Willi Resetarits kritisiert ORF nach dem Ende von "Trost & Rat"

Sendung finanziell ausgehungert, Konzept unterlaufen - ORF hofft auf Rückkehr nach Pause

Wien - Willi Resetarits, auch als Ostbahn-Kurti bekannt, übt nach dem Aus für die Radio-Wien-Sendung "Trost & Rat" Kritik am ORF. Die beliebte Radiosendung, die am vergangenen Sonntag nach der 200. Ausgabe eingestellt wurde, sei vom ORF-Landesstudio Wien finanziell ausgehungert, das Konzept zuletzt immer wieder unterlaufen worden, kritisierte Resetarits in der Wiener Stadtzeitung "Falter". Auch an Kommunikationsbereitschaft habe es der Führung des Landesstudios gemangelt. "Küniglbergsitten" seien nun offenbar auch im Funkhaus in der Argentinierstraße angelangt, so Resetarits.

Dem Ende des Radioformats waren offenbar Meinungsverschiedenheiten zwischen Resetarits, der "Trost & Rat"-Redaktion sowie Landesdirektorin Brigitte Wolf vorangegangen. Resetarits hat seinen Vertrag mit Radio Wien deshalb gekündigt. Wolf erklärte bereits am Wochenende im "Kurier", dass sie Resetarits' Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis nehme. Sie sei "immer ein großer Fan dieses unverwechselbaren Stücks Radio Wien" gewesen. "Und ich bin zuversichtlich, dass Willi Resetarits nach einer Schaffenspause wieder Sehnsucht nach Radio Wien bekommen und zu uns zurückkommen wird." (APA, 20.6.2012)

  • Willi Resetarits ortet "Küniglbergsitten" im Funkhaus.
    foto: apa/neubauer

    Willi Resetarits ortet "Küniglbergsitten" im Funkhaus.

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