Julian Assange will Asyl in Ecuador

20. Juni 2012, 10:23

Australier flieht in die Londoner Botschaft des südamerikanischen Landes, das ihm bereits 2010 Zuflucht anbot

London - Wikileaks-Gründer Julian Assange ist im Kampf gegen seine Auslieferung nach Schweden in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen und hat dort Asyl in dem südamerikanischen Land beantragt. Der 40 Jahre alte Australier, der seit einem Jahr unter strengen Auflagen in Großbritannien lebt und dort vor einer Auslieferung nach Schweden steht, habe politisches Asyl beantragt, sagte Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño auf einer Pressekonferenz.

Assange ist Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks. Er steht im Verdacht, in Schweden zwei Frauen sexuell belästigt und in einem Fall sogar vergewaltigt zu haben, und versucht seit mehr als einem Jahr, seine Auslieferung zu verhindern. Den Instanzenweg in Großbritannien hat er seit vergangener Woche erfolglos ausgeschöpft.

Ecuador prüft Gesuch

Patiño erklärte, Ecuador werde Assanges Gesuch prüfen. Der Australier, der mit zahlreichen Veröffentlichungen vor allem zum Nachteil der USA für Aufsehen gesorgt hatte, befürchtet eine Auslieferung von Schweden in die USA. Ihm drohe dort die Todesstrafe, hatten seine Anwälte wiederholt argumentiert.

In der Begründung seines Asylantrags, den der ecuadorianische Außenminister verlas, macht Assange geltend, er sei von seinem Heimatland Australien im Stich gelassen worden. Er werde verfolgt, weil er Informationen veröffentlicht habe, die die Mächtigen kompromittierten, weil er die Wahrheit publiziert habe und damit Korruption und ernste Menschenrechtsverletzungen in aller Welt enthüllt habe, heißt es in der Begründung.

Nach Angaben von Wikileaks via Twitter bietet Ecuador Assange bereits seit November 2010 politisches Asyl an.

Julian Assange interviewt den ecuadorianischen Präsidenten Correa

Assanges schwedischer Anwalt überrascht

Überraschung und Verwunderung hat Assanges Asylantrag in Schweden ausgelöst. Im Sender SR sagte Assanges schwedischer Anwalt Thomas Olsson am Mittwoch, er sei "total überrascht". Weitere Kommentare könne er erst abgeben, wenn er über "ausreichend Informationen" verfüge.

Assange wird von zwei Schwedinnen sexuelle Nötigung bei Kontakten im Sommer 2010 vorgeworfen. Der Anwalt der beiden, Claes Borgström, meinte im Rundfunk, der Asylantrag werde die Auslieferung möglicherweise herauszögern, aber nicht verhindern.

Die Staatsanwaltschaft in Göteborg hatte 2010 einen internationalen Haftbefehl gegen Assange ausgeschrieben, um ihn für ein Verhör über die Vorwürfe der Frauen nach Schweden zu zwingen. Die zuständige Staatsanwältin Marianne Ny wollte den Asylantrag nicht kommentieren. (APA, 20.6.2012)

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Was einige

Poster hier nicht schnallen, ist

a) dass die Vergewaltung frei erfunden ist

b) das ganze hier eine hoch politische sache ist, und die menschenrechte geschuetzt werden muessen

c) Schweden ihn an die USA sehr wohl ausliefern wuerden, ohne die Wimpern zu zucken

d) ihn dort nach erfahrung folter, ein camp, eine ubertrieben lange strafe, oder sogar die todestrafe erwartet.

Nun ja, die Botschaft mag exterritirialer Bestandteil sein und als solches für die britische Gerichtsbarkeit unantastbar.

Es stellt sich aber die Frage, ob die besonneneren Köpfe im ekaudorianischen Außen- und Justizministerium wegen eines solchen Narren, der sich gegenüber jedem Gesetz erhaben dünkt, eine diplomatische Krise mit Schweden und Großbritannien auslösen werden.

Zudem: Irgendwie muss er zum Flughafen kommen. Und von dort ins Flugzeug. Spätestens da kriegen sie ihn - und dann sicher ohne die bisher schon übergroßen Rücksichten.

die eier haben england und schweden nicht, um einen schwerwiegenden diplomatischen streit mit ecuador und anderen südamerikanischen staaten vom zaun zu brechen.

1982 dachte Galtieri das auch ^^

nein gb kann sich eine extreme usa-hörigkeit momentan nicht leisten.

Assange steht im Kampf um die Medienfreiheit an vorderster Front

Wenn schon Informanten von Assange mit der Todesstrafe bedroht sind, sind mir Assanges Ängste durchaus nachvollziehbar.
Um sein Schicksal sollten sich Menschenrechtsorganisationen verstärkt annehmen.
"Seine" australische Regierung ist eben doch mehr den Interessen des Imperiums verpflichtet denn seinen Bürgern. Das hat mich wenig überrascht.

Assange steht NICHT im Kampf um die Medienfreiheit an vorderster Front,

sondern im Kampf um sein Image als ach so armes Opfer,
das eigentlich schon pleite ist und dringend neue Geldquellen braucht.
Warum geht er nicht zurück nach Australien ?
Die liefern sicher nicht einen ihrer Bürger aus,
der sich im Land nicht strafbar gemacht hat.
Alles nur Show und Theater !
Der will nicht nach Hause fahren und eingestehen, dass er vm. weder seine Anwälte zahlen kann (vielleicht flüchtet er ja vor den zu erwartenden Rechnungen ?)
noch sonst irgendwas.
Feig und mediengeil ist er, sonst nix.
Lesen Sie die Artikel des ehem. deutschen Vize-Chefs von Wikileaks, dann geht Ihnen ev. ein Licht auf.

ach assange ist also genauso unbehelligt in aus wie kim.com in neuseeland? assange wird schon seine gründe haben und bisher ist noch fast jeder staat den usa hinten rein gekrochen.

