Unwetter in Österreich nach Hitzewelle

20. Juni 2012, 20:13
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Waldbrand im Bezirk Wiener Neustadt - Am Donnerstag deutliche Abkühlung

Im südlichen Niederösterreich sind am Mittwochabend Unwetter niedergegangen. 16 Feuerwehren standen mit 200 Mann im Bezirk Neunkirchen im Einsatz, um u.a. überflutete Keller auszupumpen und Murenabgänge zu beseitigen, berichtete NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Gleichzeitig mussten in Gutenstein im Bezirk Wiener Neustadt acht Feuerwehren zur Bekämpfung eines Waldbrandes ausrücken, der gegen 17.45 Uhr durch Blitzschlag ausgelöst wurde - Regen fiel in Gutenstein nicht.

Im Bezirk Neunkirchen wurde die B27 zwischen Gloggnitz und Payerbach gesperrt. Grund waren Hangrutschungen im Bereich einer Baustelle für den Semmeringbasistunnel. Entlang der Schwarza wurden alle Wehranlagen geöffnet, um das Brücken bedrohende Treibgut abfließen zu lassen. Laut Resperger gab es etwa 50 Schadensstellen im Bezirk.

Starkregen nach Hitze

Der Hitzepol Österreichs lag am Mittwoch mit 36 Grad Celsius in Bad Deutsch-Altenburg (Niederösterreich). Platz zwei ging an Andau (Burgenland), wo laut ZAMG 35.3 Grad gemessen wurden. Ebenfalls auf das Stockerl schaffte es die Wiener Innenstadt mit 35,2 Grad. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wurden außerdem erhöhte Ozonwerte gemessen.

Im Laufe des Nachmittags breiteten sich von Westen Österreichs her bereits Wärmegewitter aus. In der Nacht auf Donnerstag ist in vielen Landesteilen mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen gerechnet werden - genaue Details siehe Unwetterwarnungen für Österreich.

Kühler Donnerstag

Zum astronomischen Sommerbeginn am Donnerstag kühlt auch die südliche Hälfte des Landes auf bis zu 22 Grad ab. Der Freitag gestaltet sich tagsüber wechselhaft, denn in der schwülwarmen Luft sind bei einem Mix aus Sonne und Wolken immer wieder Schauer oder Gewitter möglich. Die Temperaturen reichen von 21 bis 30 Grad. Bis zum Start des Donauinselfests, das von Freitag bis Sonntag dauert, sollte es aber schon weitgehend trocken sein, sicherheitshalber sollten die Besucher aber einen Regenschutz einpacken.

Ab Samstag geht die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter deutlich zurück, die Sonne kann sich bei nur harmlosen Wolken durchsetzen. Die Höchstwerte liegen weiterhin um die 27 Grad. (red, derStandard.at, 20.6.2012)

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    Beim Auftakt des Donauinselfests am Freitag müssen Besucher noch mit Regenschauern rechnen.

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