Mubarak nach Hirnschlag im Koma

20. Juni 2012, 13:56
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Der Militärrat dementierte Todesmeldungen, aber schon wird über die Art des Begräbnisses für Mubarak spekuliert

Kairo - Der ehemalige ägyptische Präsident Hosni Mubarak ist laut Medienangaben in ein Koma gefallen. Der 84-Jährige wurde in der Nacht auf Mittwoch nach einem Schlaganfall von der Krankenstation des Tora-Gefängnisses in ein Militärkrankenhaus im Kairoer Außenbezirk Maadi verlegt. Zunächst hatte es sogar geheißen, er sei "klinisch tot".

Nach der Ankunft sei sein Herz stehen geblieben, meldete die Nachrichtenagentur MENA. Wiederbelebungsversuche mit einem Defibrillator hätten keinen Erfolg gehabt. Der Patient sei an lebenserhaltende Geräte angeschlossen worden, hieß es. Ehefrau Suzanne Mubarak und eine Schwiegertochter trafen noch in der Nacht im Krankenhaus ein.

Offizielle Stellungnahme erwartet

In Kairo wurde am Mittwoch eine offizielle Stellungnahme des Obersten Militärrates erwartet. Diese sollte über den konkreten Zustand Mubaraks Klarheit schaffen, so auch über die Art des Komas, in das er angeblich gefallen ist.

"Er ist nicht klinisch tot"

Staatsmedien hatten in der Nacht zum Mittwoch für Verwirrung gesorgt, als sie meldeten, Mubarak sei bereits klinisch tot. Mamduh Shahin, ein Mitglied des Obersten Militärrats, wies aber diese Darstellung zurück. "Er ist nicht klinisch tot, wie berichtet wurde", sagte der General dem US-Sender CNN. "Er hatte eine Herzattacke, sein Herz hörte auf zu schlagen, und er wurde durch Elektroschocks gerettet und dann künstlich beatmet." Außerdem habe sich ein Blutgerinnsel in seinem Gehirn gebildet. "Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich, und er ist in kritischem Zustand", sagte Shahin.

Rapide Verschlechterung

Mubaraks Gesundheitszustand bietet schon seit längerem Anlass zur Sorge: Rapide verschlechtert hat sich seine Verfassung, seit er am 2. Juni wegen seiner Verantwortung für den Tod Hunderter Demonstranten bei der Revolte Anfang 2011 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Nach der Urteilsverkündung wurde Mubarak gegen seinen Willen in die Krankenstation des Tora-Gefängnisses bei Kairo verlegt. Schon damals hatte er eine Art Nervenzusammenbruch erlitten. Denn die Untersuchungshaft hatte der Ex-Präsident noch relativ komfortabel in einem gut ausgestatteten Krankenhaus des Militärs verbracht.

Er leidet an einer starken Depression, Atemschwierigkeiten, Herzproblemen und Bluthochdruck. Nach Angaben des Gefängniskrankenhauses musste er bereits vor einer Woche zweimal mit einem Defibrillator behandelt werden. Seine Frau Suzanne und seine beiden Schwiegertöchter erhielten Sondergenehmigungen, ihn in der Haft zu besuchen.

Auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo, wo in der Nacht zum Mittwoch tausende Anhänger der Muslimbruderschaft und der Anti-Mubarak-Bewegung gegen die Militärführung protestierten, wurden die Nachrichten über den sich dramatisch verschlechternden Gesundheitszustand Mubaraks bejubelt. Der radikale Salafistenprediger Hasim Abu Ismail forderte daraufhin die Menge auf, sich zu beruhigen. Die Berichte seien eine Lüge, um von Machtübernahme durch die Armeeführung abzulenken. Der Militärrat hatte große Machtbefugnisse an sich gerissen und die Kompetenzen des neuen Präsidenten beschnitten.

Spekulationen um Begräbnis

In ägyptischen Medien wird bereits über die Art des Begräbnisses spekuliert, das dem gestürzten Ex-Präsidenten zusteht. Das Internet-Portal alahram.org.eg zitierte offizielle Quellen, wonach lediglich eine Beisetzung im Familienkreis möglich sei. Dieser könnten möglicherweise auch Mubaraks Söhne Alaa und Gamal beiwohnen, die derzeit wegen schwerer Korruptionsvorwürfe in Untersuchungshaft sitzen.

Unterdessen warten die Ägpter weiter auf die offiziellen Ergebnisse der Präsidentenstichwahl, die am Donnerstag vorliegen sollen. Der Kampf um die Nachfolge Mubaraks zwischen Muslimbruder Mohammed Mursi und Mubaraks Ex-Premier Ahmed Shafik spaltet das Land. Beide Kandidaten hatten sich nach der Stichwahl am Wochenende zu Siegern erklärt. Die eigentliche Macht liegt weiter beim Militär. (APA, 20.6.2012)

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wenn man objektiv die regierungszeit aller gestuerzten diktatoren nordafrikas betrachtet ...

selber recherchieren, es gibt nicht nur facebook und twidder, es gibt auch wikipedia.
vielleicht als beispiel, den schah von persien.
was haben die leut bei uns gegen dieses ungeheuer demonstriert. ganz geil:
http://de.wikipedia.org/wiki/Moha... und_Gewalt
341 personen wurden von den schergen dieses blutsaugenden monsters in 38 jahren getoetet, haben die mullahs vor allem 1988 in einem monat getoppt.
nach schaetzungen von experten 1975 haette der iran um 2000 den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen level europas erreicht gehabt. aber die freiheit eines echten muslim ist nicht mit geld aufzuwiegen, freiheit ist naemlich total etwas wichtiges und es lohnt sich dafuer zu sterben. und dafuer zu toeten.

