Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Der Journalistenzunft könnte ein Griechenland-Schicksal drohen: "Wohin überzogene Löhne und Forderungen der Gewerkschaft führen können, kann man aktuell am Beispiel Griechenlands studieren", warnte Hans Gasser, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), mit Blick auf die gescheiterten Kollektivvertragsverhandlungen. Man müsse die Zeichen der Zeit erkennen, "und die sind insgesamt nicht auf Wachstum ausgerichtet. Diesem Umstand muss natürlich auch ein neuer Kollektivvertrag Rechnung tragen."
Die Verleger werden jedenfalls gegensteuern, "denn griechische Verhältnisse möchte in der österreichischen Printbranche niemand haben", so Gasser. Grundsätzlich sei die finanzielle Lage der Zeitungen derzeit aber "nach wie vor relativ gut, obwohl sich die wirtschaftliche Situation allgemein eintrübt", sagte Gasser im Vorfeld der VÖZ-Generalversammlung am Donnerstag. Die stabile Situation der Medien sei "in erster Linie auf die Anstrengungen der Verleger und Zeitungsmanager zurückzuführen, Synergien zu suchen und Kosten zu optimieren".
Online am Vormarsch
Mit knapp 60 Prozent Erlösanteil am österreichischen Werbekuchen habe die Gattung Print einen internationalen Spitzenwert, was der hohen Gesamtreichweite der Printtitel von 72 Prozent zu verdanken sei. Zweifelsohne werde künftig auch Online seinen Anteil am Kuchen weiter ausbauen, "weil in diesem Bereich immer neue Werbeformen und Modelle entwickelt werden". Pessimistischer ist Gasser für den Fernseh-Bereich, wo mit dem Aufkommen von Smart TV "einiges in Bewegung geraten" werde.
In dem Zusammenhang bekräftigte der Verlegerpräsident auch die Forderung der Zeitungshäuser nach einer Werbeabgabe für den Onlinesektor. Die Kritik mancher Onliner an dieser Forderung sei für ihn zwar verständlich, aber wenig berechtigt - schließlich gehe es um Wettbewerbsgleichheit. "Es ist nicht einzusehen, dass große Onlineplattformen Millionen scheffeln und nicht mal die fünf Prozent Werbeabgabe zahlen, alle anderen Mediengattungen das aber tun müssen." Dass auch die Verleger selbst und deren Onlineaktivitäten von der Abgabe betroffen wären, "dokumentiert vor allem eines: die Ernsthaftigkeit und das Bemühen um fairen Wettbewerb am heimischen Medienmarkt".
Spielregeln bei Social Media gefordert
Die diesjährige VÖZ-Generalversammlung geht der Frage nach, was Social Media Plattformen für die Zukunft klassischer Medien bedeuten. Für Gasser ist hier der problematischste Punkt "die Verwendung und Monetarisierung von Inhalten, die vor allem von klassischen Medien unter erheblichen Kosten produziert worden sind. Hier brauchen wir klare Spielregeln, an die sich auch freiheitsliebende Start-ups halten müssen."
Von der Politik erwartet sich Gasser daher die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verlage, um einen fairen Anteil für die Inhalte im Netz zu erlösen, sowie faire Rahmenbedingungen im Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Medienunternehmen. Weiters erneuert er die Forderung nach einem "spürbaren Ausbau der Presseförderung zur Stärkung der heimischen Titelvielfalt und Medienqualität".
