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vergrößern 500x250Immer mehr Nebenwohnsitze und immer weniger Hauptwohnsitze - Gmunden am Traunsee laufen die Einwohner davon, weil es an leistbaren Wohnungen und Baugründen fehlt.
Gmunden/Attersee - Schriftlich hat die Real Treuhand Immobiliengesellschaft der Stadtgemeinde Gmunden versichert, jene Kaufinteressenten zu bevorzugen, "deren Wohnung als Hauptwohnsitz vorgesehen ist, gegenüber jenen Personen, die lediglich an einem Zweitwohnsitz interessiert sind". Der ausdrückliche Hinweis, dass für Einheimische leistbare Wohnungen entstehen sollen, lässt erahnen, dass sich die Traunseegemeinde nicht nach den Vorstellungen der Stadtpolitiker entwickelt: SPÖ und Grüne sprechen von einem "hemmungslosen Bau von Nebenwohnsitzen". Gmunden sei für Jungfamilien kaum noch leistbar, meint die ÖVP.
Inzwischen sei laut SPÖ jede dritte Wohnung in der 13.000-Einwohner-Stadt ein Nebenwohnsitz. Und die Anzahl der Einwohner habe sich in den letzten Jahren um 111 verringert.
800 Euro pro Quadratmeter in dritter Reihe
Die hohe Nachfrage nach Nebenwohnsitzen habe die Preise verdorben, meint Karl Kammerhofer, Wirtschaftssprecher der SPÖ: "Noch in der dritten Reihe vom See kostet ein Quadratmeter Grund 800 Euro." Viele dieser teuren Zweitwohnsitze stünden jedoch leer, was zu einer Verödung der Stadt führe.
Zudem verliere Gmunden je Zweitwohnsitzer auch noch Bundesertragsanteile von rund 650 Euro im Jahr und 350 Euro an Kanal- und Wassergebühren, rechnet Kammerhofer vor. Grundsätzlich zahlt der Bund den Gemeinden für jeden Einwohner jährlich einen Fixbetrag - vorausgesetzt, die Person hat in der Kommune ihren Erstwohnsitz.
Plan für eine Infrastrukturabgabe
Mit Einführung einer Infrastrukturabgabe könnte diesem Trend gegengesteuert werden, meint Otto Kienesberger, grüner Fraktionsobmann in Gmunden. Seine Partei und die SPÖ fordern, dass jene Zweitwohnsitzer, die ihre Appartements das ganze Jahr über nicht nutzen, 450 Euro an die Gemeinde zahlen. Wenn der Nebenwohnsitz aber "touristisch verwertet", sprich als Ferienwohnung vermietet werde, solle die Infrastrukturabgabe entfallen.
Bürgermeister Heinz Köppl (ÖVP) glaubt nicht, dass mit einer derartigen Abgabe das Ziel, die Zahl der Hauptwohnsitze zu erhöhen, erreicht werden könne. "Bei uns gibt es so gut wie keine freien Grundstücke", sagt er. Daher habe sich die Stadt zu einer verdichteten Wohnbauweise entschieden. Er wolle die "Wohnungsbaugesellschaften an die Kandare nehmen". Die Real Treuhand plant laut Schreiben den Bau von 23 geförderte Eigentumswohnungen.
Zu viel Baugrund am Attersee
Nicht nur am Traunsee hat sich die Wohnsituation zugespitzt. In der Gemeinde Attersee am gleichnamigen See gibt es schon mehr Neben- als Hauptwohnsitze. Bürgermeister Walter Kastinger (SPÖ) will jedoch die Zweitwohnsitzer nicht "vergraulen". Er sieht das Problem in dem brachliegenden Bauland, das sich in Besitz nichteinheimischer Investoren befinde.