Sie werden doch nicht etwa Kim Schmitz mit Assange

. vergleichen wollen? Assange mag vielleicht skrupellos sein, weil er durch seine Veröffentlichungen Informanten verraten hat und Menschenleben gefährdet hat, aber im Gegensatz zu Schmitz wurde Assange bisher in keinem Land angeklagt.

nettes Land. Galapagos. Dort kann er dann die letzten Schildkröten aus Darwins Epoche von hinten... äh....vielleicht auch ein paar Seehunderln?

Gerüchteküche

hier im Forum hört man immer wieder:

1. Es gibt nicht einmal eine Anklage gegen Wikileaks/Assange.
2. Ein EU-Staat kann nicht in ein Land abschieben in dem die Todesstrafe droht
3. Von GB wird er doch eher in die USA ausgeliefert als von Schweden.

also kurz gesagt:

1. Es sind bereits Dokumente veröffentlicht in denen Offiziere die bereits fertige Anklage mit "Er wird für immer Katzenfutter fressen" kommentierten
2. siehe 1 - keine Todesstrafe, sondern nur XXX Jahre Haft
3. Schweden hat bereits bewiesen dass es an die CIA ausliefert. GB hingegen ist zumindest gemeinsam mit Australien Teil des Commonwealth of Nations

Beweise ? Quellenangaben ? Dokumente ?

weil ohne:
bloße Gerüchte und Meinungs-Manipulation

dürfen Sie sich selber googlen

sogar der Standard hat berichtet und verlinkt

warum sind Sie faul und verlangen von anderen das, was Sie hätten tun sollen ?

abgesehen davon: ich seh' bei Ihrem Posting keinen Link.

wer kann so viel charme widerstehen. bitte sehr:

"Sydney Morning Herald" vom 29. Februar 2012

Jetzt hat der feine Herr Ass. also erstmal die Kautionsgeber düpiert. Ein paar hunderttausend Pfund sind abzuschreiben.

Dafür kommt er nicht nach Guantanamo,
auch nicht schlecht.

Damit keine Dolchstoßlegenden entstehen ...

... im Spiegel stehen die unstrittigen Punkte (Aussagen Assange und der beiden Frauen).
http://www.spiegel.de/politik/a... 33200.html
Für diejenigen, die meinen, es sei nur eine Befragung: Die Staatsanwältin antwortete auf die Frage, warum er persönlich vorbeikommen müsse, damit, dass sie ihn bei Bedarf verhaften könne.
Kurzfassung:
Assange hatte an 2 aufeinanderfolgenden Tagen one-night stands (die ich persönlich für unappetitlich halte) mit 2 unterschiedlichen Frauen.
Beide waren stolz auf sich (mit Assange!) bis sie voneinander erfuhren. Erst dann fühlten sie sich vergewaltigt.
Für die Zensur: Das ist im zitierten Spiegel-Artikel nachzulesen.

da steht aber auch folgendes:

Zitat:
"Eine Auslieferung an die USA werde es allerdings nicht geben: "Das ist in einem Fall wie diesem nicht möglich."" ! ! ! - -
Also was soll dann das ganze Theater von Assange ?
Wovor fürchtet er sich dann wirklich ?
Vor einem Wiedersehen mit den beiden Frauen ?
Oder wovor sonst ?
In meinen Augen ist er nur ein Wichtigmacher
und erbärmlicher Feigling.

er ist sicher ein wichtigmacher. aber feigling? der mann hat todesangst und das sicher zu recht. dass der nicht mit 80 sanft entschlafen wird, das steht fest....

(bye the way, die veröffentlichung von geheimdokumenten ist auch nicht ok, das hat sicher mehreren menschen das leben gekostet...)

wieso sollte er todesangst haben. bisher hat er sich in einem recht unsicheren landhaus aufgehalten. von todesangst eigentlich keine spur.

Zitat SZ:

"Das Außenministerium in Quito teilte mit, Assange habe vorgetragen, er sei in Schweden von höchsten Regierungsstellen offen attackiert worden. Assange sehe seine grundlegenden Rechte von seinem Heimatland Australien nicht ausreichend geschützt, hieß es in der Mitteilung weiter."
Quelle:http://www.sueddeutsche.de/politik/w... -1.1387772
Zitat 2 SZ:
"Allerdings haben die USA weder einen Auslieferungsantrag gestellt, noch darf ein Verdächtiger aus einem EU-Mitgliedsstaat an ein Land ausgeliefert werden, wo ihm für das zur Last gelegte Verbrechen die Todesstrafe droht."
Quelle wie oben.
Also was will Assange ?
Das ist doch schon pure Paranoia.

Leider finden nach wie vor Auslieferungen in die USA statt, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass dort Häftlingen sogar Folter droht.

Welche Strafe ...

... bekommen denn dann die Falter-Journalisten im Fall Grasser?
Assange versteht sich als Journalist und Wikileakes wie eine Zeitung. Daher ist die Veröffentlichung so ganz in Ordnung.

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