Sepsis-Forschungsprojekt an der FH Krems

Blutvergiftung ist die dritthäufigste Todesursache - Ziel, immunregulierende Stoffe zu generieren

Krems - An der IMC Fachhochschule Krems wird ein neuer Ansatz zur Behandlung von Blutvergiftung entwickelt. Ziel sei es, immunregulierende Stoffe in Form von Peptiden und Peptid-Mimetika zu generieren, um diese lebensbedrohende Erkrankung in Zukunft zu vermeiden. Gefördert wird das Projekt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, Partner ist die Firma Procomcure Biotech GmbH.

Überreaktion des Immunsystems

Die Sepsis sei - nach Herzinfarkt und Schlaganfall - weltweit und auch in Österreich die dritthäufigste Todesursache, erläuterte Elisabeth Hofmann, Leiterin des Forschungsprojektes am Institut der Medizinischen und Pharmazeutischen Biotechnologie der FH. "Durch eine Infektion, die in die Blutbahn gelangt ist, kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems, die bis zum Tod führen kann. Um dieser Überreaktion entgegen zu wirken, unterdrückt das Immunsystem seine sonst natürliche Abwehr, die Patienten sterben dann häufig an sekundären Infektionen", so Hofmann in einer Aussendung.

Mit einem Investitionsvolumen von über 3,6 Mio. Euro verfüge das Institut über modernste Infrastruktur und sei international als akademisches Forschungs- und Innovationszentrum anerkannt. An der IMC FH Krems werden 27 Vollzeit- bzw. berufsbegleitende Studiengänge in den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Life Sciences angeboten. (APA)

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