Zum aktuellen Dauerbrenner der Medienberichterstattung, der ORF-Standortfrage, äußerte sich Gasser indes nur zurückhaltend. "Der Standort eines Unternehmens hat ohne Zweifel Auswirkung auf Unternehmensstrategie, - entwicklung und -kultur." Im Falle des ORF, einem für österreichische Verhältnisse relativ großen Unternehmen, stelle neben den Kosten sicher auch die Akzeptanz der Mitarbeiter einen Faktor da. Die Performance von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in dieser Angelegenheit wollte er nicht beurteilen. Aus Sicht der Privatwirtschaft könne er lediglich festhalten, "dass in ähnlichen Fällen der Aufsichtsrat gegenüber CEO oder Geschäftsführung schon deutlichere Akzente gesetzt hat". (APA, 20.6.2012)
Veit Dengler übernimmt die Führung der NZZ-Mediengruppe - Der frühere "Time"-Reporter war zuletzt Manager bei Dell und Groupon - 2011 hat er die Partei Neos mitbegründet und wollte im September für sie antreten
Verhandlungen mit BC Partners auf der Zielgeraden - Investoren kehrten überraschend an Verhandlungstisch zurück
Neue Flächen-Visualisierung aller bisher veröffentlichten Daten
Moser- und Styria-Verbund steigt bei "Wien live" des Echo-Verlags ein
Bergmann: Künftig aber bei Promotionprodukten Bilder und Namen von Politikern, die Medientransparenzgesetz unterliegen, "zu unterlassen"
Ehemaliger Sportchef der Oberösterreichischen Nachrichten
Ein paar Tage zuvor hatte sich Michael Jeannée in seiner Post an die "Lieben Soldaten auf dem Golan" noch deutlich skeptischer als Pándi gezeigt
Probleme mit dem Treuhandkonto sollen Grund sein
Manfred Svec übernimmt die Anzeigenleitung, Gregory Kucera-Wurmehl startet als neuer Crossmedia-Manager
Persönlichkeitsrechte von Nadja Bernhard verletzt - Zeitschrift gewährte haltlosen Anschuldigungen eines anonymen Schreibers öffentliche Bühne
Betroffen sind Brüssel, Paris, London und Washington
Am 26. Juni mit Lesung - 70 generationsübergreifende Beiträge, Cover von Brus - Herausgeber Kolleritsch freut sich über Kontinuum
"Kärntner Tageszeitung" rechnet dieser Tage laut Berger mit 400.000 bis 500.000 Euro Bundespresseförderung
Sachverständiger soll Überschuldung prüfen - Danach gegebenenfalls Insolvenzverfahren - Antrag von Minderheitseigentümer eingebracht - Blatt laut Mehrheitseigentümer verkauft
Schwerwiegender Verstoß gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse
Löst mit Juli Barbara Aschenbrenner ab - ZiS fordert zwei Millionen Euro für Leseförderung
Der Verband Deutscher Lokalzeitungen sieht seine Mitglieder bei millionenschweren Werbekampagnen der Berliner Bundesregierung übergangen
Rückgang bei Werbung und Stellenmarkt
Verkauf an Finanzinvestor BC Partners geplatzt - Börsengang für Anfang Juli geplant
Raiffeisen verkaufte knapp 15 Prozent an "TT"-Mutter und "Rundschau" - Erben finanzierten Deal
War langjähriger Unternehmensleiter des Medienkonzerns Tamedia - Zahlreiche Posten in deutschsprachigen Medien
Gutachter bescheinigt Ohnmacht nach dem Schlag: "Das ist nicht eine bessere Watsch'n gewesen"
Erben des Gründers sollen Rückkauf finanzieren
"Kärntner Tageszeitung": Gesellschafter wollen gegeneinander Strafrecht bemühen
Der Oberindianer sollte lieber den eigenen Stall in Ordnung bringen als neue Abgaben für Online zu fordern. Ein Blick ins Firmenbuch seines Verlags verrät da nichts Gutes. Das ist ein Sanierungsfall seit vielen Jahren. Jetzt Verhinderungspolitik zu betreiben in der Hoffnung selbst bessere Umsätze zu generieren, ist naiv. Sein Kolege Grünberger vom VÖZ ist da ganz auf seiner Linie und zählt seit vielen Jahren die Werbeminuten des ORF in der Hoffnung was er dort an Umsätzen verhindert käme wohl den Verlagen zugute. Er sollte lieber täglich gegen die Werbesteuer vorgehen und zugleich die Vorzüge von Print herauskehren. Da gäbe es viel zu tun!
Hr. Gasser -folgende Fragen:
Warum binden Sie Social Media Funktionalitäten auf ihrer Webseite ein, wenn sie die Verbreitung ihrer Inhalte dort nicht wünschen.
Warum optimieren Sie Ihre Inhalte für google, wenn sie die Verbreitung ihrer Inhalte dort nicht wünschen?
Warum fordern sie eine Werbeabgabe die das neue Onlinebusiness trifft, um damit das aussterbende Holzbusiness via Presseförderung zu refinanzieren, und beklagen sich gleichzeitig über die Schwierigkeit online Geld zu verdienen?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.