So entstand in Attersee die paradoxe Situation, dass "zu viel unbebauter Grund" vorhanden sei, dieser aber für Einheimische oder die Gemeinde nicht zur Verfügung stehe, da er zu teuer sei oder aus " Spekulationsgründen zurückgehalten" werde, erklärt Kastinger. (Kerstin Scheller, DER STANDARD, 21.6.2012)
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dass mit einer derartigen Abgabe das Ziel, die Zahl der Hauptwohnsitze zu erhöhen, erreicht werden könne. "Bei uns gibt es so gut wie keine freien Grundstücke", sagt er. Daher habe sich die Stadt zu einer verdichteten Wohnbauweise entschieden. Er wolle die "Wohnungsbaugesellschaften an die Kandare nehmen".
Und wie war das mit dem Seebahnhof? Da war die Gemeindeführung ja nicht gerade zimperlich, auf eine unappetritliche Art und Weise durch Beseitigung eines Denkmals Platz für Neubauten zu schaffen, die ebenso gut anderswo gebaut werden konnten. Also Grund in Hülle und Fülle - bei barbarischer Vorgangsweise?!
sondern der Einmaligkeit/Seltenheit und des historischen, künstlerischen oder kulturellen Zeugnisses eines Denkmals. Er ist weltweit als ein kulturelles MUSS der gesamten Weltbevölkerung definiert, weshalb es mir nicht zusteht, ihn zu kritisieren. Seine österreichische Ausfordmung ist zudem im Vergleich zu anderen Kulturnationen so mickrig, dass der Gesetzesvollzug in dem Augenblick, indem die Sache in politisches Fahrwasser gerät, den Bach hinuntergeschwemmt wird (dafür gibt es unzählige Beispiele von eklatantem Rechtsbruch). Leider verbeisst sich ein Denkmalamt, das von der ihm übergeordneten Politik so arg und oft frustriert wird, dann in Kleinkriege, in denen es wenigstens eine Chance hat, dem gesetz Genüge zu leisten.
Das ist ein 0815-Bahnhof gewesen...da gab's immer wieder so Designs für Bahnhöfe und die wurden dann mehrmals umgesetzt...
Hier 3 Beispiele aus dem Salzkammergut, Bad Goisern Jodschwefelbad, Traunkirchen und Altmünster...vor allem rund um die Fenster quasi ident...
http://upload.wikimedia.org/wikipedia... felbad.jpg
http://images.wikia.com/eisenbahn... irchen.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia... Cnster.JPG
im Gebiet der ehemaligen Monarchie für die Spitzhacke freigeben. Beim Seebahnhof geschah dies übrigens für einen Neubau, der dort und nur dort vorgesehen werden konnte und für den, kaum dass der Bahnhof weg war, ein ganz anderer Standort gefunden wurde. War der Abriss Mutwille?
Ich habe nicht Bahnhof mit Opernhaus verglichen,
sondern die Stichhaltigkeit einer Begründung für den Abriss denkmalgeschützter Bauwerke. Ich glaube, das ist schon ziemlich klar zum Ausdruck gekommen. Bin ich da absichtlich "missverstanden" worden oder war das so schwierig zu verstehen?
Abgaben auf Zweitwohnsitze: http://www.nzz.ch/aktuell/s... 1.17267701
Die Gier der Einheimischen hat die Preise verdorben!
Ich wette, die "Sommerfrischler" und Zweitwohnsitzer hätten sicher ihre Immobilien billiger auch gekauft.
seltsam das alle so sehnsucht
nach den freiheiten der
udssr
haben
ein vom staat verordneter wohnsitz
zweit und mehrwohnsitze spülten über jahrzehnte geld in die gemeinden
ein geld das diese gern genommen
lokale bauträger wurden mit aufträgen versorgt und an wiederwahl interessierte bürgermeisterInnen waren großzügig mit baurechtsverhandlungen und grundstückswidmungen
und gmunden ist schon seit mehr als 100 jahre ein "sauteures" pflaster und der attersee eine lieblingsdestination für das "kleine" große geld- großartig für freizeitsportler und net so saukalt wie der wolfgangsee füe die kaisertreuen ;-)
Lustig, wie die Bewohner hier so tun, als würden sie von "den bösen Städtern!" enteignet, vertrieben gar! werden...das Gegenteil ist der Fall.
