"Rad-Stadt" mit "Bassena"-Schwimmbad

19. Juni 2012, 18:11
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Die "Bike City" gibt es in Wien-Leopoldstadt schon, nun hat der Bauträger Gesiba auch einen "Bike & Swim"-Themenwohnbau eröffnet. Mit Pool am Dach

"Wohnen am Wasser" ist ja seit mehreren Jahren der Renner in Wien. Wohnen unter Wasser kann aber auch seinen Reiz haben - wenn es sich dabei um einen Swimmingpool im obersten Stockwerk handelt. Das Projekt "Bike & Swim" des Bauträgers Gesiba, am Dienstag im Beisein von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) offiziell an die Bewohner übergeben, soll als so genannter "Themenwohnbau" den Bewegungsdrang von Pedalrittern und Wellnessfans gleichermaßen stillen.

231 neue geförderte Mietwohnungen sind damit in Wien-Leopoldstadt in den letzten beiden Jahren entstanden, die Stadt Wien förderte den insgesamt 31 Millionen Euro teuren Neubau mit rund 9,7 Millionen Euro. Die Eigenmittel für die geförderten Mietwohnungen liegen bei 480 Euro pro Quadratmeter, die Mieten kommen auf durchschnittlich 6,83 Euro pro m².

Partys am "Sonnendeck"

Für Gesiba-Generaldirektor Ewald Kirschner ist der Pool am Dach "die Bassena des neuen Jahrhunderts"; ein Raum bzw. eine "Kommunikationsebene", auf der man sich trifft und so untereinander ins Gespräch kommt. Den Spa-Bereich mit Sauna und Sonnendeck, den Fitnessraum und die eingeplanten Party- bzw. Veranstaltungsräume zählt er da auch dazu.

Gekostet hat das alles nicht wesentlich mehr als sonst, sagt Kirschner. Wer gut plane, die erhöhten statischen Anforderungen "im herkömmlichen statischen Aufwand berücksichtigt", bringe die Kosten für den Pool am Dach leicht im begrenzten Kostenrahmen des geförderten Wohnbaus unter. Auch die Betriebskosten würden sich "im Rahmen der üblichen Betriebskosten bewegen". Mit der Wohnsiedlung Alt Erlaa oder der Anlage in der Inzersdorfer Straße, beide von Architekt Harry Glück geplant, könne man außerdem einiges an Erfahrung mit Schwimmbädern am Dach vorweisen.

Schwimmen nur auf dem Dach

So wie die nicht weit entfernte "Bike City" (ebenfalls von der Gesiba) hält auch "Bike & Swim" zusätzlich einige Annehmlichkeiten für Radfahrerinnen und Radfahrer bereit: Die von Lautner + Kirisits Architekten geplante Anlage weist insgesamt 515 Fahrradabstellplätze auf; extra breite Liftkabinen sollen die Mitnahme des eigenen Fahrrads bis vor die Wohnugnstür ermöglichen. Ein zusätzliches Fahrraddepot befindet sich im Untergeschoß, weiters ist im Haupteingangsbereich an der Vorgartenstraße ein "Kurzparkerbereich" für Pedalritter vorgesehen. Im Erdgeschoß befinden sich Waschküche und Kinderwagenabstellräume, in den Untergeschoßen eine Tiefgarage mit 104 Kfz-Parkplätzen.

Dass der neue Wohnbau schlecht gelegen wäre, lässt sich auch nicht unbedingt sagen. Zur U1 sind es eineinhalb Stationen mit dem Bus, nicht weit ist es außerdem auf die Donauinsel oder auch in den Prater. Die Versorgung mit Lebensmittelmärkten ist für künftige "Bike & Swim"-Bewohner im Übrigen exzellent: Der nordwestliche Nachbar ist ein "Hofer"-Markt, auf der anderen Seite wird die alte Bus-Remise gerade zu einem "Billa" umgebaut, und "Zielpunkt" und "Spar" sind ebenfalls in kurzer Gehweite. Dass man da nicht nur auf dem Dach, sondern auch versorgungstechnisch ins "Schwimmen" kommt, kann also nahezu ausgeschlossen werden (map, derStandard.at, 19.6.2012)

Link

"Bike & Swim" (gesiba.at)

  • Stolz auf die neue Wohnanlage: Gesiba-Generaldirektor Ewald Kirschner (li.), Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (re.) und drei der neuen Bewohner der "Bike & Swim"-Anlage, die Familie Michalski.
    foto: putschögl

    Stolz auf die neue Wohnanlage: Gesiba-Generaldirektor Ewald Kirschner (li.), Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (re.) und drei der neuen Bewohner der "Bike & Swim"-Anlage, die Familie Michalski.

  • Der großzügige Pool am Dach kann getrost als Attraktion des Hauses betrachtet werden.
    foto: putschögl

    Der großzügige Pool am Dach kann getrost als Attraktion des Hauses betrachtet werden.

  • Loggia oder Balkon gibt es in jeder Wohnung.
    foto: putschögl

    Loggia oder Balkon gibt es in jeder Wohnung.

  • In der unmittelbaren Nachbarschaft wird weiterhin fleißig gebaut.
    foto: putschögl

    In der unmittelbaren Nachbarschaft wird weiterhin fleißig gebaut.

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