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Wien - Die beiden jüngsten Kindergeld-Varianten kommen bei jenen, die sie gewählt haben, offenbar gut an: 73,7 Prozent der Frauen und 73,8 Prozent der Männer sind mit der von ihnen getroffenen Wahl sehr zufrieden, zeigt eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung im Auftrag des Familienministeriums. Für Ressortchef Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zeigt die Studie den "nachhaltigen Erfolg" der Kurzvarianten. Die anderen Parteien nutzten die Präsentation der Evaluierung, um abermals einen Papa-Monat oder die Abschaffung der Zuverdienstgrenze zu fordern.
Für die Studie, die Mitterlehner am Mittwoch im Familienausschuss des Nationalrats vorgelegt hat, wurden 1.000 Erstantragsteller (840 Frauen, 160 Männer) befragt. Die Untersuchung widmet sich der Kurzvariante 12+2 (1.000 Euro pro Monat, jeweils bei Beteiligung beider Partner) und der einkommensabhängigen Variante (maximal 12+2 Monate, 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, höchstens 2.000 Euro).
"Die neuen Kurzvarianten sind von Österreichs Eltern sehr gut angenommen worden", erklärte Mitterlehner in einer Aussendung. "Damit haben wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert, die Wahlfreiheit erhöht und die Väterbeteiligung gesteigert." Letztere liegt laut der Evaluierung in den neuen Varianten bei 32,6 Prozent. Die Väter beteiligen sich demnach überwiegend (67,5 Prozent) für einen Zeitraum von zwei Monaten.
Wenn sich der Partner nicht am Kindergeld-Bezug beteiligt, seien primär finanzielle und berufliche Argumente ausschlaggebend: In diesem Fall würde die Beteiligung dem Vater laut den Befragten beruflich schaden (28,7 Prozent) bzw. wäre der Kindergeld-Bezug durch den Vater aus finanziellen Gründen nicht möglich (24,6 Prozent). "Die Unternehmen müssen weiter sensibilisiert werden, damit die Väter verstärkt die Möglichkeit haben, einen Teil der Kinderbetreuung zu übernehmen", meinte Mitterlehner.
Einen Papa-Monat forderte hingegen einmal mehr SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier. Die Studie zeige eindeutig, dass Väter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten. 55,4 Prozent der Väter hätten sich anlässlich der Geburt des jüngsten Kindes Urlaub genommen - für Binder-Maier ein "eindeutiges Indiz, dass Männer in dieser herausfordernden Anfangsphase ihre Partnerin unterstützen und am Familienleben teilhaben wollen". Auch die Betriebe müssten sich "den gesellschaftlichen Anforderungen stellen und Väterbeteiligung ermöglichen".
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Die grüne Familiensprecherin Daniela Musiol sah sich in Überlegungen ihrer Partei, die Varianten des Kindergeldes zu vereinfachen und auf ein Vollzeit- und ein Teilzeitmodell zu reduzieren, bestätigt. Um Benachteiligung am Arbeitsplatz entgegenzuwirken, wünschte sich die grüne Frauensprecherin Judith Schwentner abermals einen "Rechtsanspruch der Väter auf einen automatisierten Papa-Monat".
Die Freiheitlichen sprachen sich angesichts der Studie erneut für eine Aufhebung der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld aus, Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller stellte einen entsprechenden Antrag in Aussicht.
Die Studie zeigte unter anderem auch, dass das einkommensabhängige Modell primär für unselbstständig erwerbstätige Bezieher interessant ist. Das Pauschalmodell hingegen scheine eher die Bedürfnisse der Selbstständigen zu treffen, heißt es. Für die einkommensabhängige Variante fiel die Entscheidung umso häufiger, je höher der Bildungsabschluss der Bezieher, je geringer die Kinderzahl und je höher das vorherige persönliche Einkommen war. (APA, 20.6.2012)
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das einkommensabhängige kbg heißt nicht, dass frauen auch nur 10 monate zu hause bleiben - vielmehr wird meist dennoch die lange karenz genommen (allein schon, weil es für die kleinen keine krippenplätze gibt).
das geht unter anderem, weil die frauen und die kinder trotzdem beitragfrei krankenversichert sind und weil die frauen gratis (=auf kosten der allgemeinheit) pensionsbeitragszeiten mit respektablen beitragsgrundlagen (48 mal rund 1.500,-) erhalten.
ich bin sehr für einen frühen wiedereinstieg von frauen und auch dafür, das stark zu fördern, männerkarenz stark zu fördern und teilzeit beider elternteile.
es ist aber auch zeit zu akzeptieren, daß einige frauen gerne länger als ein jahr bei den kindern bleiben WOLLEN, auch wenn die frauenministerin das nicht versteht.
