
1983 tritt Genevieve Cook in sein Leben, eine Australierin, ein bisschen älter als er. Obama lernt sie auf einer New Yorker Weihnachtsfeier kennen, es ist wohl ein Treffen von Gleichgesinnten, mit der Diplomatentochter kann er über Gott und die Welt diskutieren. Während sie an die große Liebe glaubt, zieht er sich bisweilen zurück wie in ein Schneckenhaus. Als sie ihm sagt: "I love you", antwortet er mit "Thank you". Drei Dekaden danach hat Cook dem Biografen Einsicht in Tagebücher gewährt. Was er wirklich wolle, notiert sie, "ist eine Frau, sehr stark, sehr aufrecht, eine Kämpferin, lachend, mit großer Erfahrung - eine schwarze Frau, wie ich sie immer wieder vor Augen habe". (Frank Herrmann aus Washington, DER STANDARD, 21.6.2012)
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…"Billy the Clintons" glauben mögen,wie er seine liebe Frau dazu überreden wollte 2012 fürs Weiße Haus zu kandidieren.
Es bedeutet etwas,wenn Clinton meint du seist "inkompetent".-Wäre er statt Obama an den Knöpfen für die i.d.Hose gegangene "Fast-and-Furious"-Aktion gesessen,hätte er ja zumindest 10% Provision kassiert,wie auch einen zusätzlichen Urlaub in Cancun.
Hier 2 total unterschiedliche Kritiken-eine aus eine christlichen Zeitung u.d.andere aus der NYT,was uns auch wieder viel über diese Kritiker,als auch ihre Einstellung zum Obamarama verrät,wie -last but not least- über Sonnenkönig "Obama" selbst:
http://tinyurl.com/6oyct5h
http://tinyurl.com/6v2g52w
Wieder wurden vergangene FS3-Sendungen bestätigt:
http://tinyurl.com/73t9wqk
selbst so ein ende:
http://rt.com/usa/news/... drill-630/
"In der Choom Gang galten eiserne Regeln. Wer nicht tief genug inhalierte, wenn der Joint kreiste, musste bei der nächsten Runde pausieren."
lol ... na unheimlich eisern. Gerade, dass sie keine Bachblütenkur aufoktroiert bekamen.
…Ähnlich wie die Worte, die aus dem Munde des Obamarama strömen, hat auch die oben beschriebene "Biographie" kaum etwas mit der Realität und dem tatsächlichen Werdegang des dztg. US Präsidenten zu tun.
Wieso mußte Michelle denn ihr Anwaltspatent 1993 "freiwillig" zurücklegen? War doch Versicherungsbetrug im Spiel? Auch Barack ist ja kein "Rechtsanwalt", weil auch er mit keiner Lizenz aufwarten kann.
Was in Österreich noch Proteststürme durchs hohe Haus wehen läßt, ist in der neuen Welt "new normal".
Interessant ist das Buch sicherlich auch in der Hinsicht, daß es in gewisser Weise ein "fact-checking" von Obamas Autobiographien darstellt.
Der große Vorteil von Obama war ja immer, daß er sich über seine Bücher selbst definiert hat und die Medien die dortigen Darstellungen nie in Frage gestellt haben.
Tatsächlich ist "Dreams of my father" aber in vielen Punkten frei erfunden - etwa wenn sich Obama darüber beschwert, er hätte im Basketballteam so wenig Einsatzzeit bekommen, weil er zu "schwarz" gespielt hätte. Während er tastsächlich einfach nicht gut genug war.
Schön zu lesen.
Und es freut mich, dass es immer noch Menschen gibt, die Ideale haben und dafür arbeiten.
Wenn auch die Reichen und Mächtigen verhindern können, dass sich Altruisten frei entfalten können sie nicht verhindern, dass es solche gibt und dass diese Einfluss erarbeiten.
Die "res publica", anglizistisch "Republicans" oder italienisch "cosa nostra" ist wirtschaftlich mächtig, wird gegen einen brillianten Geist aber immer das Nachsehen haben.
Wenn´s auch erst viel später ersichtlich wird.
p.s.: wer glaubt ernsthaft, dass der "Walker"-Busch bei einer intellektuellen Auseinandersetzung mit Obama auch nur eine Erbse ergattern könnte?
... mag schon sein, dass Obama einen gewissen Idealismus in sich trägt, aber als ich seine Autobiographie "Dreams from My Father" las, hatte ich den Eindruck, dass es sich bei "Barry" Obama eher um einen lebenserfahrenen Pragmatiker handelt, also einen Realisten. Er kennt die Vorbehalte, Ressentiments, Gott und die Welt, sowohl das Schöne am Leben (Hawaii, NY, Cambridge) als auch das abgrundtief Hässliche (die Armut Indonesiens, Slums in den US Städten). Eigentlich ein idealer Mediator für eine zutiefst gespaltene Nation, müsste man meinen, doch es kam leider anders. Das mag an seinen sturen Widersachern, der falschen Einschätzung/Erwartung durch die Öffentlichkeit aber auch zum Teil an ihm selbst liegen.