Jahrzehntelang war es der Gemeinde und ihren Bewohnern ganz recht wenn Grund gekauft wurde...das brachte Moneten. Jetzt kommt man drauf "ja dann is man ja gar nimma unta sich!" und wird untergriffig.
SSKM
Ist eh auch im Artikel erklärt, letztlich hat die Gemeinde langfristig von den Zweitwohnsitzern nur wenig. Die immer weiter fortgeschrittene Zersiedelung führte zu einer immer teureren Infrastruktur, die heute teilweise bereits unleistbar wird. Ein gewisses Maß an Zweitwohnsitzern ist durchaus bewältigbar, aber ab einer gewissen Quote passt es einfach nicht mehr.
Natürlich darf man die Schuld nicht den Zweitwohnsitzern geben, da gehören schon mehrere Seiten dazu. Aber es muss halt gegengesteuert werden, in vielen Gemeinden wohl sehr spät! Nicht reagieren ist auch keine Lösung.
Ist doch klar: die erste Zweitwohnsitzerwelle waren die Leute mit politischer Protektion (oder Käufer von Leuten mit politischer Protektion), also Privilegierte. Es ist ja immer dasselbe: wenn dann Kreti und Pleti "nachziehen" wollen, dann erfolgt der Aufstand der Privilegierten und, da sie eben privilegiert oder protegiert sind, gibts auch politischen Wind an der Öffentlichkeit.
Und politische Winde stinken halt auch, daher der Vertrauensverlust der politischen Funktionäre.
Wer hat denn die Genehmigungen für die ganzen Zweitwohnsitze erteilt? Wurden die mit Waffengewalt erobert?
Nö, die Gemeinde hat sie genehmigt, weil sie auf die Kohle scharf war. Klar hat man von diesen nicht viel, aber ist es die Schuld von Leuten die sich einen Zweitsitz zulegen wollen, wenn planvolles vorausdenken nunmal nicht zum Repertoire von Österreichischen Provinzpolitikern gehört?
Wenn sie jetzt "gegensteuern" wollen, schön und gut, ist ihr gutes Recht,...aber Gmunden tut so, als läge die Schuld bei den "Zuagreistn!" wenn sie in Wahrheit in der eigenen Gier liegt.
SSKM
Natürlich sind "de Zuagrastn" nicht an allem Schuld. Genausowenig sind die Verkäufer an allem Schuld.
Ich sehe das Ganze als Entwicklung, die irgendwann (jetzt? bald?) an ihre Grenzen stößt. Allerdings kann ich mir im Moment kaum Gegenmaßnahmen vorstellen, bin auch kein Experte! Verbote von Zweitwohnsitzen würden auch nicht funktionieren, da sie immer irgendwie umgangen werden können.
Was vieles besser machen würde, u.a. auch bzgl. der Zweitwohnsitze: die Kluft zwischen Mittelstand und Reich kleiner machen! Einem Modell, dem das gelingt, würde die westlichen Länder auch für die nächste Zeit stabiler machen.
Es wird nicht zugebaut, es wird ausgebaut. Und die Einheimischen die sich dabei keine goldene Nase verdienen haben eben Pech gehabt. Mit etwas Glück dürfen sie in den Gegenden in denen sie einst gewohnt haben als Servicekräfte arbeiten und für ein paar Euro Trinkgeld Männchen machen. C'est la vie.
hab a haus in niederösterreich gekauft weil ein ähnliches in wien das 10 bis 20fache gekostet hätt
weshalb wollten sie in gmunden bleiben ?
aus denselben gründen wie andere dort hinziehn und sei es nur zeitweise?
ich kenn landstriche in der exddr da kann man um 20.000€ kleine jagdschlösser erwerben und trotzdem will dort kaum einer einen 1-2-oder 3 wohnsitz haben
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