Weil sie Kinder zu betreuen haben. Sie werden es nicht glauben - Kinder erziehen und betreuen ist ein Knochenjob und das sollte auch von der Gesellschaft endlich honoriert werden. Daher verstehe ich Ihren Neid nicht, dass Frauen mitversichert sind und diese Zeit für die Pensionsbemessung herangezogen werden. Sollen Mütter total verarmen während die auf Karriere fixierten kinderlosen Frauen eine schöne Pension bekommen?
wissen sie, wie oft ich von frauen gehört habe, dass sie eh sozialrechtlich abgesichert sind und sich daher erst mal um die kinder kümmern - vier, sechs, acht jahre lang.
und wie oft mich dann dieselben mütter angejammert haben, dass die arbeitswelt sie danach nicht mehr mit offenen armen willkommen geheißen hat.
und wieviele teilzeit-wiederiensteigerinnen über ihre späteren pensionsbescheide entsetzt sind.
weil wenn man nämlich nicht ausreichend lang arbeitet, bewirken auch die großzügigen kindererziehungszeiten nur, dass man einen bettel als pension bekommt.
Der Vergleich mit der Langvariante zeigt - wie ich schon beim identischen "dieStandard-Artikel" aufgezeigt habe, einen massiven Zufriedenheitsnachteil der Kurzvarianten! Auf dieser Seite findet Ihr die entsprechende Recherche: http://www.leonore.at/2012/06/k... ch-besser/
wer kinder hat, nimmt über viele jahre einen sehr hohen aufwand an geld, zeit und "nerven" auf sich. diese kinder zahlen später auch die pensionen der kinderlosen pensionisten, ganz gleich ob diese aus eigenem wunsch oder gegen ihre wünsche kinderlos blieben.
und die kinderlosen zahlen aktuell die familienbeihilfe, gratis schulbildung, beitragsfreie mitversicherung und die pensionen und pflegegelder für die eltern der eltern (und für die eigenen eltern).
außerdem: wissen sie denn, dass die "kinderlosen" immer kinderlos bleiben? bekommen die spätgebärenden ehemals kinderlosen die steuer dann zurück? und wie und ab wann ist man "kinderlos" - wenn man zb seine erwachsenen kinder endlich los ist?
Man kann sich nicht vom Generationenvertrag verabschieden aber die vollen Leistungen aus demselben fordern. Das wird auf Dauer nicht gehen. In Deutschland gibt es diese Diskussion bereits, auch in Österreich wird man früher oder später hinterfragen müssen, ob nicht Kinderlose einen grösseren Beitrag zur Altersversorgung werden leisten sollten.Aber dann kommen die stereotypen Antworten wie: "KINDERLOSE ZAHLEN AUCH STEUERN", "WIR BEKOMMEN WENIGER LEISTUNGEN FÜR DIE VON UNS GEZAHLTEN STEUERN", " "WIR TRAGEN NICHT ZUR ÜBERBEVÖLKERUNG BEI". So als ob Familienerhalter keine Steuern zahlen würden, so als ob Kinderlose nie in Schulen, Kindergärten gegangen wären, und die Kinder aus der 3.Welt zahlen Kinderlosen sicher keine Pension!!!!
Und sofort die Steuerleistung die in Schulen, Kinderbetreuung, Karenzregelungen geht gegenverrechnen. Die Kindervollen würden schön blöd schauen.
Sorry, wer kommt auf dermassen abstrusse Ideen. Wer Kinder - meist aus purem Egoismus um seinen Leben e. Sinn zu geben - will, der wird genug staatlich gefördert.
Genausogut könnte man sagen - man schmeisst alle Kindervollen aus dem Pensionssystem, haben ja eh Kinder die sich im Alter um sie kümmern sollen.
von kinderbetreuung, schulen etc. hat jeder profitiert, auch die kinderlosen. diese einrichtungen gehören zu den basiseinrichtungen einer gesellschaft. genauso wie straßen. die nichtautofahrer müssen die auch mitfinanzieren.
eine pension ist aber zB nur individuell. kinderlose erfüllen den generationenvertrag nicht. und wenn man einen vertrag zur hälfte nicht erfüllt, bekommt man dann halt eben nur die hälfte der leistung. wäre doch logisch , oder?
Die die Kinder haben brauchen es aber 2x. Kinderlose erfüllen den Generationenvertrag genauso indem sie Steuern zahlen und die Aufzucht der Kinder mitzahlen (Kinderbeihilfe, Karenzzeiten, SV-Beiträge, Schulen, Unis usw.) da kommt mehr als genug zusammen.
