Österreich steigt in EU-Wohlstand­sskala auf

  • Blick auf Wiens Shopping-Meile Kohlmarkt. Auf diesem Foto wird allerdings das Stadtfest gefeiert und nicht die Kaufkraft!
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    Blick auf Wiens Shopping-Meile Kohlmarkt. Auf diesem Foto wird allerdings das Stadtfest gefeiert und nicht die Kaufkraft!

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Im direkten Vergleich der Wirtschaftsleistung der EU-Länder pro Einwohner hat Österreich aufgeholt, Luxemburg liegt weit vorn

Luxemburg/Brüssel - Im direkten Vergleich der Wirtschaftsleistung der EU-Länder pro Einwohner hat Österreich aufgeholt. Die Alpenrepublik lag 2011 mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von 129 Prozent des EU-Durchschnitts an dritter Stelle hinter Luxemburg und den Niederlanden, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Eurostat-Erhebung hervorgeht. 2010 stand Österreich mit einem BIP pro Kopf von 124 Prozent des EU-Schnitts noch an fünfter Stelle innerhalb der EU.

Die Daten werden von Eurostat in Kaufkraftstandards errechnet. Wie in den Vorjahren liegt Luxemburg mit deutlichem Abstand an der Spitze der Wirtschaftsleistung. Das Großherzogtum verzeichnete 2011 einen Wert von mehr als dem Zweieinhalbfachen des EU-Durchschnitts (274 Prozent). Dahinter rangieren die Niederlande als zweites Land mit einem BIP pro Kopf, das etwa ein Drittel (131 Prozent) über dem europäischen Schnitt liegt.

Bulgarien bleibt Armenhaus

Zwischen 25 und 30 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegen Österreich, Irland, Schweden und Dänemark, während Finnland, Belgien und Deutschland zwischen 15 und 20 Prozent darüber liegen. In Frankreich und Großbritannien erreichte das BIP pro Kopf einen Wert von 108 bzw. 107 Prozent des europäischen Schnitts. In Italien und Spanien entsprach das BIP etwa dem EU-Mittelwert.

"Armenhaus" in der EU bleibt Bulgarien mit einer Wirtschaftsleistung pro Einwohner, die 2011 nur 45 Prozent des EU-Durchschnitts erreichte. Rumänien schaffte etwa die Hälfte des EU-Mittelwertes. In Griechenland betrug das BIP pro Kopf laut Eurostat 82 Prozent des europäischen Schnitts. Vor Griechenland liegen in dem EU-Wirtschaftsvergleich Zypern, Slowenien und Malta, dahinter Tschechien, Portugal, die Slowakei, Estland, Ungarn, Polen, Litauen, Lettland, Rumänien und Bulgarien.

Ein anderer Indikator für das Wohlstandsniveau eines Landes ist der tatsächliche Individualverbrauch (TIV) pro Kopf. Auch hier liegt Luxemburg mit einem Wert von 150 Prozent des EU-Durchschnitts vorne, gefolgt von Deutschland (119 Prozent) und Großbritannien (118 Prozent). Gemessen am Individualverbrauch in Kaufkraftstandards ist Österreich das viertreichste Land in der EU (117 Prozent). Am unteren Ende der Skala rangieren auch hier Bulgarien (44 Prozent) und Rumänien (47 Prozent). (APA, 20.6.2012)

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