…damals in Massen zum Heldenplatz geströmt sind. Was das FS3 damit ausdrücken will ist, daß sie nur einem künstlich kreierten "Imago" auf den Leim gehen, nicht aber auf die Person "Obumma" Bezug nehmen. Eine weitere lustige Parallele ist die Tatsache, daß beide ihren wahren Vorväter verleugnen. Der eine seinen wirklichen Vater (das FS3 berichtete bereits 2008 über Frank Marshall Davis) , der andere halt seinen biologischen Großpapa…
Wir reden oft über erfundene Geister, nicht aber von den wahren Personen.
Geschichte wiederholt sich, wenn wir nicht…usw.
…
War on 'error, Folge 4756: "And did they get you to trade your heroes for ghosts? Hot ashes for trees? Hot air for a cool breeze? Cold comfort for CHANGE?"
ja, die Geschichte lässt sich nur stets mit einem Blick in die Vergangenheit betrachten. Hoffen wir mal, dass wir über Mr. Obama frühstens erst in vier Jahren Historisches resümieren können! Ich wage auch zu behaupten, hätte Obama nach wie vor die historische Mehrheit in beiden Kammern des Kongress und wären die Demokraten nicht ein so planlos zerstrittener Haufen, dann hätte der US Präsident uns auch abseits des Basketball Feldes noch mit einigen großen 3 Punkte Würfen überrascht!
Obama ist ein sehr guter Schauspieler mit viel gespür für politisches Manöver. Er ist leider ein schlechter Präsident. Wenn man nicht einmal ein einziges Budget in 4 Jahren abgesegnet bekommt dann liegt es nicht an der Opposition. Er hatte 2 Jahre lang die Mehrheit und bei der letzten Abstimmung haben 0 Demokraten für sein Budget gestimmt.
Leute auf der Suche nach ihrem persönlichen Messias glaub(t)en bei ihm gefunden zu haben wonach sie suchen. Ich halte ihn für einen guten Schauspieler der politisch sehr wenig Konkretes zu bieten hatte.
Gesundheitsreform
Abschaffung von Water Boarding
Ende des Kriegs gegen die Unwilligen
Abrüstungsvertrag mit Rußland
Abzug aus dem Irak
Rettung der Autoindustrie in Detroit
Kooperationen mit NGOs auf internationaler Ebene
Was hätte wohl ein Republikaner, was so mancher Demokrat getan, wenn es darum gegangen wäre, ob Mubarak gerettet wird oder nicht? Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was die getan hätten.
Eins ist klar: Ein Einziger kann nicht gegen die nationalistische Stimmung, gegen die neoliberale Wende, gegen die Wirtschaftskrise, gegen die fundamentalistischen Gruppen siegen. Obama hat trotzdem Vieles erreicht.
d´accord! Die Kritiker des US Präsidenten werden sich jedoch nicht mit dem begnügen was Obama in seiner ersten Amtszeit verrichtet hat! Stattdessen werden sie ihm stets vorhalten was er eben nicht vollbracht hat. Naheliegenderweise ist diese Leiste schier endlos... und ziemlich bald wird sich auch der oberste US Gerichtshof bzgl. des health care acts äußern!? Das wird noch ein Bangen und Zittern für jeden, der die USA zumindest etwas sozialer haben möchte. Ansonsten hoffen wir mal, dass die US Konjunktur bis Nov. halbwegs greift. Das sollte für einen Wahlsieg reichen, denn einen Romney wird sich kaum jmd. als Nachfolger wünschen! Obama ist kein übler Präsident, es kann stets schlimmer kommen!
mit oder ohne teleprompter?
im ernst - das sind clowns, die sehr genau wissen, daß sie sich nicht in die politik einzumischen haben wenn sie kennedys schicksal entgehen wollen - gekauft, handlungsunfähig, inkompetent, von beratern abhängig (waren bei bush übrigens die gleichen wie bei obama - zb rahm), ihren sponsoren verpflichtet, von lobbyisten ausgewählt, von konzernen auf den tron gehoben, telegen, smart, schlagfertig, wortgewaltig, aber im endeffekt nur schauspieler für des volk die nix mitzureden haben.
change? hahaha - geiler witz, hab auch mal dran geglaubt.......
"telegen, smart, schlagfertig, wortgewaltig,"
Mit Bush gab es aber einen Präsidenten, der in allen diesen Punkten genau das Gegenteil war.
PS.:
Sie halten sich für kritisch, es gibt aber hier kaum einen Poster, der naiver, weniger informiert und weniger an der tatsächlichen Komplexität der Realität interessiert ist als Sie
... der l914 als rekrut in fort sill gebeine und schädel des indianischen freiheitskämpfers geronimo ausgegraben und gestohlen hat, um sie seiner yale-fraternity "skull and bones" zu überbringen, die sich seither weigert, sie wieder herauszugeben. legale schritte der indianer erweisen sich als nutzlos.
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