"Hirnschlag". Praktisch. Dann muss man sich nicht mehr überlegen, wie's mit ihm weitergehen soll. Zumindest trifft es keinen Unschuldigen.

@Standard-Redaktion

In diesem Thread erschien ein Posting, das den Hippokratischen Eid thematisierte.
http://derstandard.at/plink/133... 0/26623943

Ich habe vor einigen Stunden darauf geantwortet, dass angehende Ärzte diesen Eid nicht schwören und dass er auch das Versprechen beinhaltet, nicht abzutreiben.
Weder dieser Beitrag, noch ein ähnlicher folgender, wurden freigeschaltet.

Offenbar fühlt sich Ihr Blatt, das sich liberal nennt, bemüßigt, einen Text zu unterdrücken, der seit Jahrtausenden als Ethikkatalog ärztlichen Handelns galt und gilt, weil er anscheinend nicht Ihrer Blattlinie entspricht.

In ägyptischen Medien wird bereits über die Art des Begräbnisses spekuliert

Vorschlag: Familie und engste Gefolgsleute mit in die Pharaonengruft und Deckel drauf

mit 84 hat man das recht darauf, an einem schlaganfall sterben zu dürfen. volle reanimationsmassnahmen in diesem alter sind fast schon leichenschändung ...

Bitte

stellen Sie eine Patientenverfügung aus !!!

Die wirklich spannende Frage ist hierbei, wie oft das Forum noch geschlossen und wieder geöffnet wird, und gibt es ein Kondolenzbuch oder nicht?

Bitte, haltet ihn am Leben,

der soll dahinvegitieren, am besten in der zelle.

Bist Du ein Schüler von ihm? Oder wo hast Du sonst sozialisiert?

Als die Handyaufnahmen von der Hinrichtung Saddam Husseins durch die Medien gingen, wurde Kardinal Schönborn gefragt:

"Warum haben in Anbetracht dieser Aufnahmen nun plötzlich manche Leute Mitleid mit einem Mann, der nachweislich sein eigenes Volk mit Giftgas angegriffen, und zahlreiche Verbrechen begangen hat?"

Seine Antwort war: "Dass wir selbst mit solchen Leuten im Tod noch Mitleid haben, ist das, was uns von solchen Leuten unterscheidet".

Finde ich einen sehr klugen Satz.
Sei vielen der folgenden Postern ins Stammbuch geschrieben!

Ich habe ja den Film Dave gesehen, und ich glaub der Mubarak auch.

andere quellen behaupten inner noch er ist tot,

klinisch tot. so wie sauber und klinisch sauber?
also ganz total tot?

Simulant. Der Elsner Ägyptens.

hussein, gadaffi, mubarak, bin laden.....assad als nächster, dann achmedinejad?

nichts wirkt sich schlechter auf die lebenserwartung aus, als ein ehemaliger günstling der fed zu sein, und dann abtrünnig zu werden - selbst amerikanische presidenten könnten davon ein leidchen trillern.

die demokratie-vernichtung der FI (finanzindustrie) gipfelt in ihrem wahnsinnskrieg, den sie "frühlingshafte demokratisierung" nennt. er hat seit 1991 bereits millionen menschen das leben gekostet.

das bürgerkriegs-chaos zwischen maghreb und chinesischer grenze soll nicht nur auf den iran sondern letztendlich auch auf china ausgeweitet werden, gegebenenfalls auch auf russland, wenn es weiter schwierigkeiten macht und z.b. assad unterstützt.

hier beantwortet sich die frage, was die FI eigentlich mit ihren unermesslichen gewinnen macht. sie investiert sie in (welt)krieg, wie immer wenn sie zu implodieren droht, das ist die sicherste wette.

die FI muss friedlich-demokratische entmachtet werden:

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle.

"Mubaraks Gesundheitszustand bietet schon seit längerem Anlass zur Sorge"

bei mir nicht ....

Bin ich froh, dass Leute mit ihrer Einstellung wenig politisch bewirken können. Ansonsten würde es Österreich nicht mehr lange geben.

weil ich mir keine sorgen um die gesundheit eines massenmörders mach?

jetzt darf man noch "schwein" sagen; in ein paar tagen ist das forum geschlossen.

Wenigstens hat er - im Gegensatz zu Slobodan Miloševic - sein gerechtes Urteil noch erlebt.

Hat er ja noch nicht...

...das Urteil ist ja noch nicht rechtskräftig.

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