Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Islamabad / Neu-Delhi - Viel Zeit bleibt Pakistans abgesetztem Regierungschef Raza Yousuf Gilani nicht, um seine Koffer zu packen und seinen Amtssitz zu räumen. Bereits am Freitag soll das Parlament einen Nachfolger für den 60-Jährigen wählen, den das Oberste Gericht am Dienstag für amtsunfähig erklärt und faktisch gefeuert hatte. Noch am Mittwoch suchte die von der Bhutto-Partei PPP geführte Regierungskoaliton nach einem gemeinsamen Kandidaten.
Als Favoriten wurden der bisherige Strom- und Wasserminister Ahmed Muktar und Textilminister Makhdoom Shahbuddin gehandelt. Doch egal, wer neuer Premierminister des Atomstaates wird: Pakistans politische Krise dürfte damit nicht ausgestanden sein. Seit drei Jahren sind Regierung und Justiz in einen erbitterten Machtkampf verstrickt, der das Land lähmt und spaltet.
Analysten gehen davon aus, dass die Richter auch den neuen Regierungschef umgehend auffordern werden, die Schweiz zu ersuchen, alte Korruptionsverfahren gegen Präsident Asif Ali Zardari neu aufzurollen. Der bisherige Regierungschef Gilani hatte sich über zwei Jahre geweigert, dem nachzukommen. Er argumentierte, sein Parteichef Zardari genieße als Präsident Immunität.
Dies hatte Gilani seinen Posten gekostet. Das Gericht verurteilte ihn wegen Missachtung und setzte ihn ab, weil Vorbestrafte keine öffentlichen Ämter bekleiden dürfen. In Pakistans Medien stieß die harte Gangart der Richter auf Kritik. Von einem "soft Coup" der Justiz war die Rede. Dagegen feierten Oppositionsanhänger und Anwälte das Urteil auf den Straßen.
Traditionell ist es in Pakistan das Militär, das Regierungen gerne aus dem Amt putscht. Es war das erste Mal, dass die Justiz einen Regierungschef stürzte. Die treibende Kraft dahinter ist der streitbare Chefrichter Iftikhar Chaudhry. Dabei scheint Gilani eher ein Bauernopfer - eigentlich zielen die Angriffe auf Zardari, der als hochkorrupt gilt und gegen den Chaudhry eine tiefe Abneigung hegen soll.
Die Meinungen über Chaudhrys "politischen Aktivismus", wie man es in Pakistan nennt, sind geteilt. Die einen loben ihn, weil er gegen die Korruption vorgeht und eine Generalamnestie für alte Korruptionsfälle kassierte. Andere meinen, er überschreite seine Kompetenzen und führe eine persönliche Vendetta gegen Zardari. Dieser hatte sich 2009 gegen die Wiedereinsetzung von Chaudhry gewehrt, den der Militärherrscher Pervez Musharraf abgesetzt hatte. (Christine Möllhoff /DER STANDARD, 21.6.2012)
Sharif fordert Ende der umstrittenen US-Drohnenangriffe und verspricht, Pakistans Wirtschaft anzukurbeln
Provinzabgeordneter unter den Opfern
Pakistanischer Offizieller: "Schwerer Schlag gegen Aufständische"
Angriff auf Studentinnen - Schusswechsel in Quetta - Jinnah-Wohnhaus angezündet
Mitglied in Partei von Cricket-Star Khan wurde erschossen - MQM-Chef beschuldigt
Zwei Fahrer getötet, Fahrzeuge vollständig ausgebrannt
Partei des Ex-Cricket-Stars hatte in Umfragen zur siegreichen Muslim-Liga aufgeschlossen wurde aber nur Dritte
Sicherheitskreise: Opfer Mitglieder eines Clans in Nord-Waziristan
Sharif will innerhalb von hundert Tagen Konzepte liefern, um die Wirtschaft zu beleben und den Terror einzudämmen. Und er will das Verhältnis zu Erzfeind Indien entspannen
Erster Vorfall seit Amtsübernahme von Regierungschef Sharif
Das Verhältnis Pakistans zu den USA steht nach den Wahlen auf der Probe, größte Sorge bereitet aber die marode Wirtschaft, sagt Experte Christian Wagner zu Manuel Escher
Militär geht gegen Kämpfer radikalislamischer Taliban vor
Partei des Ex-Cricket-Stars Imran Khan räumt ihre Niederlage ein - Regierungspartei abgestraft - 110 Tote im Wahlkampf
Taliban bestätigen: Wali-ur-Rehman bei US-Drohnenangriff getötet
Partei des Ex-Premiers Nawaz Sharif erhält mindestens 183 der 342 Mandate
Mehr als 86 Millionen Pakistaner sind seit Samstagmorgen dazu aufgerufen ein neues Parlament zu wählen. Der Wahlauftakt war von einem Anschlag in Karachi überschattet
Cricket-Star hatte sich bei Wahlkampfauftritt am Rücken verletzt
Die pakistanische Politologin und Militärexpertin Ayesha Siddiqa rechnet bei den Wahlen in ihrem Land nicht mit großen Machtverschiebungen. Der stille Einfluss der Generäle bleibt auf jeden Fall erhalten, meint sie im Gespräch mit Christine Möllhoff
32 Verletzte - Dach eingestürzt
Der regierenden Volkspartei PPP droht eine verheerende Niederlage
Der Atomstaat Pakistan steht vor einem Machtwechsel. Bei der Parlamentswahl zeichnete sich am Sonntag ein Erdrutschsieg für die Muslim-Liga von Nawaz Sharif ab. Er wird wohl zum dritten Mal Premier
Sein schwerer Unfall kurz vor den Wahlen hat Pakistan geschockt, doch er könnte Imran Khan durchaus Sympathiestimmen bringen. Umfragen sehen das Kricket-Idol mittlerweile nur noch knapp hinter dem Wahlfavoriten Nawaz Sharif
Lobende Worte aus dem Weißen Haus und von UN-Generalsekretär Ban
Oberste Richter in Peshawar verurteilte die Angriffe als Kriegsverbrechen
Dort ist die Justiz wenigstens politisch unabhängig.
Nicht so wie bei uns in Ö.
(Sonst wären die www.j.mp/Langfinger schon längst hinter Gittern)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.