Ich habe selbst ein Kind und weiss was es kostet.
die ökonomischen kosten von kindern für eltern, durch absenzen im beruf, gehemmter karriere, wohlstandsverlust, höhere wohnkosten, etc etc sind um ein vielfaches höher als das, was kinderlose mehr an steuern zahlen können.
im übrigen arbeite ich, habe kinder, zahle eine ganze menge steuern, sicher ned weniger als die kinderlosen und erfülle beide seiten des generationenvertrages. also, irgendwie geht Ihre rechnung da nicht auf - denn steuerzahlende familien/eltern ermöglichen genauso die infrastruktur und sorgen für jene, die ihre pensionen zahlen. kinderlose tun das nicht.
Es hat Sie aber niemand gezwungen ein Kind zu bekommen - oder?
Ist es eine Pflicht Kinder zu bekommen? Wollen wir das wieder einführen dass nur Frauen die MÜtter sind und möglichst viel werfen "richtige" Frauen sind?
Sorry, mit solchen Denkweisen kann ich nicht mit. Und wenn jemand wegen gehemmter Karriere kinderlose verantwortlich macht, dann denkt er an der Ursache vorbei - die liegt in der Haltung der Unternehmen.
derzeit ist es so, daß eltern wesentlich mehr steuern zahlen als kinderlose verglichen mit ihrer leistungsfähigkeit. wesentlich höhere ökonomische nachteile haben und alleine für den fortbestand des pensionssystems sorgen. dadurch haben eltern oft vielfach eine niedrigere pension, weniger wohlstand und leisten einen höheren beitrag zu staatlichen leistungen als kinderlose. und das kann es nicht sein.
entweder kinder werden endlich im steuersystem berücksichtigt (nicht durch ein splitting, sondern durch freibeträge) oder eltern müssen weniger pensionsbeiträge zahlen oder kinderlose bekommen weniger pension.
aber das derzeitige system des massiven ökonomischen ungleichgewichts zu lasten der eltern gehört aufgelöst.
In dem System würde ich sofort alle die Kinder wollen darauf verweisen, dass sie gar keine Pension mehr bekommen, falls ihre Kinder keine Steuern zahlen.
Es gibt viele Eltern, die gar keine Steuern zahlen und trotzdem Gesundheitsversorgung u. Ausbildung für ihre Kinder bekommen.
die eltern und die kinder bezahlen ja pensionsversicherungsbeiträge. und diese pensionsversicherungsbeiträge finanzieren die pensionen der alten. und darauf kommt es bei den pensionen an. die kinderlosen produzieren aber niemanden, der pensionsbeiträge zahlt und schmarotzen damit an jenen, die kinder haben, die wieder das umlageverfahren erhalten.
nicht alle bezahlen est, aber irgendwelche steuern bezahlen alle. aber ja, es stimmt, daß viele weniger beitragen, unabhängig davon, ob sie kinder haben oder nicht., aber das ist ausfluß unseres sozialstaates. daß man die, die nix haben, mitträgt. aber kinderlose, die genug haben - wieso sollten die nicht endlich mehr beitragen als eltern, wenn sie derzeit weniger als diese beitragen?
Vor allem die Mütter, die in Ö kaum verdienen zahlen da ein ins Sozial und Pensionssystem. Das meinens jetzt aber nicht ernst.
Sorry, aber viele kinderlose haben ganz gute Einkommen und zahlen wesentlich mehr Steuern. Natürlich soll man mittragen, aber nicht tragen. Sorry zwischen Solidarität und die Privatwünsche anderer mitzufinanzieren - und Kinder sind nun mal in erster Linie Privatsache, ist ein Unterschied. Wieso sollen mit jene, die sich gegen Kinder entschieden haben oder keine haben können miterhalten? Es gibt freie Schule, leidliche Kinderbetreuung, freien Unizugang und Familienbeihilfe so wie Absetzbeträge.
genauso wie alle mütter in meinem umfeld. und nebenbei gibt es auch väter, oder etwa nicht?
nochmal: eltern bezahlen bezogen auf ihre leistungsfähigkeit viel mehr steuern. sie haben wohlstandsverlust durch karenzen und höheren lebenskosten bei überproportionaler besteuerung. sie haben oft niedrigere pensionen, durch nicht durchgängige erwerbsbiographien. während kinderlose das alles nicht haben und an den eltern schmarotzen, weil diese dafür sorgen, daß die pension der kinderlosen finanziert werden kann. die nachteile der eltern werden nicht nur nicht ausgeglichen, sondern sie werden über gebühr belastet. die vorteile haben die kinderlosen.
schule und uni sind infrastruktureinrichtungen, die der gesellschaft als ganzes dienen.
Ich habe in meinem Leben erst sehr selten den Eindruck gehabt, dass jemand aus Egoismus ein Kind bekommt! Ich habe zwar selber noch keine Kinder, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man sehr egoistisch sein kann, wenn man Kinder hat - ausser man will sie an das Jugendamt los werden.
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